Gartenmauer

Trockenmauer im Garten: Stabil, ökologisch und ohne Mörtel

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Trockenmauern stellen nicht nur optische eine Bereicherung für jeden Garten dar. Auch ökologisch sind sie wertvoll, denn zahlreiche Tiere finden hier einen artgerechten Lebensraum. Die aufeinander liegenden Steine werden nicht mit Mörtel verfüllt, sodass Sie die Fugen bepflanzen können. Mit unserer detaillierten Anleitung gelingt der Bau dieser speziellen Gartenmauer spielend einfach.

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Eine Trockenmauer ist eine schöne Variante für den Garten
AUF EINEN BLICK
Wie baut man eine Gartenmauer ohne Mörtel?
Eine Gartenmauer ohne Mörtel, auch Trockenmauer genannt, besteht aus aufeinander geschichteten Natursteinen ohne Mörtelverbindung. Die Mauer bietet Stabilität und einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Zum Bau benötigen Sie Natursteine verschiedener Größen, ein Schotter-Mineral-Gemisch als Fundament und nährstoffarme Erde zum Bepflanzen der Fugen.

Das Fundament

Für die Trockenmauer sollten Sie ein Fundament anlegen, das für Stabilität sorgt. Heben Sie einen vierzig Zentimeter tiefen Graben aus und verfüllen Sie diesen mit einem Schotter-Mineral-Gemisch. Gründlich verdichten und die entstehende Lücke mit Bausand auffüllen.

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Das Aufschichten der Mauer

Hierfür benötigen Sie eine Vielzahl von Natursteinen unterschiedlicher Größe. Sie können gesammelte Steine verwenden oder Material im Baumarkt oder einer Kiesgrube erwerben.

Gut geeignet sind:

Dies Natursteine sollten nach Möglichkeit nicht behauen sein und eine unregelmäßige Form besitzen. Dadurch lassen sie sich gut ineinander schichten und die Gartenmauer erhält das gewünscht rustikale Aussehen.

Weiter geht es folgendermaßen:

  • Bei geraden Mauern spannen Sie zur Orientierung eine Richtschnur.
  • Sortieren Sie die Steine nach Größe.
  • Die tragende Rolle spielen große Steine, welche Sie als erste Reihe auslegen. Diese werden für bessere Stabilität ein wenig in den Bausand gedrückt.
  • Legen Sie große Steine mit etwas Abstand auf und achten Sie darauf, dass sich diese stabil verkanten.
  • Die Zwischenräume verfüllen Sie mit kleineren Steinen, die sich ebenfalls gut verkanten müssen.
  • Überprüfen Sie immer wieder die Standfestigkeit der Trockenmauer. Es darf nichts wackeln oder instabil wirken.

Die Natursteinmauer bepflanzen

Die fertige Mauer muss nicht kahl bleiben. Im Gegenteil: Eine Begrünung mit tief wurzelnden Pflanzen sichert das mörtelfreie Mauerwerk.

Auf die besonderen Lebensbedingungen der Mauer spezialisierte Gewächse wie:

  • Mauerpfeffer,
  • Seifenkraut,
  • Polsterglockenblume,
  • Schleifenkraut,
  • Hauswurz

gedeihen gut in nährstoffarmer Erde, die Sie in die Fugen der Trockenmauer geben. Es reicht, wenn die Ritze etwa zwei Finger breit ist.

Da die im Handel erhältlichen Pflanzen (5,00€ bei Amazon*) meist zu groß für diese Spalten sind, werden sie geteilt und in waagerechter Position auf die Substratschicht gelegt. Füllen Sie anschließend noch etwas Erde ein und gießen Sie an.

Tipp

Trockenmauern von bis zu einem Meter Höhe können Sie selbst errichten. Soll die Mauer jedoch höher werden oder grenzt an einen Gehweg, sollten Sie beim Bau besser einen Fachmann hinzuziehen.

Bilder: Helmut Lechner / Shutterstock