Hortensien

Hortensien gießen: So vermeiden Sie Wassermangel & Staunässe

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Die richtige Bewässerung ist entscheidend für die Gesundheit und Blütenpracht von Hortensien. Dieser Ratgeber bietet Ihnen umfassende Informationen und praktische Tipps, um Ihre Hortensien optimal mit Wasser zu versorgen und häufige Fehler zu vermeiden.

Hydrangea gießen
Hortensien brauchen sehr viel Wasser

Anzeichen für Wassermangel

Ihre Hortensien zeigen Ihnen deutlich, wenn sie unter Wassermangel leiden. Achten Sie auf folgende Signale:

  • Welkende Blätter und Blüten: Die Pflanze lässt sichtbar die Blätter und Blüten hängen, ein klares Zeichen für Trockenheit.
  • Dunklere Blattfarbe: Verändert sich die Blattfarbe zu einem tiefen Grün, kann dies auf Trockenstress hindeuten.
  • Hängende Blätter, besonders an warmen Tagen: Die Hortensie versucht, durch das Hängenlassen der Blätter die Verdunstung zu minimieren und Feuchtigkeit zu sparen.
  • Vermehrter Blattfall: Bei anhaltendem Wassermangel wirft die Pflanze Blätter ab, um sich zu schützen.
  • Ödeme: Blasen oder erhabene Stellen auf den Blättern sind Zellschäden, die durch Wassermangel entstehen.
  • Wachstumsverzögerung: Bekommt die Hortensie zu wenig Wasser, wächst sie langsamer oder stellt das Wachstum ganz ein.
  • Beeinträchtigung der Wurzelgesundheit: Im schlimmsten Fall schädigt die Trockenheit auch die Wurzeln.

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Beobachten Sie Ihre Hortensien regelmäßig, um rechtzeitig auf ihren Wasserbedarf reagieren zu können.

Zeitpunkt und Häufigkeit des Gießens

Um Ihre Hortensien optimal zu bewässern, spielt der richtige Zeitpunkt ebenso eine Rolle wie die richtige Gießmenge und -häufigkeit. Beachten Sie dabei die folgenden Punkte:

Tageszeit: Gießen Sie am besten morgens oder abends, wenn die Verdunstung gering ist und das Wasser gut zu den Wurzeln gelangen kann.

Gießmenge und -häufigkeit: Der Wasserbedarf der Hortensien hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Bodenbeschaffenheit: Leichtere Böden trocknen schneller aus und müssen häufiger gegossen werden als schwere, humose Böden, die Wasser besser speichern.
  • Standort: An sonnigen und windigen Standorten benötigen Hortensien mehr Wasser als im Schatten oder an geschützten Plätzen.
  • Jahreszeit: Während des Wachstums und der Blüte im Frühling und Sommer ist der Wasserbedarf höher als in der Ruhephase.
  • Topfhaltung: Hortensien in Töpfen benötigen mehr Wasser als Pflanzen im Beet, da das Substrat schneller austrocknet. Vermeiden Sie Töpfe aus offenporigem Ton.

Achten Sie darauf, den Boden zwischen den Wassergaben leicht antrocknen zu lassen, um Staunässe zu vermeiden. So beugen Sie Wurzelfäule und anderen Krankheiten vor.

Gießen von Hortensien im Topf

Gießen von Hortensien im Topf

Hortensien im Topf benötigen eine regelmäßige und sorgfältige Wasserzufuhr

Hortensien im Topf benötigen besondere Aufmerksamkeit, um ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt zu sein:

  • Überprüfung des Substrats: Bevor Sie gießen, sollten Sie mit dem Finger prüfen, ob die oberen 2 cm des Substrats trocken sind.
  • Wahl des Topfes: Verwenden Sie Töpfe mit Abflusslöchern, um Staunässe zu verhindern. Anstelle von Tontöpfen eignen sich glasierte Töpfe oder Kunststoffgefäße besser, da sie die Feuchtigkeit länger speichern.
  • Gießhäufigkeit: An heißen Sommertagen kann es nötig sein, Ihre Hortensien im Topf zweimal täglich zu gießen.
  • Gießmenge: Gießen Sie so lange, bis Wasser aus den Abflusslöchern austritt. So stellen Sie sicher, dass der gesamte Wurzelballen ausreichend Wasser erhält.

