Orchideen umstellen auf Hydrokultur – Wie geht das?

Die perfekte Regulierung der Wasserversorgung stellt in der Pflege von Orchideen eine Herausforderung dar. Indem Sie Ihre Blütendiva umstellen auf Hydrokultur, gehen Sie dem Problem von Staunässe und Wurzelfäulnis elegant aus dem Weg. Wie das geht, erklären wir Ihnen gerne.

Orchideen im Wasser
Orchideen lassen sich auch im Wasser halten

Material und Vorbereitungsarbeiten

Um eine Orchidee erfolgreich auf Hydrokultur umzustellen, notieren Sie auf dem Einkaufszettel bitte die folgenden Materialien und Zubehörteile:

  • Blähton mit 8 mm bis maximal 16 mm Körnung
  • Wasserstandsanzeiger
  • Transparenter Hydrokultur-Topf mit mindestens 11 cm Durchmesser und 15 cm Höhe
  • Mantelgefäß für Hydrokultur-Pflanzen
  • Nährlösung, wie Lewatit HD 50

Den Blähton spülen Sie bitte mehrmals durch, bis sich das Wasser nicht mehr braun färbt. Anschließend weichen Sie die Tonkügelchen für 24 Stunden ein, denn im trockenen Zustand würden sie den Wurzeln die Feuchtigkeit entziehen.

Orchidee umgewöhnen auf Hydrokultur – So geht es

Wählen Sie bitte einen Termin zwischen Mitte Januar und Anfang Mai, wenn Orchideen ihre frischen Wurzeln sprießen lassen. Topfen Sie die Pflanze aus. Mit warmem Wasser spülen Sie die alte Orchideenerde vollständig ab. Faule und kranke Luftwurzeln schneiden Sie ab und bestäuben die Schnittwunden mit Zimt. So verfahren Sie weiter:

  • Auf dem Topfboden den getränkten Blähton bis auf 3 cm Höhe einfüllen
  • Jetzt den Wasserstandsanzeiger anbringen
  • Die substratfreie Orchidee so eindrehen, dass sich der Wurzelhals einen Fingerbreit unter dem Topfrand befindet
  • Das restliche Hydrokultursubstrat einfüllen

Da die bestehenden Wurzeln noch gewöhnt sind an herkömmliche Orchideenerde, dürfen Sie nicht unter Wasser gesetzt werden. Erst im weiteren Verlauf bringt die Pflanze Wasserwurzeln hervor, die ins Wasser hineinwachsen. Im Verlauf dieser Übergangsphase füllen Sie das Wasser lediglich 2-3 cm hoch ein. Aufgrund der Kapillarkraft steigt die Feuchtigkeit in die oberen Substratebenen auf. Der Wasserstandsanzeiger signalisiert, wann nachzugießen ist.

Nährlösung gibt Orchideen Kraft

Da die Orchideen jetzt in anorganischem Material leben, sind sie besonders angewiesen auf regelmäßiges Düngen. Eine spezielle Nährlösung deckt den Bedarf ab. Für eine kleine Orchidee genügt bereits 1 Teelöffel, den Sie alle 2 bis 3 Monate dem Wasser hinzufügen.

Tipps

Von zerbrochenen Blähtonkugeln geht für die empfindlichen Luftwurzeln eine Gefahr aus. Die Kanten des anorganischen Materials sind so scharf, dass sie in die Wurzelstränge schneiden. Sortieren Sie daher bitte alle beschädigten Kügelchen aus, bevor Sie eine Orchidee in Hydrokultursubstrat einsetzen.

Text: Paula Jansen

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