Rittersporn im Garten und im Kübel richtig pflegen

Rittersporn (lateinisch Delphinium) ist eine sehr beliebte Gartenstaude, die mit ihren traubigen oder rispigen Blütenständen den Blick des Betrachters einfangen. Je nach Art und Sorte erreichen die blühenden Pflanzen eine Wuchshöhe zwischen 70 bis 180 Zentimeter sowie eine Breite von 30 bis 60 Zentimeter. Die meisten bewährten Gartenrittersporne erreichen eine durchschnittliche Wuchshöhe zwischen 120 und 150 Zentimetern. Mit der richtigen Pflege blüht die Staude den ganzen Sommer hindurch.

Rittersporn Pflegetipps
Der Rittersporn ist eine recht pflegeleichte, schöne Staude für Ihren Garten
Früher Artikel Rittersporn bestenfalls zwei Mal pro Jahr schneiden

Muss ich Rittersporn regelmäßig gießen?

Während der Wachstumsperiode sollten Sie insbesondere an heißen Tagen sowie in Trockenperioden regelmäßig gießen.

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Wie oft sollte Rittersporn mit Dünger versorgt werden?

Versorgen Sie Ihren Rittersporn etwa alle zwei bis drei Wochen mit einem Flüssigdünger für Blühpflanzen. Diese Maßnahme ist allerdings nur notwendig, wenn Ihr Gartenboden wenig nährstoffreich ist. Haben Sie dagegen sehr dunkle, humusreiche Gartenerde, so sollte eine Düngung mit Kompost, Humus etc. zu Beginn der Saison sowie eine weitere nach dem Sommerschnitt genügen.

Sollten die Blütentriebe des Rittersporns gestützt werden?

Wenn sich die Blütentriebe bilden, müssen Sie sie mit Bambusrohren oder anderen Stäben stützen. Nur zwergwüchsige Sorten kommen ohne Stütze aus.

Wie wird Rittersporn am besten geschnitten?

Junge Stauden dünnen Sie am besten auf zwei bis drei Blütentriebe aus, damit sich die Pflanzen durch eine überreiche Blüte nicht verausgaben. Bei älteren, etablierten Pflanzen können Sie dagegen fünf bis sieben Blütentriebe belassen. Ansonsten wird der Rittersporn nach der zweiten Blüte im Herbst bis knapp über dem Boden zurückgeschnitten.

Kann ich den Rittersporn zu einer zweiten Blüte anregen?

Ja, denn sofort nach der Blüte kräftig zurückgeschnittene Pflanzen entwickeln im September / Oktober oft einen zweiten Flor. Schneiden Sie zu diesem Zweck die abgeblühten Blütentriebe bis kurz über dem Boden ab.

Auf welche Weise erfolgt die Vermehrung von Rittersporn?

Wie Rittersporn am besten vermehrt wird, ist sortenabhängig. Grundsätzlich ist eine Vermehrung durch Aussaat im Frühjahr (Achtung, Rittersporn ist ein Kaltkeimer!) sowie durch Teilung im zeitigen Frühjahr oder Herbst und durch halb verholzte Stecklinge möglich.

Ist Rittersporn gegenüber bestimmten Schädlingen oder Krankheiten besonders anfällig?

Rittersporn ist anfällig für Schneckenfraß (insbesondere der Austrieb muss vor Schnecken geschützt werden!), Echten Mehltau, Spinnmilben, Minierfliegen und Rostpilze. Gelegentlich tritt der Rittersporn-Mosaikvirus auf. In der Regel bereiten jedoch gefräßige Schnecken und Mehltau am häufigsten Probleme.

Kann man Rittersporn auch im Kübel kultivieren?

Bei ausreichender Nährstoffversorgung (d.h. Langzeitdünger und regelmäßige Gaben von Flüssigdüngern) gedeiht Rittersporn auch im Kübel. Eine Kübelkultur ist insbesondere dann sinnvoll, wenn der Boden im Garten ungeeignet ist oder Schnecken ein großes Problem darstellen.

Darf ich ausgepflanzten Rittersporn umpflanzen?

Ja, ein Umpflanzen auch älterer Exemplare ist problemlos möglich. Sollte eine solche Maßnahme notwendig sein, so können Sie bei der Gelegenheit auch gleich eine Teilung vornehmen.

Ist Rittersporn winterhart?

Im Garten ausgepflanzter Rittersporn ist absolut winterhart.

Wie wird Rittersporn überwintert?

Zum Überwintern mehrjähriger Rittersporne sind keine besonderen Schutzmaßnahmen zu treffen. Lediglich bei ein- bis zweijährigen Sorten sollten Sie die verblühten Blütenstände stehenlassen, damit die Pflanzen sich selbst aussäen können.

Tipps & Tricks

Vor Schnecken schützen nicht nur Schneckenkorn (17,88€ bei Amazon*) und andere chemische Helfer, sondern auch rund um die Pflanze dick gestreute Sägespäne. Auch trockenen Mulch (185,11€ bei Amazon*) aus zerbröseltem Schachtelhalm überwinden Schnecken nur ungern. Das siliziumhaltige Kraut beugt gleichzeitig Pilzkrankheiten (z. B. Mehltau) vor.

Text: Ines Jachomowski

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