Hortensien

Hortensien-Problem: Staunässe erkennen und beheben

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Hortensien begeistern mit ihrer Blütenpracht, doch Staunässe kann ihre Schönheit gefährden. Dieser Artikel erklärt, wie Sie Staunässe erkennen, die Ursachen verstehen und effektiv vorbeugen.

Hydrangea Staunässe

Staunässe bei Hortensien erkennen

Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, dass eine Hortensie unter Staunässe leidet. Dazu gehören:

  • Kümmerwuchs: Die Pflanze wächst nicht richtig und wirkt insgesamt schwach.
  • Vergilbte Blätter: Die Blätter verfärben sich gelb und können abfallen.
  • Welke Blätter: Die Blätter hängen schlaff herab, obwohl der Boden feucht ist.
  • Faulende Wurzeln: Bei genauerer Untersuchung zeigen sich braune, matschige Wurzeln, die unangenehm riechen.
  • Schimmel oder Pilzbefall: Schimmel oder Pilze auf dem Boden oder der Pflanze weisen ebenfalls auf übermäßige Feuchtigkeit hin.
  • Trauermücken: Ein häufiges Vorkommen von Trauermücken kann auf Pilzbefall und Staunässe in der Erde hindeuten.

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Ursachen für Staunässe

Staunässe entsteht, wenn Wasser nicht richtig abfließen kann und sich im Wurzelbereich der Hortensie staut. Dies kann verschiedene Gründe haben:

  • Schwere, verdichtete Böden: Lehmige oder tonige Böden speichern Wasser stark und lassen es nur langsam abfließen.
  • Fehlende Drainage: Ein fehlender oder unzureichender Wasserablauf im Boden führt dazu, dass das Wasser nicht versickern kann.
  • Zu häufiges Gießen: Übermäßiges Gießen kann den Boden so stark durchnässen, dass die Wurzeln der Hortensie in Staunässe stehen.
  • Ungünstige Standortbedingungen: Senken oder Mulden im Garten, in denen sich Wasser sammelt, sind ungeeignet für Hortensien.
  • Exzessive Regenfälle: Andauernder Regen oder Schneeschmelze können zu einer erhöhten Wassersättigung des Bodens führen.
  • Abflusslose Töpfe: Pflanzgefäße ohne ausreichende Abflusslöcher oder mit verstopften Löchern verhindern den Ablauf überschüssigen Wassers.

Folgen von Staunässe

Staunässe beeinträchtigt die Wurzeln der Hortensie erheblich. Die Wurzelspitzen, die maßgeblich für die Nährstoffaufnahme verantwortlich sind, sterben ab. Dies führt zu:

  • Sauerstoffmangel: Die Wurzeln können keinen ausreichenden Sauerstoff aufnehmen, wodurch ihre Aktivität stark eingeschränkt wird.
  • Nährstoffmangel: Durch den Mangel an Sauerstoff und aufgrund faulender Wurzeln ist die Aufnahme von Nährstoffen, einschließlich essentieller Spurenelemente wie Eisen und Zink, erheblich gestört.
  • Wurzelfäule: In der nassen Erde vermehren sich schädliche Pilze und Krankheitserreger, die die Wurzeln weiter schädigen und zum Absterben der Pflanze führen können.

Maßnahmen gegen Staunässe

Um Staunässe bei Hortensien zu vermeiden oder zu beheben, sind verschiedene Maßnahmen möglich:

Standortwahl und Bodenvorbereitung

  • Halbschattiger Standort mit durchlässigem Boden: Wählen Sie einen halbschattigen Standort und achten Sie auf einen gut durchlässigen, humusreichen Boden.
  • Bodenverbesserung: Schwerer Boden kann durch Einarbeiten von Sand, Kies oder Kompost verbessert werden, um die Drainage zu erhöhen.
  • Hochbeet: Bei stark lehmigem oder tonigem Boden bietet sich ein Hochbeet als Alternative an, um eine bessere Wasserabführung zu gewährleisten.

Pflanzung

  • Drainage: Beim Einpflanzen der Hortensie sollte eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton im Pflanzloch angelegt werden, um den Wasserabfluss zu verbessern.
  • Pflanztiefe: Achten Sie darauf, die Hortensie nicht zu tief zu pflanzen, da dies ebenfalls zu Staunässe führen kann.

Richtiges Gießen

  • Gießmenge: Gießen Sie die Hortensie so, dass der Boden feucht, aber nicht nass ist.
  • Gießhäufigkeit: Die Gießhäufigkeit sollte an die Witterungsbedingungen und den Bodenzustand angepasst werden. In trockenen Phasen reicht es, die Hortensie alle paar Tage zu gießen.
  • Gießtechnik: Gießen Sie direkt am Wurzelballen und vermeiden Sie es, die Blätter zu benetzen, um Pilzbefall zu verhindern.

Drainage nachträglich verbessern

  • Rinne: Eine flache Rinne um das Hortensienbeet kann helfen, überschüssiges Wasser abzuleiten.
  • Drainagegräben: Bei größeren Flächen oder stark verdichteten Böden können Drainagegräben angelegt werden, um Wasser effizienter abzuleiten.
  • Erdbohrer: Mehrere Löcher im Boden, gefüllt mit Kies oder Schotter, schaffen zusätzliche Drainagemöglichkeiten und verbessern die Wasserabführung erheblich.

Hortensien im Kübel

Auch Hortensien im Kübel können von Staunässe betroffen sein. Beachten Sie diese grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen:

  • Pflanzgefäß: Ein Pflanzgefäß mit großen Abflusslöchern wählen, um überschüssiges Wasser abfließen zu lassen.
  • Drainage: Eine Drainageschicht aus Tonscherben oder Kies am Topfboden einlegen, um stehendes Wasser zu vermeiden.
  • Substrat: Ein spezielles Hortensiensubstrat nutzen oder Gartenerde mit Sand oder Perlite mischen, um die Durchlässigkeit des Bodens zu erhöhen.
  • Gießen: Die Hortensie regelmäßig, aber maßvoll gießen. Überschüssiges Wasser im Untersetzer nach kurzer Zeit abgießen, um Staunässe zu verhindern.

Indem diese Punkte beachtet werden, können Hortensien im Kübel prächtig gedeihen, ohne durch Staunässe Schaden zu nehmen.