Wie Sie Rasensamen richtig ausbringen

Das Verlegen von Rollrasen ist die bequemere und schnellere Methode, doch beim Aussäen sparen Sie einige Kosten. Damit sich die zusätzlichen Mühen auszahlen, sollten Sie den richtigen Zeitpunkt abwarten und den Boden gut vorbereiten.

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Rasen kann jederzeit gesät werden, sofern es warm genug ist

Zeitpunkt

Rasensamen lassen sich ganzjährig aussäen. Allerdings benötigen Sie eine Mindesttemperatur von zehn Grad für eine erfolgreiche Keimung. Der ideale Zeitraum mit optimalen Bodenbedingungen erstreckt sich von April bis Mai. Im Juni steigt das Thermometer bereits in den ungünstigen Bereich, sodass der Wasserbedarf der Keimlinge nicht außer Acht gelassen werden darf. Stellen Sie im Sommer eine gleichmäßige Bewässerung sicher, dann laufen die Samen problemlos auch in dieser Zeit auf. Von August bis September stellen sich wieder günstigere Verhältnisse zwischen Niederschlag und Temperatur ein.

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Vorbereitungen

Lockern Sie die Fläche gründlich auf und beseitigen Sie Wurzelunkräuter. Die Arbeiten lassen sich mit Hacke oder elektrischen Helfern durchführen. Sammeln Sie größere Steine aus dem Substrat und verbessern Sie tonige und lehmige Böden mit Bausand. Bei zehn Meter Fläche können Sie mit einem Kubikmeter Sand rechnen. Ziehen Sie die Erde mit einem breiten Holzrechen glatt, um einen ebenen Untergrund herzustellen. Mit einer Handwalze wird der Boden leicht verdichtet.

Aussaat

Nachdem die Bodenvorbereitungen abgeschlossen sind, geben Sie der zukünftigen Rasenfläche etwas Ruhe. Lassen Sie das Substrat für eine Woche absacken. Wählen Sie einen bedeckten und windstillen Tag, damit die Grassamen beim Ausstreuen weder vom Wind verweht noch durch die Sonne ausgetrocknet werden.

Vorgehensweise:

  • Samen mit Sand in einen Eimer geben und gut mischen
  • Mischung breitwürfig mit der Hand ausstreuen
  • Streuwagen sorgen für eine gleichmäßige Verteilung
  • Saatgut mit der Harke in Längs- und Querlinien einarbeiten
  • Aussaatfläche erneut walzen

Besonderheiten

Bei stark lehmigen und schweren Böden ist es sinnvoll, im Anschluss eine dünne Schicht Rasenerde aufzubringen. Eine feine Blumenerde dient als alternative Abdeckung, damit der Untergrund nicht austrocknet und verkrustet. Ein Anwalzen ist nicht mehr notwendig. Achten Sie auf eine regelmäßige Bewässerung, die bei trockener Witterung vier Mal pro Tag für etwa zehn Minuten stattfindet. Nach sieben bis 21 Tagen sind die Grassamen aufgegangen. Nachsaaten sind jederzeit möglich, um Lücken zu füllen.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Eag1eEyes/Shutterstock

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