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Walnussbaum unterpflanzen: Die besten Pflanzen & Tipps

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Walnussbäume stellen durch den Stoff Juglon besondere Anforderungen an ihre Unterpflanzung. Dieser Artikel präsentiert geeignete Pflanzen und gibt Tipps für die erfolgreiche Kultivierung.

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Auch ein Walnussbaum profitiert von einer Unterpflanzung

Die besondere Herausforderung beim Unterpflanzen von Walnussbäumen

Walnussbäume sondern über ihre Blätter und Wurzeln den Stoff Juglon ab, der das Wachstum anderer Pflanzen hemmt. Juglon wird durch Regen ausgewaschen und gelangt in den Boden, wo es die Keimung von Samen und das Wurzelwachstum behindert. Besonders stark wirkt Juglon bei feuchtwarmer Witterung. Zudem spenden die Bäume aufgrund ihres großen Kronendurchmessers viel Schatten, wodurch schattenliebende Pflanzen besonders gefordert sind.

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Geeignete Pflanzen für die Unterpflanzung

Trotz dieser Herausforderungen gibt es eine Vielzahl von Pflanzen, die unempfindlich gegenüber Juglon und schattige Standorte sind. Die folgenden Pflanzenarten eignen sich besonders gut:

  • Buschwindröschen: Blühen im Frühjahr, bevor der Walnussbaum sein Laub entfaltet und für Schatten sorgt.
  • Bergenie: Salzverträgliche Pflanze, die schattige Plätze bevorzugt.
  • Farne: Besonders robuste Arten wie Straußenfarn oder Wurmfarn gedeihen gut, da für sie genügend Feuchtigkeit im Boden übrig bleibt.
  • Funkien: Diese Pflanzen mögen schattige Standorte. Es ist ratsam, sie in Töpfen zu pflanzen, um ihnen eine bessere Chance gegen die Hemmstoffe im Boden zu geben.
  • Immergrün: Robuste, bodendeckende Pflanze, die Juglon gut verträgt.
  • Efeu: Ein widerstandsfähiger und robuster Bodendecker, der gut mit Juglon zurechtkommt.
  • Storchschnabel: Besonders der Balkan-Storchschnabel, der gut unter den trockenen Bedingungen des Walnussbaums gedeiht.

Zusätzliche geeignete Pflanzen

Neben den oben genannten Pflanzen gibt es weitere empfehlenswerte Arten:

  • Johannisbeeren: Diese Sträucher sind robust und tolerieren Juglon-Ausscheidungen.
  • Aronia: Widerstandsfähig gegen Juglon und anpassungsfähig an die Bedingungen unter dem Walnussbaum.
  • Hasel: Gedeiht unter den speziellen Bedingungen eines Walnussbaums.
  • Blutende Herzen: Stauden, die jedes Jahr zuverlässig austreiben und mit schattigen Verhältnissen zurechtkommen.
  • Pfingstrosen: Bekannt für ihre Robustheit und Unempfindlichkeit gegenüber Juglon.
  • Giersch: Verträgt Juglon gut und wächst oft in der Nähe von Walnussbäumen.

Tipps für die Unterpflanzung

Die Unterpflanzung eines Walnussbaums erfordert besondere Maßnahmen, um erfolgreich zu sein:

  • Bodenverbesserung: Der oft trockene und nährstoffarme Boden unter einem Walnussbaum sollte vor dem Pflanzen aufgelockert und mit Kompost oder Pflanzenerde angereichert werden.
  • Mulchen: Eine Mulchschicht aus Rindenmulch oder Laub hilft, den Boden feucht zu halten und das Wachstum von Unkraut zu unterdrücken. Eine etwa 5 cm dicke Schicht wird empfohlen.
  • Gießen: Besonders in Trockenperioden ist es wichtig, die Pflanzen regelmäßig und großzügig zu gießen.
  • Düngen: Da Walnussbäume viele Nährstoffe aus dem Boden ziehen, ist es ratsam, die Unterpflanzung regelmäßig mit Kompost oder einem geeigneten Dünger zu versorgen.
  • Standortwahl: Wählen Sie Pflanzen, die für halbschattige bis schattige Standorte geeignet sind und mit den speziellen Bedingungen unter einem Walnussbaum zurechtkommen.

Mit diesen Tipps und geeigneten Pflanzen können Sie erfolgreich unter einem Walnussbaum pflanzen und so eine schöne und vielfältige Gartenlandschaft schaffen.

Bilder: An-T / stock.adobe.com