Einblatt unkompliziert durch Teilung vermehren

Einblatt, Blattfahne, Friedenslilie - das tropische Spathiphyllum trägt viele Namen. Die attraktive Zimmerpflanze mit ihrem dichten, buschigen Wuchs, den großen, dunkelgrünen Blättern und den meist weißen, charakteristisch geformten Blüten gehört zum beliebtesten Ziergewächsen in deutschen Wohnzimmern. Die aparte Pflanze gilt zudem als recht pflegeleicht, was auch für ihre Vermehrung gilt: Zu diesem Zweck brauchen Sie den Busch lediglich in mehrere Einzelpflanzen teilen.

Einblatt teilen
Das Einblatt lässt sich ganz einfach teilen
Früher Artikel Einblatt einmal jährlich umtopfen

Einblatt teilen – Zeitpunkt und Vorgehen

Der beste Zeitpunkt zum Teilen des Einblatts ist das Frühjahr, wenn die Pflanze ohnehin mit frischem Substrat in einen größeren Topf umgesetzt wird. Bewährt hat sich dabei dieses Vorgehen:

  • Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus ihrem Pflanzgefäß.
  • Sitzt das Einblatt zu fest, lösen Sie den Wurzelballen samt Erde mit Hilfe eines scharfen Messers vom Topfrand.
  • Lockern Sie den Wurzelballen auf und schütteln Sie sacht überschüssige Erde ab.
  • Nun teilen Sie die Rhizome samt Blattgrün in mehrere Einzelstücke,
  • wobei jedes mindestens drei Blätter aufweisen sollte.
  • Nehmen Sie, falls nötig, ein sauberes und scharfes Messer zu Hilfe.
  • Pflanzen Sie die geteilten Stücke einzeln in vorbereitete Töpfe.
  • Diese sollten natürlich der Größe der Einzelstücke angepasst und daher recht klein sein.

Sie brauchen nicht die ganze Pflanze in viele kleine Pflänzchen teilen – nehmen Sie sich so viele neue Einblätter, wie Sie tatsächlich haben wollen und wenn es nur eines ist. Da Spathiphyllum außerdem sehr schnell wächst, können Sie die Prozedur bei Bedarf alle ein bis zwei Jahre – immer im Zusammenhang mit dem Umtopfen – wiederholen.

Einblatt ein- und umtopfen

Damit Einblätter sich wohlfühlen, sollten Sie sie einmal im Jahr – am besten immer im Frühjahr – in ein größeres Pflanzgefäß setzen und die Pflanzen zugleich mit frischem Substrat versorgen. Verwenden Sie am besten ein lockeres, nährstoffreiches Substrat mit einem pH-Wert zwischen 5,7 und 6,8. Vielfach ist außerdem zu lesen, dass die ideale Erde auf Torf basiert. Das mag zwar richtig sein, ist allerdings aus Umweltschutzgründen zu vermeiden. Um Torf zu stechen, werden auch heute noch Moore trockengelegt und so wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich zerstört. Übrigens: Ältere, ausgewachsene Einblätter brauchen natürlich keinen größeren Topf mehr, allerdings sollte das Substrat trotzdem alljährlich ausgetauscht werden.

Tipps

Sollten Sie das Glück haben, an Spathiphyllum-Samen zu gelangen (im Handel nur sehr selten!), dann gelingt die Vermehrung auch über diese. Allerdings werden die Samen nicht sofort ausgesät, sondern zunächst einmal bei etwa 25 °C und hoher Luftfeuchtigkeit zum Keimen gebracht. Erst nach erfolgter Keimung pflanzen Sie die kleinen Sämlinge separat ein.

Text: Ines Jachomowski

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