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Mit Naturstein und Pflanzen können neugierige Blicke natürlich vermieden werden

Natürlicher Sichtschutz im Außenbereich – Varianten, Vor- und Nachteile

Bei der Garten- Terrassen- und Balkongestaltung haben viele Hobbygärtner und Frischluftgenießer heutzutage die Qual der Wahl: Kreativ verarbeitete Materialien bieten durchaus Alternativen zum natürlichen Sichtschutz aus Pflanzen oder Naturmaterialien, trotzdem haben Letztere gar nicht so selten die Nase vorn und können mit praktischen und ästhetischen Vorzügen glänzen.

Eine Sichtschutzhecke als Alternative zur Mauer

Durch trickreiche Produkte wie spezielle Steinkörbe ist es heutzutage nicht mehr unbedingt eine Frage der entsprechenden amtlichen Genehmigung, ob man eine Mauer rund um den eigenen Garten errichten darf oder nicht. Natürlich bietet eine Mauer in erster Linie mit ihrer Standfestigkeit ein gewisses Gefühl von Sicherheit und Dauerhaftigkeit. Außerdem können beispielsweise Natursteinmauern mit ihrer ganz speziellen Tier- und Pflanzenwelt ein sehr dekoratives und ökologisch wertvolles Gestaltungselement in einem Garten darstellen. Oftmals wirken Mauern aber auch sehr abschrecken oder sogar einengend, wenn sie mit einer gewissen Höhe auf ebenem Gelände stehen und jeden Blick und Lufthauch wirksam verhindern. Eine Sichtschutzhecke aus Pflanzen wie Buchen, Thuja-Unterarten oder dem immergrünen Kirschlorbeer bietet dagegen ein ähnliches Maß an Privatsphäre, ist dabei aber noch etwas durchlässiger für Licht, Luft und verschiedene Arten von Klein- und Kleinstlebewesen. Viele Vogel- und Insektenarten benötigen dichte Hecken als Brutstätte und Lebensraum, daher erfüllen diese im Garten auch durchaus eine sehr wichtige Funktion.

Der Pflegeaufwand für einen natürlichen Sichtschutz im Garten

Der Pflegeaufwand für einen natürlichen Sichtschutz im Garten hängt natürlich nicht nur von dessen Ausmaßen in Bezug auf die Länge, sondern auch von Höhe und Breite der in einer Reihe gepflanzten Bäume und Sträucher ab. Die folgenden bei der Pflanzung von Sichtschutzhecken besonders beliebten Pflanzen weisen derart hohe Zuwachsraten auf, dass ein Rückschnitt bis zu zwei oder drei Mal pro Jahr geboten sein kann:

  • Buche
  • Forsythie
  • Weigelie
  • Kletterpflanzen wie Knöterich und Wilder Wein
  • Jasmin

Im Umkehrschluss bedeutet diese Wuchsfreudigkeit aber auch einen relativ hohen Nährstoffbedarf in Form von Dünger und Kompost sowie eine gute Schnittverträglichkeit, da sich Fehler beim Schnitt in der Regel sehr schnell wie von selbst wieder auswachsen.

Selbst einen natürlichen Sichtschutz aus Naturmaterialien basteln

Nicht bei jedem natürlichen Sichtschutz muss es sich auch um einen lebenden Sichtschutz handeln. Sichtschutzzäune und -matten lassen sich mit etwas Geduld und Fingerfertigkeit auch selbst aus Naturmaterialein wie Schilf, Haselnusszweigen und anderen Materialien basteln. Insbesondere die zaunartigen Sichtschutzvarianten aus Ästen und anderen Holzstücken lassen sich in der Folge als Rankhilfe für einen blühenden Sichtschutz verwenden.

Sichtschutzhecken natürlich in die Gartengestaltung integrieren

Sichtschutzhecken sind in einem gut durchdachten Garten nicht nur Mittel zum Zweck an der Grundstücksgrenze, sondern können als blühende Sträucherwand oder als grünes Gitter aus Kletterpflanzen wie dem Blauregen und der Trompetenblume sogar ziemlich bedeutsame Akzente der optischen Zusammenstellung verschiedener Pflanzenarten darstellen. Idealerweise achten Sie auf einen überwiegend gestuften Aufbau der einzelnen Gartenbereiche, bei dem niedrigere Stauden vor der höheren Sichtschutzhecke im besten Fall auch einen farblichen Kontrast darstellen.

Tipps

Auch ein natürlicher Sichtschutz muss an einer exponierten Stelle mit regelmäßig auftretenden, starken Windböen genau wie ein künstlicher Sichtschutz befestigt und ausreichend gesichert werden.

Artikelbild: Alena Zamotaeva/Shutterstock

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