hortensie
Hortensien blühen in vielen verschiedenen Farben

Hortensie: Pflegen und Sorten

Hortensien sind der Inbegriff des klassisch-zünftigen Blumengartens. Mit ihren üppigen Blütenbüscheln in Weiß, Rosa oder frischem Blau setzen sie unnachahmliche, für manch einen sehr nostalgische Akzente. Interessantes über ihre Biologie und nützliche Kultivierungstipps erfahren Sie in diesem Artikel.

Herkunft

Mit Hortensien, botanisch Hydrangea, assoziieren die meisten hierzulande wohl die Bauernhortensie. Die Gattung umfasst allerdings insgesamt eine stattliche Anzahl von etwa 70 bis 80 verschiedenen Arten, die auch eine ziemlich umfassende Bandbreite an Erscheinungsformen und Herkunftsgebieten aufweisen.

Das Verbreitungsgebiet von Hortensien liegt sowohl im Fernen Osten, als auch in Nord- und Südamerika. Die meisten Arten stammen aus gemäßigten bis warmen Habitaten Ostasiens von Myanmar bis Japan und besiedeln dort teilweise Höhenlagen von bis zu 3400 Metern. In aller Regel handelt es sich um Unterwuchspflanzen – sie haben sich also an halbschattige Lichtverhältnisse angepasst und mögen das auch hierzulande.

Vom Klima her lassen sich Hortensien bei uns in Mitteleuropa sehr gut als Kübelpflanze halten. Sie benötigen in der Regel viel Wasser – diese Charaktereigenschaft ist auch in ihrem botanischen Namen, der übersetzt „Wasserkanne“ bedeutet, verankert.

Herkunft im Überblick:

  • Insgesamt an die 80 verschiedene Hortensienarten stammen vorwiegend aus Ostasien, aber auch Nord- und Südamerika
  • Besiedeln gemäßigte bis warme, teilweise hoch gelegene Habitate
  • Zumeist Unterwuchspflanzen
  • Hierzulande gut im Kübel kultivierbar

Wachstum

Die unserem Blick vertraute Gartenhortensie wächst wie die meisten Hortensienarten als verholzender Halbstrauch mit ausladender, buschiger Krone. Er bildet an der Basis zahlreiche Grundtriebe aus, die sich nach oben hin weit verzweigen. Die Rinde ist hellgrau bis bräunlich und mit einem filzigen Überzug ummantelt. Je nach Art fällt die Behaarung unterschiedlich intensiv aus.

Manche anderen Hortensienarten wachsen aber auch als Kletterpflanzen, als Bäume oder sogar als Lianen. In der hiesigen Gartenkultur ist davon vor allem erstere Variante in Form der Kletter-Hortensie relevant. Sie kann mit ihren Haftwurzeln, wenn ihnen eine Rankhilfe geboten wird, viele Meter in die Höhe klettern. Wird sie sich selbst überlassen, verbleibt ihr Habitus ein buschartiger von kugeliger Form.

Wuchseigenschaften in Stichworten:

  • Garten- oder Bauernhortensien zeigen Halbstrauchwuchs mit buschiger Erscheinung
  • Viele Grundtriebe, weite Verzweigung
  • Filzige Triebbehaarung
  • Kletter-Hortensie kann mit Rankhilfe große Höhen erreichen

Größe

Die buschigen Straucharten von Hortensien erreichen in der Regel gartenfreundlich handliche Höhe von etwa einem bis zwei Metern. Auch in der Breite dehnen sie sich in etwa so weit aus.

Bei Kletter-Hortensien ist das anders: Wenn Sie eine Mauer mit Kletterhilfe zur Verfügung gestellt bekommen, können sie daran bis zu 15 Meter in die Höhe ranken.
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Blätter

Die Blätter von Hortensien sind sehr großflächig, was unter anderem auch ihren hohen Wasserverbrauch erklärt. Ihre Form ist meist eiförmig und spitz zulaufend mit breiter Blattspreite und häufig gesägtem Rand. Die Eichblatt-Hortensie zeigt, wie ihr Name schon sagt, eine eichen- bis ahornartig gelappte Blattkontur und zudem eine überaus prachtvolle, rötliche Herbstfärbung. Die Blätter setzen bei den allermeisten Arten gegenständig an.

Insgesamt finden sich innerhalb der Gattung sowohl immergrüne, als auch laubabwerfende Arten.

