Eine Gartenmauer kleben statt mörteln – so geht’s

Die Baustoffindustrie hat in den letzten Jahren spezielle Klebstoffe entwickelt, mit denen sich Mauersteine nahezu ohne sichtbare Fuge verbinden lassen. Durch die moderne Konstruktionsweise können selbst Laien dauerhafte und solide Gartenmauern errichten. Auch für diese stellt das Fundament, das zusätzlich mit einer Dampfsperre abgedichtet wird, die Basis dar.

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Gartenmauern können anstelle von Mörtel auch mit Kleber oder ganz ohne Kleber verlegt werden

Fundament errichten

  • Markieren Sie zunächst den Verlauf der Mauer mit Stöcken und spannen Sie mit einer Richtschnur (7,00€ bei Amazon*) ab.
  • Grasnarbe entfernen und einen Graben von 80 Zentimeter Tiefe in Mauerbreite ausheben.
  • Bei sandigen Böden eine Schalung aus Brettern einsetzen.
  • Untergrund mit einem Stampffuß sorgfältig verdichten.
  • Etwa 40 Zentimeter Schotter schichtweise in die Grube einbringen und immer wieder komprimieren.
  • Beton erdfeucht anmischen und die Grube verfüllen.
  • Fundament der Gartenmauer mit dem Stampffuß verdichten und mit einem Kantholz unter Zuhilfenahme einer großen Wasserwaage glattstreichen.

Halten Sie die Abbindezeit des Materials, in der Regel sind dies 48 Stunden, unbedingt ein. Anschließend wird die Ausschalung entfernt. Abschließend wird eine Lage Bitumenpappe als zusätzliche Feuchtigkeitssperre aufgeflämmt.

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Das Mauern

Die erste Steinreihe muss auch bei einer geklebten Mauer in ein Mörtelbett gesetzt werden. Mischen Sie hierzu ausreichend Mörtel an, tragen Sie eine etwa drei Zentimeter dicke Schicht auf und setzen Sie die Steine.

Klopfen Sie diese mit einem Gummihammer fest. Die Mauersteine müssen höhengleich und in einer Flucht liegen. Im Anschluss sollte das Material 24 Stunden abbinden.

Weiter geht es folgendermaßen:

  • Tragen Sie den Spezialkleber nach Herstellerangaben auf.
  • Geben Sie auf den Stein etwas Kleber, setzen Sie die Kleberschichten aufeinander und drücken Sie den Mauerstein leicht an.
  • Versetzen Sie die einzelnen Steinreihen um ¾ oder hälftig. Für die genaue Ausrichtung wird eine Richtschnur gespannt.

Abschließend werden die Abschlusssteine auf der Mauerkrone verklebt. Die Zwischenräume der Abdeckplatten müssen verfugt werden, damit auch hier keine Feuchtigkeit eindringt.

Tipps

Je nach Bundesland gibt es andere Vorschriften, wie hoch eine frei stehende Gartenmauer sein darf. Informationen hierzu erhalten Sie bei der zuständigen Behörde. Häufig sind die Regelungen zusätzlich online im Bebauungsplan der Gemeinde abrufbar.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Floydine/Shutterstock
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