Warum hat das Einblatt braune Blattspitzen?

Das Einblatt oder auch Spathiphyllum ist in vielen Wohnzimmern zu finden. Die ursprünglich aus den feuchten Regenwäldern Südamerikas stammende Tropenpflanze gilt nicht nur als hübscher Pflanzenschmuck, sondern ist zudem leicht zu pflegen und gedeiht auch in dunkleren Wohnungen. Trotz ihrer Anspruchslosigkeit benötigt jedoch auch diese Zimmerpflanze ein Mindestmaß an pflegerischer Aufmerksamkeit.

Scheidenblatt braune Spitzen
Braune Blattspitzen am Einblatt können ein Hinweis auf Wassermangel sein

Braune Blattspitzen oft Hinweis für Feuchtigkeitsmangel

Dass sich das Einblatt nicht so ganz wohlfühlt, können Sie schnell an der Färbung der Blätter erkennen. Bekommt das Einblatt beispielsweise plötzlich braune Blattspitzen, so liegt dies in der Regel an einer zu trockenen Raumluft. Spathiphyllum ist eine Regenwaldpflanze, die zum Wohlfühlen Temperaturen von rund 25 °C sowie eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit benötigt – in ihrer Heimat, dem südamerikanischen Regenwald vornehmlich in Kolumbien, herrschen nämlich genau diese Bedingungen vor.

Vorsicht vor Spinnmilben und Roten Spinnen

Eine trockene Raumluft führt jedoch nicht nur zu trockenen und braunen Blattspitzen, sondern häufig auch zu einem Befall mit Spinnmilben bzw. der Roten Spinne. Diese Schädlinge treten bevorzugt bei warmen und trockenen Luftbedingungen auf, wobei sie insbesondere geschwächte Pflanzen heimsuchen. Die Tierchen saugen den Blattsaft ab und schädigen die betroffene Pflanze so zusätzlich, so dass sich zu den unschönen Blattverfärbungen oft noch ein mickriger Wuchs oder aber eine ausbleibende Blüte gesellt. Insbesondere Spinnmilben sind dabei aufgrund ihrer geringen Größe nur sehr schwer zu entdecken. Eine möglichst frühzeitige Behandlung hilft jedoch, Schäden weitestgehend einzugrenzen.

Einblatt regelmäßig einsprühen – nur nicht die Blüten

Aus all den genannten Gründen ist es sinnvoll, das Einblatt regelmäßig mit Hilfe einer Sprühflasche mit feinem Aufsatz einzunebeln. Verwenden Sie dafür entkalktes Wasser, besser noch weiches Regenwasser, denn die Pflanze ist gegenüber Kalk sehr empfindlich. Außerdem sollte das Sprühwasser warm sein (Zimmertemperatur genügt), um so die Bedingungen im Regenwald am besten zu simulieren. Sprühen Sie jedoch nur die Blätter ein, nicht die Blüten – diese könnten sich sonst braun färben. Übrigens sollte auch das Substrat stets leicht feucht gehalten werden. Steht die Pflanze wiederholt zu trocken, können sich die Blattspitzen ebenfalls braun färben.

Tipps

Braune Flecken oder Punkte auf den Blättern des Einblatts sind dagegen meist ein Hinweis auf eine Überdüngung, können aber auch durch einen Schädlingsbefall oder eine fungizide Erkrankung verursacht werden.

Text: Ines Jachomowski

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