So gestalten Sie einen Steingarten – Tipps und Ideen

Es gibt unzählige Möglichkeiten, einen Steingarten zu gestalten und anzulegen. Bevor Sie sich jedoch an die konkrete Planung machen, sollten Sie sich zunächst Gedanken nicht nur über den gewünschten Stil, sondern auch über die örtlich vorhandenen Bedingungen sowie über den angedachten Pflegeaufwand machen. Schließlich lassen sich nicht alle Pflanzen an jeden Standort setzen - manche bevorzugen einen trockenen und sonnigen Platz, andere einen eher feuchten oder sogar einen schattigen - und überdies spielt der spätere Zeitaufwand bei der Pflege ebenfalls eine Rolle bei der Gestaltung.

Steingarten dekorieren
Bunte Blumen bringen Farben in den Steingarten
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Wie soll der Steingarten aussehen?

Die Auswahl der Pflanzen sowie die konkrete Gestaltung des Steingartens entscheiden über den Pflegeaufwand. Haben Sie nur wenig Zeit bzw. wollen nicht allzu viel Aufwand betreiben, beschränken Sie sich besser auf einen kleineren “Berg”, eventuell mit der Option auf eine spätere Erweiterung. Die Pflege einer größeren Steinanlage kann nämlich sehr zeitaufwändig werden. Auch die Auswahl der Pflanzen bestimmt über den Pflegeaufwand, denn robuste und schnell wachsende Polsterpflanzen benötigen weniger Pflege als kompliziertere, zwergige Arten.

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Der natürliche Steingarten

Der beste Ideengeber für Ihr “Gartengebirge” ist die Natur selbst. Natürliche Felslandschaften lassen sich mit der entsprechenden Planung auch im Garten nachbilden, wozu Sie unterschiedliche Steinsorten in verschiedenen Größen benötigen. Mit unterschiedlichen Gesteinsarten schaffen Sie dabei vielen Gebirgspflanzen die passenden Lebensräume, denn nicht jede Pflanze gedeiht auf jedem Stein. So gibt es eine ganze Reihe kalkfliehender Gewächse, die auf Kalkgestein wie Muschelkalk, Dolomit oder Tuff über kurz oder lang eingehen würden sowie Pflanzen, die für ein gesundes Wachstum unbedingt Kalk benötigen und daher auf Silikatgesteinen wie Granit oder Schiefer keinen idealen Lebensraum finden. Doch nicht nur die Wahl der Gesteinsart, sondern auch die gefällige Verteilung unterschiedlicher Steingrößen vom Felsblock über Schotter bis hin zu feinem Splitt (12,80€ bei Amazon*) verleiht der Anlage einen natürlichen Eindruck.

Varianten des natürlichen Steingartens

Für naturgetreu gestaltete Steingärten gibt es zahlreiche Varianten. Besonders hübsch anzusehen ist beispielsweise die Kombination aus Wasser – beispielsweise in Form eines Bachlaufs und / oder kleinen Teiches – und Stein oder ein Steingarten an einem Hang oder einer Böschung. Derartige Gegebenheiten lassen sich auch künstlich als sogenannte Senkgärten mit Hilfe von Trockenmauern schaffen. Eine Sonderform des naturgetreu gestalteten Steingartens ist außerdem der faszinierende Japanische Garten.

Mini-Steingarten für Balkon oder Terrasse

Für einen naturgetreuen Steingarten brauchen Sie nicht unbedingt einen großen Garten, denn in passenden Pflanzgefäßen lässt sich so eine Mini-Gebirgslandschaft auch auf dem Balkon oder der Terrasse realisieren. Geeignete Gefäße sind beispielsweise

  • (ausgediente) Futtertröge aus Stein
  • frostsichere Schalen und Untersetzer aus Ton
  • Holzkästen und -fässer
  • herkömmliche (frostsichere!) Balkonkästen
  • (selbst hergestellte) Gefäße aus Sandstein oder Zement u. a.

Achten Sie bei diesen Mini-Steingärten vor allem auf einen guten Wasserabzug, denn Staunässe und zu viel Feuchtigkeit führen schnell zum Absterben der Pflanzen.

Tipps

Sollten Sie ein Haus oder ein Nebengebäude mit einem gut erreichbaren Flachdach besitzen, dann ist sogar dort die Anlage eines Steingartens möglich. Vorher sollten Sie allerdings unbedingt die Belastbarkeit der Konstruktion abklären. Immerhin kommt mit den Steinen ein hohes Gewicht aufs Dach.

Text: Ines Jachomowski

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