Blatteigenschaften in Kürze:

  • Meist eiförmige, spitz zulaufende, breite Blattform
  • Ränder oft gesägt
  • Blätter der Eichblatthortensie gelappt
  • Sowohl immergrüne, als auch laubabwerfende Arten

Blüten

Mit ihrer halbkugeligen, plusterigen Form erinnern die üppigen Blütenbüschel der Hortensie ein wenig an Badehauben. Vor allem ihretwegen sind die Hortensienarten für die Gartenkultur auch so beliebt geworden und das schon seit langer Zeit.

In ihrer wilden Form bestehen die doldigen, thyrsenförmigen und endständigen Blütenstände zumeist aus einem Zentrum mit vielen, kleinen, fertilen Blüten und einer Umrandung aus unfruchtbaren Schaublüten, die zur Anlockung von Bestäuberinsekten dienen. Die zu bestäubenden, fertilen Blüten sind eher unscheinbar. Deshalb sind sie bei vielen Zuchtformen ebenfalls in große, dekorative Schaublüten umgewandelt – der Preis für diese Schönheitsoperation ist also eine vollständige Unfruchtbarkeit der gesamten Pflanze.

Eine relativ bekannte Kuriosität der Blüten einiger Hortensienarten – etwa der Bauern- oder der Tellerhortensie – ist ihre Farbgebung in Abhängigkeit des ph-Wertes im Boden. Normalerweise haben die Kelchblätter der Blüten eine blassrosa bis rosarote oder violette Farbe. Je niedriger der ph-Wert des Pflanzgrundes liegt, desto mehr geht die Blühfarbe aber ins Blaue. Das liegt daran, dass die Pflanze aus einem sauren Bodenmilieu mehr Aluminiumionen aufnehmen kann.

Wer eine besondere Vorliebe für die blauen Blüten hat, kann sie gezielt durch eine Beimischung von Alaun in das Gießwasser fördern. Auf einen Liter Wasser – am besten kalkarmes aus der Regentonne – gibt man 3 g Alaun.

Blüteneigenschaften im Überblick:

  • Hoher Schmuckwert der großen, halbkugeligen, doldigen Blütenbüschel
  • In Wildform bestehend aus Zentrum mit vielen, fertilen, aber unscheinbaren Blüten und außenstehenden, dekorativen, aber unfruchtbaren Schaublüten
  • Bei vielen Gartenformen Umzüchtung zu rein aus Schaublüten bestehenden Blütenständen – Pflanzen dann also komplett unfruchtbar
  • Bei einigen Arten Farbwechsel je nach ph-Wert im Boden: alkalisch = rosa, sauer = blau
  • Blaue Farbe mit Alaun förderbar

Wann ist Blütezeit?

Die meisten Hortensien beginnen erst im Hochsommer, meist im Juli, ihre prächtigen Blüten zu entfalten. In Gartencentern bekommt man zuweilen aber auch vorgetriebene Exemplare.

Welcher Standort ist geeignet?

Da Hortensien in ihren Ursprungshabiaten meist als Unterwuchspflanzen wachsen, mögen die meisten Arten es auch bei uns eher halbschattig. Manche Arten können aber auch sonnig stehen. Was den Boden betrifft, so sollten Sie einer Hortensie immer eine humose, lockere und frischfeuchte Erde bieten. Abgesehen von der möglichen Farbinduktion der Blüten einiger Arten mögen Hortensien zudem eher ein leicht saures Bodenmilieu im ph-Wert-Bereich von etwa 5 bis 6. Vor scharfem Wind sollten sie auch geschützt werden.

Zum Merken:

  • Standort für die meisten Arten halbschattig, bei manchen auch sonnig
  • Boden nährstoffreich, locker und frischfeucht
  • ph-Wert eher im leicht sauren Bereich

Schatten

Kompletten Schatten tolerieren Hortensien sogar auch meistens, es kommt ein wenig auf die Art an. Vor allem die klassischen Bauernhortensien, Schneeballhortensien oder Kletterhortensien gedeihen auch an sehr sonnenarmen Plätzen durchaus gut und geizen auch mit der Blütenentfaltung nicht. So können Sie auch in dunkle Ecken des Gartens schöne Farbtupfer setzen. Mit einem Standort unter Bäumen machen Sie generell nichts falsch. Vorteilhafter ist allerdings die Kombination mit Tiefwurzlern, damit die Blühsträucher hinsichtlich des Pflanzgrundes nicht mit ihnen ins Gehege kommen.