Mit diesen Maßnahmen fördern Sie die Vitalität und Blütenpracht Ihrer Topfhortensien.

Wasserqualität

Hortensien bevorzugen kalkarmes, weiches Wasser. Leitungswasser kann Kalkablagerungen im Boden verursachen, die die Nährstoffaufnahme der Pflanzen behindern.

  • Regenwasser: Regenwasser ist ideal für Hortensien, da es weich ist und keinen Kalk enthält. Es fördert die Nährstoffaufnahme und beugt Mangelerscheinungen vor.
  • Leitungswasser: Wenn Sie Leitungswasser verwenden, lassen Sie es abstehen, damit sich der Kalk absetzen kann. Bei hartem Wasser (über 10 °dH) empfiehlt es sich, das Wasser zu entkalken.

Die Verwendung des richtigen Wassers unterstützt die Gesundheit und Blütenbildung Ihrer Hortensien.

Mulchen

Mulchen

Mulchen verbessert die Bodenstruktur und unterdrückt Unkraut

Mulchen hält die Feuchtigkeit im Boden und bietet eine Reihe weiterer Vorteile. Es gibt verschiedene organische Materialien, die sich zum Mulchen eignen:

  • Rindenmulch: Rindenmulch hält den Boden gleichmäßig feucht und unterdrückt Unkraut. Tragen Sie eine Schicht von 7 bis 10 cm auf.
  • Stroh: Stroh eignet sich besonders im Sommer, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Achten Sie darauf, das Stroh nicht zu dick aufzutragen, damit die Luft zirkulieren kann.
  • Grasschnitt: Dünne Schichten Grasschnitt versorgen den Boden mit Stickstoff.
  • Laub: Zerkleinertes Laub verbessert die Bodenstruktur und das Bodenleben.
  • Holzhäcksel: Holzhäcksel eignen sich für eine dauerhafte Bodenabdeckung und verbessern die Bodenqualität.
  • Kakaoschalen: Kakaoschalen sehen dekorativ aus und geben dem Boden Nährstoffe zurück. Beachten Sie jedoch, dass sie Theobromin enthalten, das für Haustiere giftig ist.

So mulchen Sie Ihre Hortensien richtig:

  1. Entfernen Sie Unkraut und lockern Sie den Boden auf.
  2. Mischen Sie Hornspäne oder andere natürliche Dünger unter die oberste Bodenschicht.
  3. Tragen Sie eine Mulchschicht von 7 bis 10 cm Dicke auf.

Mulchen fördert nicht nur die Feuchtigkeitsspeicherung und Unkrautunterdrückung, sondern auch die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit. Ihre Hortensien werden es Ihnen mit gesunden Blättern und üppiger Blüte danken.

Anzeichen für Überwässerung

Anzeichen für Überwässerung

Ein angepasster Gießrhythmus beugt Überwässerung und damit verbundenen Schäden vor

Zu viel Wasser schadet Hortensien genauso wie Trockenheit. Achten Sie auf folgende Anzeichen:

  • Hängende Blätter trotz feuchter Erde: Die Pflanze wirkt schlapp, obwohl der Boden nass ist.
  • Gelbe Blätter und Stängel: Zu viel Wasser stört die Nährstoffaufnahme, was zu gelblichen Blättern und weichen Stängeln führen kann.
  • Braune Blattränder mit gelbem Ring: Diese Verfärbungen deuten auf bakterielle Infektionen hin, die in feuchter Umgebung gedeihen.
  • Schimmel oder Pilzbefall: Überwässerung begünstigt das Wachstum von Schimmel und Pilzen.
  • Trauermücken: Diese Insekten deuten oft auf zu feuchte Bedingungen hin.
  • Blattfall: Sowohl junge als auch alte Blätter fallen plötzlich ab.

Sollten Sie Anzeichen von Überwässerung feststellen, passen Sie Ihr Gießverhalten entsprechend an.

Bilder: azgek / iStockphoto