Einblatt hat gelbe Blätter – Ursachen und Gegenmaßnahmen

Mit der richtigen Pflege ist das Einblatt oder Spathiphyllum ein wahrer Hingucker in der Wohnung oder auch im Büro. Das aus dem südamerikanischen Tropen stammende Gewächs punktet mit großen, dunkelgrünen Blättern und meist weißen, aparten Blüten. Grundsätzlich ist die Pflanze nicht sonderlich schwer zufrieden zu stellen, sofern Sie sich an die folgenden Hinweise halten.

Einblatt wird gelb
Zu viel Nässe verträgt das Einblatt schlecht
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Spinnmilben verursachen häufig gelbe Blätter

Wenn Ihr Einblatt zunächst vereinzelt gelbe Blätter bekommt, diese aber mit der Zeit immer mehr werden und Sie den Eindruck haben, dass für jedes entfernte gelbe Blatt zwei neue nachkommen… dann könnte es sein, dass Spinnmilben hinter diesem Phänomen stecken. Die winzig kleinen Spinnentiere saugen den Blattsaft der Pflanze und sind mit bloßem Auge oft nicht zu erkennen. Sie können aber die Probe aufs Exempel machen und das Einblatt mit feinem Sprühnebel einnebeln. Werden dabei zarte, spinnenwebartige Gespinste sichtbar, so haben die Schädlinge Ihre Pflanze gekapert. Glücklicherweise sind Spinnmilben recht einfach zu bekämpfen, denn die Tierchen fühlen sich in trockener Wärme sehr wohl. Sorgen Sie für einen dunkleren Standort und eine höhere Luftfeuchtigkeit (beispielsweise indem Sie die betroffene Pflanze einsprühen), dann suchen die Spinnentiere bald das Weite. Übrigens können auch andere Schädlinge gelbe Blätter am Einblatt verursachen, diese sind allerdings sehr selten.

Einblatt richtig gießen und düngen

Des Weiteren stecken hinter den gelben Blättern oft einfache, aber rasch abzustellende Pflegefehler wie beispielsweise zu häufiges Gießen oder nicht ausreichendes Düngen. Zwar benötigt das Einblatt recht viel Wasser, insbesondere im Sommer, verträgt aber absolut keine Staunässe. Kontrollieren Sie also im Zweifelsfall lieber nach: Lässt die Pflanze die Blätter hängen und werden diese gelb, obwohl Sie ausreichend wässern, dann topfen Sie sie am besten aus und kontrollieren die Wurzeln. Sofern diese aufgrund von zu großer Nässe faulen, verdurstet die Pflanze trotzdem, weil sie nicht mehr ausreichend Wasser aufnehmen kann. Außerdem kann hinter der Blattverfärbung auch ein schlichter Nährstoffmangel stecken.

Tipps

Topfen Sie Ihr Einblatt einmal im Jahr in frisches Substrat sowie in einen größeren Topf um, damit die Wurzeln immer ausreichend Platz haben und die Pflanze genüg Nährstoffe hat. Düngen Sie erst ab ca. sechs Wochen nach dem Umtopfen, da die handelsübliche Blumenerde meist vorgedüngt ist.

Text: Ines Jachomowski

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