Gartenmauer aus Naturstein – Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Niedrige Sitzmäuerchen und Abgrenzungen zur Terrasse hin lassen sich relativ einfach selber bauen. Schwieriger wird dies bei frei stehenden Mauern, die höher als 120 Zentimeter werden. Hier sollten Sie sich überlegen, aus Sicherheitsgründen lieber einen Fachmann ans Werk gehen zu lassen – statische Berechnungen in dieser Größenordnung erfordern tiefe Fachkenntnisse.

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Eine Natursteinmauer kann verfugt werden oder auch nicht

Mauern aus Naturstein haben besonderen Reiz

Mauern aus Naturstein haben einen ganz besonderen Reiz. Für frei stehende Mauern bieten sich regelmäßig behauene oder geschnittene Steine an, da sie sich gut aufeinander schichten lassen. Unterschiedliche Möglichkeiten des Mauerns sind gebräuchlich. So bieten sich hier das Quadermauerwerk , wie es aus der Antike bekannt ist, das Wechselmauerwerk oder das Schichtenmauerwerk besonders an. Für diese Art des Mauerns sind ein gutes gestalterisches Auge sowie ein gutes handwerkliches Geschick nötig, denn Natursteine müssen häufig noch nachkorrigiert und in die richtige Form gebracht werden.

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Gemauerte Naturstein-Mauern

Natursteinmäuerchen haben oft eine schützende Abdeckung, die mit Hilfe großer Platten oder Steine gewährleistet wird. Die einzelnen Schichten der frei stehenden Mauern müssen mit Mörtel miteinander verbunden werden, wobei zu beachten ist, dass manche Gesteinsarten kalkhaltige Mörtel nicht vertragen. Das Verfugen erfolgt ebenfalls mit Mörtel und einem Fugeneisen, überschüssiges Fugenmaterial ist sorgfältig nass abzuwischen. Achten Sie auch darauf, dass die Fugen nicht zu breit angelegt werden. Das sieht nicht schön aus und vermindert zudem die Stabilität der Mauer.

Kommen ohne Mörtel aus: Trockenmauern

Für Trockenmauern eignen sich alle Arten von Naturstein. Bestenfalls erkundigen Sie sich, welche Gesteinsarten in Ihrer Region natürlich vorkommen und verwenden diese dann auch in Ihrem Garten.. So kann etwa der poröse Tuffstein, der feine Sandstein, aber auch Porphyr, Granit und vieles andere verbaut werden. Allen gemein sind der Aufbau und der Zweck, so vielen Pflanzen und Tieren wie möglich einen Unterschlupf zu bieten.

Worauf Sie beim Bau einer Trockenmauer achten sollten

Trockenmauern lehnen sich am besten an einen Hang an, denn sie benötigen Erdanschluss, um Pflanzen genügend Nahrung und Wurzelraum zu bieten. Dabei sollte die Höhe der Mauer aus Sicherheitsgründen 120 Zentimeter nicht überschreiten – immerhin wird ohne Mörtel oder ein anderes verfugendes Material gearbeitet – und eine Mindestdicke von 40 Zentimetern besitzen. Ebenfalls wichtig ist, dass auch diese Mauer ein wasserdurchlässiges, etwa 20 Zentimeter starkes Fundament aus Kies oder Schotter erhält.

Trockenmauern bauen

Schicht für Schicht werden nun, leicht nach hinten geneigt, die Steine aufeinander gelegt. Dabei sollten sie ohne zu wackeln ineinander greifen. Vermeiden Sie unbedingt Kreuzfugen und planen Sie an manchen Stellen eine etwas breitere, senkrechte Fuge ein. Hier lässt sich Erde einfüllen und die Fuge mit Steingartenpflanzen o. ä. bepflanzen. Stabilität erhalten Sie, indem Sie in regelmäßigen Abständen Steine so einbauen, dass ihre lange Seite nach hinten zeigt. Verfüllen Sie zuletzt den Spalt zwischen Mauer und Erde mit etwas Schotter, den Sie gut feststampfen.

Tipps

Ein Hochbeet aus Trockenmauern kann nach allen vier Himmelsrichtungen zeigen. Von der stark besonnten, warmen Süd- bis zur schattigen Nordseite ergeben sich dann auf kleinstem Raum sehr unterschiedliche Pflanzfelder.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Manfred Ruckszio/Shutterstock
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