Gewächshaus befestigen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Gewächshaus zu verankern

Statik und Sicherheit – auch beim Gewächshaus wichtig

Jedes Bauwerk muss stabil und sicher stehen, deshalb gilt auf für den Hausgarten: Sorgfältiges Gewächshaus verankern ist Pflicht. Das erfordert kein tiefgreifendes Fachwissen, aber einige bauliche Besonderheiten und allgemeine Gesetzmäßigkeiten der Statik gilt es dabei durchaus einzuhalten.

Ob als Fertigbausatz angeschafft oder als individuelles Unikat und Stück für Stück selbst errichtet – das neue Gewächshaus verankern, sollten Sie ganz besonders sorgfältig. Schließlich muss es jeden Morgen genau an derselben Stelle stehen, an der es abends zuvor verlassen wurde. Mit dem klassischen Fundament aus Beton wird die höchste Standfestigkeit erreicht und es lässt sich auch ziemlich einfach und kostengünstig in Eigenregie errichten. Bei Fertighäusern ist vielfach ein spezieller Befestigungssatz im Lieferumfang enthalten, der aus in den Boden einzulassende Säulen und Ösen besteht und den man unter Zuhilfenahme von Stahlseilen mit dem Gewächshaus verankern kann.

Fundamente – ganz einfach selbst gemacht

Grundsätzlich wählen die meisten Hobbygärtner eine der drei folgenden Varianten zum Gewächshaus verankern, die allesamt eine hohe Sicherheit bieten. Unterschieden werden:

  • Geschlossene Fundamentplatte aus geschüttetem Beton;
  • Streifenfundament für die Seitenwände;
  • Punktfundament unterhalb der Träger;

Beachtet werden sollte, dass je nach Größe des Gewächshausneubaus in einigen Bundesländern sogar eine Baugenehmigung erforderlich sein könnte. Auch die optimale und meist endgültige Standortauswahl ist wichtig zu bedenken, da spätere Korrekturen kaum noch ohne großen Aufwand zu betreiben, möglich sind. Wird beabsichtigt, das Gewächshaus ganzjährig zu benutzen und es bei Bedarf zusätzlich zu beheizen, ist die geschlossene Fundamentplatte die optimale Lösung.

Gewächshaus verankern, am besten auch noch frostsicher

Das heißt, dass die Tiefe der Baugrube zwischen 60 und 80 cm liegen sollte, was neben der gewünschten Standsicherheit später auch ermöglicht, dass die Pflanzen unter optimalen klimatischen Verhältnissen heranwachsen und Heizenergie nur sehr maßvoll erforderlich ist. Empfehlenswert ist die Verwendung von Fertigbeton, den es als Trockenmörtel in allen größeren Baumärkten gibt. Mit Wasser gemischt muss der Beton nur noch in die vorbereitete Baugrube verfüllt werden und, wie der Herstellerdokumentation zu entnehmen ist, einige Tage aushärten. Die Betonschicht sollte mindestens 20 cm stark sein, als Untergrund kann das ausgeschachtete Fundament vor dem Zementieren auch mit Schotter aufgefüllt werden. Mit ins Fundament kommen die für eine ordnungsgemäße Statik notwendigen Anker, mit denen der Gewächshausrahmen nach dem Austrocknen verschraubt wird.

Fertigsets zum Gewächshaus verankern

Vom Grundprinzip her funktionieren diese Bausätze so ähnlich wie ein Punktfundament, nur mit der Ausnahme, dass die Anker ein wenig außerhalb der Außenwände im Erdreich eingelassen sind. Als Verbindung zum Gewächshaus werden mehrere Stahlseile über das Dach verlegt, die auf der gegenüberliegenden Seite fest justiert werden. Dazu gibt es manuelle Nachspanneinrichtungen, die gewährleisten sollen, dass die Metallseile möglichst eng an der Außenhülle des Gewächshauses anliegen. Rein von der Ästhetik her, wäre allerdings das vorher beschriebene Betonfundament sicherlich ansehnlicher.

Tipps

Damit beim Gewächshaus verankern auch später alles passt, sollte auch dieses vergleichsweise kleine Fundament exakt mit einem Schnurgerüst abgesteckt werden. Die absolute Ebenerdig- und Rechtwinkligkeit sieht hinterher nicht nur gut aus, sondern erhöht Standfestigkeit und Sicherheit.

Text: Gartenjournal.net

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