Hilfe, der Flieder vertrocknet! Was tun?

Selbst der robuste und pflegeleichte Flieder kann von Zeit zu Zeit von gesundheitlichen Problemen geplagt werden. Wirkt der Strauch beispielsweise vertrocknet, sollten Sie jedoch nicht gleich zur Gießkanne greifen. Nehmen Sie sich stattdessen die Zeit, die konkrete Ursache zu erforschen. Nur dann können Sie Ihrem kränkelnden Flieder gezielt helfen.

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Sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser hat schlimme Auswirkungen auf den Flieder

Was den Flieder vertrocknen lässt – Die häufigsten Ursachen

An dieser Stelle haben wir für Sie die häufigsten Ursachen, die zum Vertrocknen des Flieders führen und mögliche Behandlungsmethoden zusammengetragen. In vielen Fällen liegt eine Schädigung oder Beeinträchtigung der Wurzeln und damit eine mangelnde Versorgung der oberirdischen Pflanzenteile mit Wasser und Nährstoffen zugrunde. Aber auch die Leitungsbahnen selbst können betroffen sein, so dass die Wurzeln nicht mehr alle Triebe erreichen. In der Folge sterben diese ab. Das ist beispielsweise häufig nach dem Umsetzen eines älteren Flieders der Fall, wenn ein großer Teil des Wurzelwerks gekappt und zugleich kein Rückschnitt vorgenommen wurde – weniger Wurzeln versorgen weniger oberirdische Pflanzenteile, weshalb einige andere dann schlicht vertrocknen.

Wassermangel

Insbesondere wenn es heiß und trocken ist, kann der Flieder gerade in sandigen Böden schnell Durst erleiden. Ein erstes Anzeichen für Wassermangel sind die Blätter, die zunächst schlaff herunterhängen und später vertrocknen und abfallen. Dagegen hilft nur gründliches Wässern.

Staunässe

So paradox es zunächst klingt: Auch zu viel Feuchtigkeit kann ein Vertrocknen des Fliederbusches zur Folge haben. Hier entsteht der Wassermangel jedoch deswegen, weil die ständig in der Feuchtigkeit stehenden Wurzeln bedingt durch Pilze und Bakterien faulen und deshalb den Flieder nicht mehr versorgen können. Manchmal retten Sie die Pflanze noch durch einen beherzten Rückschnitt und ein Umsetzen in trockeneren Boden.

Bodenschädlinge

Wühlmäuse und Engerlinge – das sind die Larven des Maikäfers – fressen mit Vorliebe die Wurzeln des Flieders ab. Infolgedessen kann dieser nicht mehr versorgt werden und stirbt ab.

Krankheiten

Einige Krankheitserreger können eine Welke verursachen, die zunächst einzelne Triebe und später die ganze Pflanze absterben lässt. Dazu gehören beispielsweise Verticillium-Pilze oder die durch das Bakterium Pseudomonas syringae verursachte Fliederseuche. In allen Fällen hilft nur ein starker Rückschnitt bis ins gesunde Holz.

Tipps

Zwar braucht der Flieder einen möglichst sonnigen Standort, kann aber an sehr exponierten Plätzen und bei großer Hitze durchaus „verbrennen“. Dies erkennen Sie zunächst an braunen Blattflecken, bis schließlich Blätter und Triebe verdorren. Achten Sie beim Pflanzen daher auf einen luftigen, ruhig sogar windigen Standort.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Volodymyr Nikitenko/Shutterstock

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