Die besonders schattenverträglichen Arten:

  • Bauernhortensien
  • Schneeballhortensien
  • Kletterhortensien

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Hortensie gießen

Hydrangea, der botanische Name der Hortensie, bedeutet auf Deutsch so viel wie „Wasserkanne“ – diese Namensgebung spielt auf den ständigen Durst der Pflanze an. Gießen ist bei ihr also ein zentrales Thema. Wenn es im Sommer warm und trocken ist, zeigt sie akuten Wasserbedarf auch sofort durch hängende Blätter an und ruft Sie regelrecht zur Gießkanne. Grundsätzlich sollte der Pflanzgrund von Hortensien immer gut feucht bleiben.

Zum Gießen verwenden Sie am besten weiches, kalkarmes Wasser, idealerweise aus der Regentonne.

Gießregeln im Überblick:

  • Hortensien brauchen viel Wasser
  • Aufmerksames, gleichmäßiges Gießen unentbehrlich
  • Kalkarmes Wasser, am besten Regenwasser verwenden

Hortensie richtig düngen

Hortensien sind nicht nur durstig, sondern auch hungrig – sie zählen ohne Frage zu den Starkzehrern. Abgesehen davon, dass Sie bei der Pflanzung schon auf möglichst nährstoffreiche, humose Erde achten sollten, ist eine zusätzlich Düngergabe für gutes Gedeihen sehr sinnvoll. Über die Hauptvegetationsphase hinweg, allerdings nur vom Frühjahr bis in den Hochsommer hinein, können Sie der Pflanze etwa alle ein bis zwei Wochen organischen Dünger oder speziellen, flüssigen Hortensien- oder Rhododendrondünger geben.

Düngeempfehlung in Kürze:

  • Regelmäßiges Düngen aufgrund hohem Nährstoffbedarf bei Hortensien empfehlenswert
  • Vom Frühjahr bis in den Juli hinein alle 1-2 Wochen düngen, etwa mit speziellem Hortensien- oder Rhododendrondünger

Zimmerpflanze

Auch im Zimmer lassen sich Hortensien sehr gut halten – sie sind sogar überaus dankbare Pflanzen für die Innenraumkultur, denn sie haben keine wirklich abweichenden Ansprüche an das Raumklima als der Mensch. So fühlen sie sich bei angenehmen Wohntemperaturen von etwa 20°C sehr wohl – trockene Heizungsluft tut ihnen zwar nicht besonders gut, uns aber schließlich auch nicht. Aufgrund ihres grundsätzlich starken Durstes sollten Sie eine Hortensie im Zimmer umso sorgfältiger gießen. Die Erde muss stets feucht bleiben, vermeiden Sie aber dennoch Staunässe und lassen kein Wasser im Untersetzer stehen.
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Frost

Viele Hortensienarten sind bedingt frosthart und können draußen überwintert werden. Eine Pflanzung ins Freiland ist sortenabhängig daher auch durchaus möglich. Dennoch reagieren die Pflanzen recht deutlich auf die winterliche Kälte, indem sie relativ stark herunterfrieren. Das ist allerdings in aller Regel kein Drama, denn nur die äußeren Pflanzenteile sind davon betroffen. So treibt die Pflanze im Frühjahr wieder ganz normal aus.

Ein gewisser Kälteschutz ist allerdings dennoch nicht verkehrt. Umgeben Sie die Pflanze vor den ersten Frösten mit Tannenzweigen oder Reisig. Vor allem, wenn es im Frühjahr noch einmal zu Spätfrösten kommt, sollten Sie die Pflanze zusätzlich mit Gartenvlies abdecken. Das verhindert, dass auch schon gebildete Knospen erfrieren.

Hortensien im Kübel sollten Sie mitsamt dem Topf mit Jute umwickeln und windgeschützt stellen. Auf Nummer Sicher gehen Sie, wenn Sie den Kübel in ein frostfreies Kalthaus stellen.

Maßnahmen gegen Frostschäden:

  • Hortensien in der Regel frosthart, Schutz aber dennoch empfehlenswert
  • Um Kälteschäden zu verhindern, mit Tannenzweigen und/oder Gartenvlies abdecken
  • Kübel-Hortensien gut mit Jute umwickeln oder an einem frostfreien, kühlen Ort überwintern

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Schnitt

Die Schnittpflege ist bei Hortensien artenabhängig. Die früh Knospen bildenden Arten wie die Bauern- oder Tellerhortensie sollten Sie – wenn Sie sie im Freien haben überwintern lassen – im ausgehenden Winter oder zeitigen Frühling von dem erfrorenen Ast- und Laubwerk befreien. Je nach Alter ist auch immer mal wieder eine Auslichtung nötig.

