Die dekorativsten Ideen zum Kombinieren von Kletterpflanzen

Zahlreiche Hausfassaden, Mauern, Zäune, Pergolen und sämtliche andere Rankgerüste wären ohne Kletterpflanzen nur noch ein Häufchen tristes Elend. Kein Wunder also, dass Kletterpflanzen so beliebt sind, verschönern sie doch oftmals auf märchenhafte Art und Weise. Wie aber kombiniert man sie?

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Kletterrosen und Clematis passen wunderbar zusammen

Welche Faktoren sind beim Kombinieren von Kletterpflanzen zu beachten?

Damit die Kletterpflanzen in der Kombination mit ihrem Partner optisch keine Nachteile erzielen, sollten die folgenden Faktoren vorab beachtet werden:

  • Laub: sommergrün bis immergrün
  • Blütenfarbe: weiß, gelb, orange, rosa, rot, violett oder blau
  • Blütezeit: Mai bis Oktober
  • Standortanforderungen: sonnig bis schattig, durchlässiger Boden
  • Wuchshöhe: bis zu 20 m

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Auf der Suche nach passenden Begleitpflanzen sollten Sie daran denken, dass viele Kletterpflanzen ihr Laub im Herbst abwerfen, es aber auch Exemplare gibt, die ihr Laub ganzjährig tragen.

Weiterhin wichtig ist die Blütezeit Ihrer Kletterpflanze. Wollen Sie sie zusammen mit den Blüten anderer Gewächse in Szene setzen, sollten die Pflanzpartner etwa zeitgleich blühen.

Es gibt einerseits Kletterpflanzen, die sich in der Sonne aalen können und dort so richtig aufblühen. Andererseits existieren Kletterpflanzen, die lieber die dunkleren Bereiche aufsuchen. Orientieren Sie sich beim Kombinieren also an den jeweiligen Standortansprüchen.

Kletterpflanzen im Beet oder im Kübel kombinieren

Schön ist es, verschiedene Kletterpflanzen untereinander zu kombinieren. Das lohnt sich vor allem bei Kletterpflanzen, die zum Beispiel keine besonderen Blüten hervorbringen, sondern eher mit ihrem Blattwerk zieren. Diese profitieren von einer Kombination mit blühfreudigen und farbenfrohen Kletterpflanzen. Ein bekanntes Team sind Efeu und Clematis. Außerdem sind Unterpflanzungen mit Bodendeckern oder Stauden vorteilhaft für Kletterpflanzen, da diese manchmal unterhalb kahl wirken.

Ideale Partner für Kletterpflanzen sind unter anderem:

  • Frauenmantel
  • Schleierkraut
  • Goldkörbchen
  • Storchschnabel
  • Glockenblumen
  • Kleines Immergrün
  • Kräuter wie Minze, Thymian und Oregano
  • Ziergräser wie Blauschwingel, Rutenhirse und Lampenputzergras

Clematis mit Hängepolster-Glockenblume kombinieren

Herrlich harmonisch wirkt das Zusammenspiel aus einer violetten Clematis und einer ebenso gefärbten Hängepolster-Glockenblume. Die Blüten ähneln sich in gewisser Weise und die Hängepolster-Glockenblume vermag es mit ihrem dichten Wuchs, den Wurzelbereich der Clematis zu beschatten. Aufgrund der geringen Wuchshöhe dieser Glockenblume kommen sich die beiden nicht in die Quere und es entsteht ein friedliches Miteinander.

[bild:beet|clematis,haengepolster-glockenblume]

Kletterrose mit Frauenmantel kombinieren

Bewährt haben sich verschiedene Frauenmantelarten als Begleitpflanzen für Rosen. Der Frauenmantel passt zu Kletterrosen, da er ebenfalls gern in der Sonne steht. Zudem bleibt er niedrig und mit seinen Blättern und Blüten setzt er angenehme Akzente.

[bild:beet|kletterrose,frauenmantel]

Kletterpflanzen an der Fassade kombinieren

Für einen wahren Eyecatcher sorgt die Vereinigung von Kletterpflanzen an einer Hausfassade. Kletterpflanzen wie Clematis und Kletterrosen sind hierbei zwar auf eine Rankhilfe angewiesen, wirken aber dennoch fantastisch und zwar insbesondere dann, wenn sie miteinander kombiniert werden. Auch Efeu lässt sich an der Fassade wundervoll mit einer Clematis, Schwarzäugigen Susanne oder Pfeifenwinde farblich bereichern.

Kletterrosen mit Clematis kombinieren

Ein fabelhaftes Duo, das sind sie in der Tat, die Kletterrose und die Clematis. Lassen Sie die Beiden an einer Rankhilfe, die an der Hausfassade befestigt ist, gemeinsam in die Höhe klettern. Sie präsentieren ihre Blüten zur selben Zeit und bei der passenden Farbwahl ergeben sich imposante Kontraste.

[bild:hausfassade|kletterrosen,clematis]
Text: Anika Gütt
Artikelbild: Happy Dragon/Shutterstock