Lavendel Verwendung

Lavendel – vielseitige Verwendung in Haushalt, Küche und als Heilmittel

Die meisten Menschen kennen Lavendel lediglich als Bestandteil von Parfüms sowie als Füllmaterial von wohlriechenden Duftsäckchen. In der Tat wird etwa der großflächig in der Provence angebaute Lavandin - eine sehr ergiebige Lavendelsorte - größenteils für Parfüms genutzt. Allerdings können Sie das intensiv duftende Kraut mit dem hohen Anteil an ätherischen Ölen auch in vielen anderen Bereichen verarbeiten.

Lavendel in Haushalt und Garten

Die alten Ägypter nutzten den Lavendel schon vor ein paar tausend Jahren unter anderem zur Körperpflege, eine Tradition, die von den Römern fortgeführt wurde. Diese ursprüngliche Nutzung der Pflanze zeigt sich auch in ihrem Namen, leitet sich doch die Bezeichnung „Lavendel“ von dem lateinischen Wort für „waschen“, „lavare“ ab. Auch heute noch findet sich Lavendelduft – jetzt allerdings oft synthetisch hergestellt – in vielen Reinigungs- und Körperpflegeprodukten. Bekannt ist auch die abschreckende Wirkung des Lavendels auf nervende Insekten wie etwa Kleidermotten oder Mücken. Aus diesem Grund packten die Hausfrauen früher Duftsäckchen oder Lavendelstäbe mit in den Wäscheschrank. Lavendelöl wiederum soll nicht nur Mücken abwehren, sondern auch, pur auf die betroffenen Pflanzenteile aufgetragen, Blattläuse vertreiben.

Lavendel als Heilkraut

Auch als Heilkraut findet der Lavendel schon sehr lange Anwendung. Bereits im ersten nachchristlichen Jahrhundert beschrieb der römische Arzt Dioskurides bereits die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der Pflanze. So war beispielsweise die antiseptische Wirkung des Lavendels auch den römischen Soldaten bekannt, denn diese rieben sich vor einer Schlacht mit Lavendelöl ein. Das sollte bei einer Verwundung eine Entzündung verhindern. Heute ist vor allem die beruhigende Wirkung von Lavendel auf die Psyche sowie auf den Magen-Darm-Trakt bekannt. Dementsprechend erfolgt eine Nutzung u. a. bei Schlafproblemen oder Magen-Darm-Beschwerden. Lavendel kann innerlich (etwa als Tee), aber auch äußerlich (z. B. als Salbe oder Tinktur) angewendet werden.

Rezept für einen beruhigenden Lavendeltee

Wenn Sie unter Einschlafproblemen leiden, häufig nicht zur Ruhe kommen oder einfach gestresst sind, dann könnte eine Tasse Lavendeltee, kurz vor dem Einschlafen getrunken, helfen.

  • Nehmen Sie eine reichliche Handvoll getrocknete Lavendelblüten.
  • Übergießen Sie diese mit kochendem Wasser.
  • Lassen Sie die Mischung etwa 15 Minuten ziehen und seihen Sie sie anschließend ab.
  • rinken Sie den Tee in kleinen Schlucken.

Übrigens können Sie mit diesem Sud (natürlich abgekühlt) auch Ihre Pflanzen besprühen und Schädlinge so auf natürliche Weise fernhalten.

Lavendel in der Küche nutzen

Lavendel als Küchenkraut ist dagegen eher wenig bekannt, halten doch viele Menschen die Blätter für giftig. Das allerdings ist falsch, denn sowohl die jungen Blätter als auch die Blüten sind essbar und geben an Fleisch- und Fischgerichte ein wunderbares Aroma ab. In der Tat finden sich gerade in der provenzalischen Küche zahlreiche Gerichte mit Lavendel – selbst die berühmten „Kräuter der Provence“ enthalten ihn. Wundern Sie sich jedoch nicht, denn in den hierzulande erhältlichen Mischungen ist Lavendel meist nicht enthalten.

Tipps & Tricks

Aus Thymian, Rosmarin, Majoran, Fenchel (Kraut), Oregano, Bohnenkraut, Lorbeer, Salbei und Lavendel können Sie sich selbst ihre traditionelle „Kräuter der Provence“-Mischung zusammenstellen. Sie können die gut getrockneten und gerebelten Kräuter in einem dunklen und gut verschließbaren Gefäß mehrere Monate lang aufbewahren.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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