Hydrokultur fürs Einblatt – perfekt für Menschen ohne “grünen Daumen”

Das Einblatt, von Botanikern als Spathiphyllum bezeichnet, stammt aus den warmen und immerfeuchten Regenwäldern Südamerikas. Die beliebte Zimmerpflanze hat einen hohen Wasser- und Nährstoffbedarf, weshalb sich eine Hydrokultur anbietet. Diese Form der Pflanzenkultur eignet sich für Menschen ohne "grünen Daumen", die öfter mal das Gießen vergessen oder auch für Pflanzenliebhaber, die häufig für längere Zeit unterwegs sind.

Einblatt Wasser
Das Einblatt lässt sich wunderbar in Hydrokultur halten

Vorteile der Hydrokultur

Dank der Hydrokultur wird das Einblatt kontinuierlich mit Wasser und Nährstoffen versorgt, so dass Sie nicht ständig ans Gießen und Düngen denken müssen. Anhand des Wasserstandanzeigers können Sie auch erkennen, wann Sie mal wieder Wasser nachfüllen müssen – und vor allem wie viel. Seine Pflanze in Hydrokultur zu “ersäufen” ist zwar nicht unmöglich, aber doch deutlich schwerer als in der herkömmlichen Erdkultur. Außerdem hat die Hydrokultur einen weiteren Vorteil, den vor allem Allergiker zu schätzen wissen: Da die Pflanzen in anorganischem Material gehalten werden, können sich im Substrat keine Schimmelpilze und andere biologisch aktiven Krankheitsquellen entwickeln.

Einblatt in Hydrokultur richtig pflegen

Allerdings gelten für die Pflege von Pflanzen in Hydrokultur geringfügig andere Regeln. So sollten Sie vor allem beim Gießen und Düngen an diese Punkte denken:

  • Gegossen wird nur, wenn der Wasserstandsanzeiger sich unter dem Minimalwert befindet.
  • Füllen Sie allerdings nicht sofort Wasser nach, sondern warten Sie einige Tage.
  • Steht das Einblatt an einem hellen Standort, gießen Sie erst nach zwei bis drei Tagen.
  • Steht die Pflanze eher schattig, füllen Sie nach vier bis fünf Tagen nach.
  • Füllen Sie nicht bis zum Maximalwert nach bzw. nur dann, wenn Sie für längere Zeit abwesend sind.
  • Lassen Sie den Wasserstandsanzeiger dagegen um den Minimalwert herum pendeln.
  • Nehmen Sie zum Düngen ausschließlich speziellen Dünger für Hydrokulturen.
  • Da Pflanzen in Hydrokultur langsamer wachsen, ist ein Umpflanzen seltener notwendig.
  • Tauschen Sie lediglich die oberen ein bis zwei Zentimeter der Blähtonschicht aus.
  • Hier lagern sich Nährsalze ab, die jedoch ausgewaschen werden können.

Tipps

Experten raten von einer Umstellung von Erd- auf Hydrokultur ab, da dies für die Pflanzen mit extremem Stress verbunden ist und diese eine solche Maßnahme nur selten überleben. Stattdessen können Sie den Pflegeaufwand jedoch reduzieren, indem Sie auf so genannte Pflanzsysteme auf Basis von Tongranulat ausweichen.

Text: Ines Jachomowski

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