Die Hydrokultur als Alternative zum Pflanzensubstrat

Pflanzen können ohne Blumenerde nicht überleben? Falsch gedacht! Die Hydrokultur ist der Beweis. Lesen Sie auf dieser Seite, wie effektiv und pflegeleicht diese Haltungsform ist. Sie möchten die Hydrokultur selber ausprobieren? Dann finden Sie hier alle relevanten Informationen zur Umsetzung.

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Wer Probleme hat, den Wasserbedarf von Zimmerpflanzen richtig einzuschätzen, für den ist Hydrokultur die Lösung

Vorteile einer Hydrokultur auf einen Blick

  • pflegeleicht
  • keine Schädlinge, die sich im Substrat einnisten
  • Pflanzen sind weniger krankheitsanfällig
  • einfache Düngung
  • erleichtertes Gießen
  • sauber und hygienisch
  • gut durchlüftete Wurzeln
  • keine Allergie auslösenden Substanzen in der Wohnung
  • optimal für Büroräume geeignet

Der Ursprung der Hydrokultur

Seit jeher sind Pflanzen daran gewöhnt, in Wasser aufzuwachsen. Vor vielen tausend Jahren wuchsen die ersten Gewächse auf Lavagestein, welches bei heftigen Regengüssen von Wasser überflutet wurde. Allerdings verläuft eine Aufzucht nur dann erfolgreich, wenn die Pflanze von Anfang an an die Haltungsform gewöhnt wird.

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Wichtige Fragen zum Aufbau

Eine Hydrokultur besteht aus drei Zonen:

  • die Nasszone: hier liefert eine dünne Wasserschicht den Wurzeln die notwendige Feuchtigkeit
  • die Feuchtzone: besteht aus einer Drainage aus Blähton
  • die Trockenzone: schließt mit dem oberen Gefäßrand ab

Welche Pflanzen eignen sich für die Hydrokultur?

Im Grunde können Sie jede beliebige Zimmerpflanze in einer Hydrokultur halten. Jedoch sollten Sie darauf achten, dass das Gewächs genügend Halt in der Vase hat. Ist die Pflanze auf einen stabilen Wurzelballen angewiesen, ist es sogar möglich, sie mitsamt des Wurzelballens ins Wasser zu setzen. Etwas Substrat bleibt an den Wurzeln haften und hält den unterirdischen Wuchs zusammen.
Ebenso gut eignet sich Tongranulat, um einer Pflanze Halt zu verleihen. Je nach Sorte können Sie die Feinheit der Körnung anpassen.

Wichtige Utensilien

Die Hydrokultur erspart Ihnen das tägliche gießen. Trotzdem dürfen Sie der Pflanze bei der Wasserversorgung nicht sich selbst überlassen. Installieren Sie unbedingt einen Wasserstandsmesser. Diese zeigt Ihnen an, wann die nächste Wassergabe erforderlich ist. Zwar variiert der Abstand von Pflanze zu Pflanze, in der Regel müssen Sie aber nur alle zwei bis vier Wochen neues Wasser geben.

Hinweis: Ein Wasserstandsmesser warnt Sie auch davor, zu viel Wasser in das Gefäß zu geben. In diesem Fall erstickt die Zimmerpflanze.

Nährstoffversorgung

Blähton (19,00€ bei Amazon*) dient zwar als Substratersatz, enthält aber selbst keine Nährstoffe. Diese müssen Sie mithilfe eines Depot- oder Flüssignährstoffs beimengen. Prüfen Sie in regelmäßigen Abständen die Wasserqualität, um festzustellen, ob die Nährstoffversorgung noch ausreichend ist.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Firn/Shutterstock

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