Eine Gartenmauer abdichten: So müssen Sie vorgehen

Ursache für eine feuchte Gartenmauer ist häufig eine defekte oder fehlende Abdichtung. Durch die dauerhafte Feuchtigkeit wird die Bausubstanz nachhaltig geschädigt, der Putz blättert ab und die Mauer kann instabil werden. Welche Möglichkeiten Sie haben, den Boden und die Mauerkrone hiervor zu schützen, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Gartenmauern sollten zum Erdreich hin abgedichtet werden

Gartenmauer bereits vor dem Bau richtig abdichten

Bei einer Gartenmauer sollten sowohl das Fundament als auch die Mauerkrone vor in eindringendem Wasser geschützt werden:

  • Legen Sie deshalb unterhalb der ersten Steinreihe Dichtungsmaterial ein. Dieses verhindert, dass Wasser aus dem Erdboden in die Mauer aufsteigen kann.
  • Entsprechend DIN 1053 sorgt ein waagerechter, leicht geneigter Mauerabschluss über der Mauerkrone dafür, dass Regen und Schmelzwasser gut ablaufen und nicht von oben in das Mauerwerk drücken können.

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Fundament abdichten

Errichten Sie für die Mauer stets ein Fundament, damit diese nicht auf dem gewachsenen Boden steht. Andernfalls könnte die Feuchtigkeit aus dem Erdreich von unten ins Mauerwerk aufsteigen und kapillar nach oben ziehen.

Auf dem Fundament wird zusätzlich eine horizontale Abdichtung nach unten, beispielsweise in Form einer Bitumenbahn oder Spezialfolie, aufgebracht.

Mauerkrone fachgerecht abdecken

Verputzen bieten hier keinen Schutz vor eindringendem Wasser. Deshalb muss die Mauerkrone mit einem geeigneten Material abgedeckt werden.

  • Zinkblech ist die einfachste Lösung. Bei Mauern, welche eine gewisse Länge überschreiten, müssen die Bleche allerdings weichgelötet und somit stabil miteinander verbunden werden.
  • Betonformteile oder Ortbeton in einer ausreichender Dicke eigenen sich gut als Abdeckung. Achten Sie darauf, dass die Einzelteile die Gartenmauer weit genug überragen und so viel Neigung aufweisen, dass das Wasser abläuft.
  • Granit ist relativ teuer, gibt der Mauer jedoch einen sehr edlen Anstrich. Beim Aufbringen muss eine gute Abdichtung mit Dichtschlämmen erfolgen. Möchten Sie eine Natursteinmauer mit einem Granitabschluss versehen, sollte die Abdeckung mit Natursteinmörtel auf der Krone verlegt und elastisch verfugt werden. Da diese Mauern „arbeiten“ ist so dafür gesorgt, dass die Mauerkrone solide auf dem kleinen Bauwerk liegt.

Tipps

Entscheiden Sie sich für Bitumenpappe, um die Mauer gegen aufsteigende Feuchtigkeit abzudichten, muss diese zwingend geflämmt werden. Hierfür benötigen Sie Bitumendampfsperrbahnen und Bitumengrundierung sowie einen Flämmer, den Sie in vielen Baumärkten leihen können.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Simone Hogan/Shutterstock
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