Arten, die erst im Verlauf des Frühjahrs Knospen bilden wie die Ball- oder die Rispenhortensie werden nur die letztjährigen Triebe gestutzt, sodass immer zwei Augen verbleiben.

Kletterhortensien sollten jedes Jahr im Frühjahr einen Verjüngungsschnitt verpasst bekommen, indem mindestens die allzu lang gewordenen Seitentriebe entfernt werden. Einen kräftigeren Rückschnitt der an der Rankhilfe haftenden Triebe kann auch nicht schaden, denn er regt zu kräftigem, vitalem Neuaustrieb und Wachstum an.

Für eine immer frische, üppige Blütenpracht sollten Sie abgeblühte Blütenstände immer baldigst abschneiden.

Zum Merken:

  • Alte, erfrorene Vorjahrestiebe nach dem Winter entfernen – bei Bauern- und Tellerhortensien im ausgehenden Winter bzw. frühen Frühjahr, bei Ball- oder Rispenhortensien im mittleren Frühling
  • Kletterhortensien alljährlich im Frühjahr verjüngen

Verblüht

Die prachtvollen Blüten der Hortensie sind erfreulich ausdauernd. Wenn einzelne Blütenstände abgeblüht sind, sehen sie außerdem immer noch sehr dekorativ aus und können für Herbststräuße als Trockenmaterial verwendet werden. Das Abschneiden lohnt sich natürlich auch, um Blütennachtrieb zu fördern. Günstiger als das Entfernen mit einem Schneidewerkzeug ist es, die Blütenstände am Stiel herauszubrechen, was durch ihre Trockenheit auch meist problemlos geht.
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Mehltau

Hortensien sind leider nicht ganz unempfindlich was Krankheiten betrifft. Vor allem der Echte Mehltau kann sie leicht heimsuchen. Diesen Pilz erkennen Sie sofort an den mehligen, weißen, später gräulichen Überzügen auf den flächigen Blättern. Diese verbraunen mit fortschreitender Infektion und trocknen dann ein.

Bei einem Befall müssen Sie die erkrankten Pflanzenteile möglichst unverzüglich entfernen und entsorgen. Da der Pilz sich nur auf lebenden Pflanzen erhält, kann das ruhig auf dem Kompost geschehen. Anschließend sollten Sie zu einem Fungizid greifen.

Vorbeugend sollten Hortensien vor Staunässe geschützt werden. Auch eine stickstoffhaltige Düngergabe ist sinnvoll, um das Pflanzengewebe widerstandsfähiger zu machen. Den Pflanzgrund können Sie mit einer Mulchschicht versehen – das sorgt für ein temperatur- und feuchtigkeitsmäßig ausgeglicheneres Bodenmilieu.
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Vertrocknet

Eine Vernachlässigung bei der Wasserversorgung verzeiht die Hortensie nicht besonders leicht. Schon bei akutem Wassermangel lässt sie ihre Blätter hängen. Wird sie im Sommer über längere Zeit vergessen, kann die gesamte Pflanze irgendwann zu einem traurigen, braunen Busch verkommen. Das bedeutet aber glücklicherweise meist nicht, dass sie abgestorben ist. In der Regel hat sie in ihrem Inneren noch genug Lebenssaft.

Prüfen Sie, ob die Hortensie noch lebt, indem Sie die Triebe anritzen und auf ein grünes, saftiges Inneres untersuchen. Beginnen Sie im äußeren Astbereich und dringen bei erfolgloser Grünsuche weiter ins Strauchinnere vor. Meist wird sich irgendwann ein Lebenszeichen zeigen.

Die erste Maßnahme danach ist natürlich gründliches Wässern. Im Kübel gehaltenen Exemplaren können Sie eine Tauchkur verpassen. In den Folgetagen setzen Sie das gründliche Gießen regelmäßig fort. Staunässe ist aber auch in diesem Fall zu vermeiden.

