Gartenmauern: So bauen Sie eine attraktive Stützmauer

Mit Mauern lassen sich Höhenunterschiede im Garten wunderbar ausgleichen und gleichzeitig gegen Abrutschen sichern. Hierfür bieten sich verschiedene Materialien an, sodass sich die Stützmauer auch optisch perfekt auf die Gartengestaltung abstimmen lässt. Was Sie beim Anlegen einer Gartenmauer am Hang beachten müssen und wie Sie hierbei vorgehen, das erfahren Sie in diesem Ratgeberartikel.

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Trockenmauern sind sehr beliebt, um niedrige Hänge abzufangen

Welche Materialien eignen sich?

Böschungen können mit:

  • Trockenmauern,
  • Betonmauern,
  • Gabionen,
  • Pflanzsteine,
  • Holz- oder Beton-Palisaden

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befestigt werden. Eine gekonnt geplante Bepflanzung gibt zusätzlichen Halt und verleiht dem Hanggarten sein typisches Flair.

Wie muss eine Stützmauer aufgebaut werden?

Soll die Gartenmauer eine Böschung vor Erosion oder Gravitation sichern, muss sie ausgesprochen stabil konstruiert sein. Deshalb ist es ratsam, sich aber einer Höhe von einhundert Zentimetern fachmännischen Rat einzuholen.

Ab einer Höhe von zwei Metern ist es sogar gesetzlich vorgeschrieben, einen Statiker hinzuzuziehen. Zudem sollten Sie sich vor der Anlage des Hanggartens erkundigen, ob Sie eine Baugenehmigung einholen müssen.

Die Stabilisierung der Hanglage

Liegt das Gefälle der Böschung unter sieben Grad, genügt es, den Hang durch die Bepflanzung mit tiefwurzelnden Gewächsen wie Sommerflieder oder Ginster zu sichern.

Bei größeren Höhenunterschieden benötigen Sie ein fachmännisches Betonfundament, da die Gartenmauer einen enormen Druck abfangen muss. Häufig ist eine sogenannte Schwergewichtsmauer notwendig, die von einem Experten angelegt werden sollte.

Auch bei starken Regenfällen mit viel Sickerwasser muss diese Gartenmauer stabil bleiben. Das macht die Hinterfüllung mit Schotter und, abhängig von der Bodenbeschaffenheit, eine gute Dränage erforderlich. Lassen Sie sich deshalb unbedingt von einem Fachmann beratend unter die Arme greifen.

Pflanzringe zur Hangbefestigung

Pflanzsteine sind oben und unten offene, aus Beton gegossene Steine, die zur Hangbefestigung über eine Einbuchtung verfügen. Diese Variante der Gartenmauer kämpft ein wenig gegen das angestaubte Image. Es ist jedoch so, dass sich kleinere Böschungen mit dieser in Eigenregie errichteten Gartenmauer unkompliziert stabilisieren lassen.

Vorgehensweise:

Nachdem das Fundament angelegt wurde, werden die Steine von Reihe zu Reihe leicht nach hinten versetzt gestapelt. Dadurch erhalten sie die erforderliche Stabilität. Der vordere Teil der Steine bleibt offen, wird mit Erde befüllt. Anschließend wird die Mauer mit Polsterstauden oder Kräutern bepflanzt.

Tipps

Müssen Sie nur eine kleine Böschung sichern, bietet sich eine Natursteinmauer an. Diese unterstreicht nicht nur das natürliche Flair des Gartens, sie ist gleichzeitig Lebensraum für viele Nützlinge wie Hummeln, Wildbienen und Eidechsen.

Text: Michaela Kaiser

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