Robustes Einblatt – Standort, Pflege und Vermehrung

Das Einblatt, botanisch korrekt als Spathiphyllum bezeichnet, ist eine sehr beliebte Zimmerpflanze sowohl für das eigene Zuhause als auch fürs Büro. Das Gewächs punktet mit großen, glänzenden, dunkelgrünen Blättern und einer weißen, gelben oder grünlichen Blüte. Die aus dem tropischen Südamerika stammende Pflanze gilt als ausgesprochen pflegeleicht und eignet sich hervorragend für eine Hydrokultur - diese reduziert den ohnehin geringen Pflegeaufwand noch einmal erheblich.

Einblatt gießen
Das Einblatt mag es schön feucht
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Welchen Standort bevorzugt das Einblatt?

Aus seiner tropischen Heimat ist das Einblatt eine hohe Luftfeuchtigkeit bei ganzjährig gleichbleibend hohen Temperaturen sowie einen hellen bis halbschattigen, aber nicht direkt sonnigen Standort gewöhnt. Die Pflanze gedeiht unter all der anderen tropischen Vegetation und bekommt daher nur wenig Sonnenstrahlung ab. Dennoch braucht sie einen hellen Platz – nur nicht direkt an der Sonne, denn ihre Strahlen können die Blätter schädigen. Die Raumtemperatur sollte niemals unter 13 °C sinken, besser sind konstante Temperaturen von über 18 °C. Auch eine eher trockene Luft behagt dem Einblatt nicht, weshalb Sie sie von Zeit zu Zeit mit einem Vernebler besprühen sollten.

In welchem Substrat fühlt sich das Einblatt besonders wohl?

Als Substrat sollten Sie lockere und nährstoffreiche Blumenerde verwenden: Eine Mischung aus Komposterde und Sand ist ideal, Sie können aber auch einfach handelsübliche Erde für Blühpflanzen erwerben. Idealerweise ist das Substrat mit einem pH-Wert zwischen 5 und 6 zudem leicht sauer.

Wie sollte man das Einblatt gießen?

Das Einblatt hat einen sehr hohen Wasserbedarf und sollte daher ebenso regel- wie gleichmäßig gegossen werden. machen Sie vor dem Gießen den Fingertest: Ist das Substrat oberflächlich abgetrocknet, so ist es mal wieder Zeit zum Wässern. Im Winter braucht das Einblatt eine mehrere Wochen dauernde Winterpause, in der die Raumtemperatur merklich niedriger liegt und Sie außerdem weniger gießen und nicht düngen. Diese Phase wird durch ein kräftiges Gießen sowie eine Startdüngung beendet. Danach wird die Pflanze neu durchtreiben und blühen.

Wann und wie oft sollte man das Einblatt düngen?

Da das Einblatt einen auch einen recht hohen Nährstoffbedarf hat, sollten Sie es etwa alle zwei Wochen mit einem (flüssigen) Volldünger versorgen. Im Gegensatz zum Düngen anderer Pflanzen sollte hier die Düngung jedoch erst nach dem Gießen erfolgen, damit das auf Salze empfindlich reagierende Einblatt nicht durch die plötzliche Überschwemmung mit salzhaltigen Düngern überfordert ist.

Wie oft sollte man das Einblatt umtopfen und wie groß ist der ideale Topf?

Bis das Einblatt seine maximale Größe erreicht hat, sollten Sie es etwa einmal im Jahr – möglichst immer nach der “Winterpause” im Frühjahr – umtopfen. Dabei hat der größtmögliche Topf einen Durchmesser von etwa 20 Zentimetern, mehr braucht selbst das größte Einblatt nicht. Sorgen Sie beim Umtopfen für eine gute Drainageschicht aus Tonscherben oder Blähton, denn allzu nasse Füße mag selbst diese feuchtigkeitsliebende Pflanze nicht.

Kann ich das Einblatt selbst vermehren?

Das Einblatt kann recht leicht durch Teilung vermehrt werden. Diese Maßnahme nehmen Sie am besten zusammen mit dem jährlichen Umtopfen im Frühjahr vor. Holen Sie die Pflanze vorsichtig aus ihrem Gefäß, befreien Sie den Wurzelballen von überschüssiger Erde und teilen Sie dann vorsichtig die vorhandenen Rhizome, indem an jedem Teilstück mindestens ein Austrieb (besser mehr) verbleibt. Die Einzelstücke werden ganz normal in separate Töpfe gepflanzt.

Muss man das Einblatt schneiden?

Ein Rückschnitt ist weder sinnvoll noch notwendig.

Welche Schädlinge und Krankheiten können beim Einblatt auftreten?

Aufgrund des häufigen Gießens und des dadurch ständig feuchten Wurzelballens sollten Sie die Pflanzerde öfter einmal auf einen Schimmelbefall untersuchen. Ist dies der Fall, ist das Substrat auszutauschen. Schädlinge wie Spinnmilben oder die Rote Spinne treten insbesondere bei zu trockener Raumluft auf. Daher hilft ein regelmäßiges Besprühen der Pflanze, die lästigen Tiere gar nicht erst auftreten zu lassen.

Was tun bei braunen Blattspitzen?

Entwickelt das Einblatt braune Blattspitzen, so ist dies ebenfalls ein Hinweis auf zu trockene Luft. Weisen die Blätter dagegen Flecken oder Punkte auf, so haben Sie die Pflanze zu stark gedüngt. Pflanzen Sie das betroffene Exemplar mit frischem Substrat in einen neuen Topf um und düngen Sie es in Zukunft weniger.

Woran liegt es, wenn das Einblatt nicht blüht?

Wenn das Einblatt nicht blüht und / oder stattdessen braune Blüten bekommt, so liegt dies häufig an einem Lichtmangel. Zwar gedeihen die Pflanzen auch in schattigeren Räumen recht gut, entwickeln dann jedoch keine Blüten. Setzen Sie das Gewächs in diesem Fall an einen helleren Standort.

Worauf sollte man bei der Pflege des Einblattes noch achten?

Während der Sommermonate fühlt sich die Pflanze auch an einem hellen Plätzchen auf dem Balkon o. ä. wohl, sofern die Temperaturen nicht unter 18 °C sinken und sie nicht direkter Sonne ausgesetzt ist.

Tipps

Das Einblatt ist nicht nur wegen der unkomplizierten Pflege so beliebt, sondern auch wegen seiner luftreinigenden Eigenschaften. Die Pflanze entzieht der Raumluft giftige Stoffe und reichert die Luft stattdessen mit Sauerstoff an.

Text: Ines Jachomowski

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