Oft erholt sich die Hortensie bei der erneuten Wassergabe sehr schnell, schon nach wenigen Tagen. Wenn sie erste frische Triebe ansetzt, ist es Zeit, die vertrockneten Pflanzenteile gründlich zu entfernen.
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Teilen

Wenn eine Hortensie zu groß wird, kann sie problemlos geteilt werden. Kraft erfordert die Maßnahme wegen ihres kompakten Wurzelballens allerdings schon. Die ausgegrabene oder ausgetopfte Pflanze bearbeiten Sie am besten mit einer scharfen, sauberen Säge. Der verkleinerte Wurzelballen sollte vor der Einpflanzung mit Holzkohlepulver bestäubt werden.
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Tipp

Nicht nur die abgeblühten, trockenen Blütenstände der Hortensie eignen sich als dauerhafte, dekorative und rustikale Naturalienzierde im Haus. Sie können auch die noch in voller, farbiger Blüte stehenden Blütenbüschel zu Dekozwecken verwenden – und das nicht nur in frischer Schnittblumenform für die Vase, deren schöner Anblick schnell verflogen ist.

Wenn Sie in der Blüte stehende Blütenstände einfach so trocknen, verlieren sie stark an Farbe. Dem können Sie mithilfe von Glycerin entgegenwirken. Stellen Sie die abgeschnittenen Blütenstängel in ein Glas mit 100 ml Glycerin auf 200 ml Wasser und lassen ihn das Gemisch aufnehmen – wenn die Aufnahmefähigkeit erschöpft ist, werden Tropfen auf den Hochblättern erscheinen. Dann können Sie die Blüte herausnehmen und trocknen lassen – das in den Blütenblättern eingelagerte Glycerin erhält dabei die Farbe und kann Ihnen dauerhaft einen prächtigen Farbtupfer im Zimmer bescheren.

Arten und Sorten

Bauernhortensie

Diese Art ist der absolute Klassiker unter den Hortensien in der hiesigen Gartenkultur. Sie zeichnet sich durch ihre prächtigen Blütenstände aus, die häufig zu kompletten Schaublütengruppen gezüchtet sind. Bei dieser Art „funktioniert“ auch die Farbbeeinflussung durch den ph-Wert im Boden.

An Sorten ist zum Beispiel die Gruppe „Endless Summer“ beliebt, innerhalb derer es wiederum zahlreiche besondere Züchtungen gibt. Während sie zu Anfang nur in Weiß erhältlich war, haben Sie heute eine große Farbauswahl von zarten Rosatönen über kühles Blau bis zu leuchtendem Himbeerpink wie etwa bei der Variante „Summer Love“.

Wie es der Name schon nahelegt, können Sie sich bei Endless Summer-Bauernhortensien über eine besonders lange Blütezeit von Mai bis in den späten Herbst hinein freuen.

So überaus beliebt ist die Bauernhortensie nicht nur wegen ihres prachtvollen, klassischen Erscheinungsbildes, sondern auch wegen ihres vergleichsweise geringen Pflegeanspruchs. Das wichtigste ist eine ausgiebige und regelmäßige Wasserversorgung.

Kletterhortensie

Diese Form, die Hauswände bis in große Höhen erklimmen kann, hat noch ursprüngliche Blütenstände, also mit fertilen Mittelblüten und nur außenstehenden Schaublüten. Ohne Rankhilfe kann sie auch als Bodendecker eingesetzt werden. Alle Kletterhortensienarten blühen weiß, es gibt aber auch Varianten mit kleinen Besonderheiten: Eine sehr schöne Sorte ist zum Beispiel die schneeweiße „Semiola“ oder die „Silver Linig“ mit panaschierten Blättern. Beide Sorten behalten im Winter ihr grünes Laub und können bis zu 15 Meter hoch werden.

Eichblättrige Hortensie

Diese Art sticht mit ihrem eichen- oder ahornartig gelappten Laub aus der Gattung heraus, das sich im Herbst auch noch sehr attraktiv in rötlichen Tönen verfärbt. Abseits der Blütezeit bietet sie also auch einen hohen Schmuckwert. Auch bei Kletterhortensien sind die Blüten noch in ihrem Originalzustand mit fruchtbarem Zentrum und einem Kranz aus Schaublüten.

Eine sehr hübsche Sorte ist etwa die „Snowflake“ mit weißen Blüten und feinen Akzenten in Rosé. Damit bringt sie ab Juli eine romantische Frische in den Sommergarten. Im Herbst gibt es noch einmal ein Farbspektakel durch die leuchtend rötliche Laubverfärbung.

Vom Habitus her ist die Snowflake breitbuschig und aufrecht und erreicht eine Höhe von etwa 1,50 m. Im Winter sollte sie mit Tannenzweigen oder Jute vor Frost geschützt werden.

Text: Caroline Strauss Artikelbild: krolya25/Shutterstock

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