Gleich zweifach gut: das Hochbeet-Gewächshaus

Aus Holzlatten und einer Glasabdeckung lässt sich ein Aufsatz fürs Hochbeet bauen, mit dem Sie die Vorteile des Hochbeets mit dem eines Gewächshauses platzsparend kombinieren können. Ein solch geschützter Anbau verlängert die Vegetationsperiode ihres Gemüses um einige Wochen.

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Ein Hochbeet-Gewächshaus ist die perfekte Kombination der Vorteile beider Anbausysteme

Vorteile eines Hochbeet-Gewächshauses

Dass gerade wärmeliebende Pflanzen unter einer Folien- oder Glasabdeckung besser und schneller wachsen als in einem freien Beet, dürfte kein Geheimnis sein. Unter der lichtdurchlässigen Überdachung wird die Sonnenwärme gespeichert, was wiederum die Luft dauerhaft erwärmt und zudem die Luftfeuchtigkeit erhöht. Durch die Wärme sind außerdem die im Boden vorhandenen Bakterien und Pilze aktiver und können so mehr Nährstoffe freisetzen. Mehr Nährstoffe, mehr Wärme und mehr Feuchtigkeit bedeuten wiederum mehr Wachstum – und damit bessere Ernten.

Lüften nicht vergessen!

Vergessen Sie aber das Lüften nicht, denn sonst kann die Luft unter der Abdeckung schnell zu warm werden. Zudem fördert stehende, stickige Luft den Befall der Pflanzen mit Pilzkrankheiten und Schädlingen. Aus diesem Grund sind Lüftungsvorrichtungen auch in einem Hochbeet-Gewächshaus unverzichtbar. Dabei gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder Sie bedienen diese per Hand oder investieren in eine eingebaute Belüftungsautomatik. Letztere ist insbesondere im Hochsommer sowie während der Urlaubszeit von Vorteil.

Gewächshaus-Aufbau fürs Hochbeet

Gewächshausaufbauten fürs Hochbeet können Sie selbst aus Holz- oder Aluminiumstreben, die mit lichtdurchlässigen Scheiben aus Folie, Kunststoff oder Glas verkleidet werden, bauen. Dabei sollten Sie entweder einzelne Scheiben oder aber ganze Seiten so gestalten, dass sie sich zum Lüften hochklappen und arretieren lassen. Wer handwerklich nicht so begabt ist, kauft passende Aufsätze fürs eigene Hochbeet bzw. gleich einen kompletten Bausatz, bestehend aus einem Hochbeetkasten nebst passendem Gewächshausaufsatz. Diese Variante ist allerdings keine ganz billige Anschaffung.

Tomaten und andere Fruchtgemüse im Hochbeet-Gewächshaus anbauen

Was für den Salatgärtner die Schnecken sind, ist für den Tomatenfreund die gefürchtete Kraut- und Braunfäule. Diese Krankheit wird durch einen Pilz verursacht, der über die Wurzeln und Blätter in die Pflanze eindringt und ihre Leitungsbahnen verstopft. Befallene Pflanzenteile werden braun und fallen ab, die Früchte von infizierten Pflanzen schmecken bitter. Gegen die verbreitete Krankheit hilft nur der Anbau von resistenten Sorten sowie ein Schutz der Tomaten gegen Regen, durch den die Pilzsporen verbreitet werden. Tomaten sind in einem Gewächshaus perfekt vor der Ausbreitung des Schadpilzes geschützt. Außerdem fühlen sich Tomaten wie die anderen wärmebedürftigen Sonnenanbeter Gurken, Auberginen, Chili, Paprika und Co. in der geschützten und warmen Umgebung eines Gewächshauses pudelwohl.

Hochbeet im Gewächshaus

Wenn Sie bereits ein größeres Gewächshaus im Garten stehen haben, können Sie Ihr Gemüse-Hochbeet auch einfach dort hinein stellen. Hochbeete im Gewächshaus sind eine prima Methode, die dort vorherrschenden, etwas beengten Arbeitsbedingungen enorm zu erleichtern. Außerdem bietet diese Lösung den Vorteil, dass Sie zum Bau des Hochbeetes leicht dünnere (und günstigere) Holzbretter verwenden können – schließlich ist das Material nicht der Witterung ausgesetzt.

Tipps

Auch die Anzucht von eigenen Jungpflanzen gelingt in einem Hochbeet-Gewächshaus besonders gut, da die Pflanzen hier besonders viel Licht und Wärme bekommen und dadurch später kräftiger und gesünder werden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Grisha Bruev/Shutterstock

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