Grünkohl einjährig
Grünkohl blüht im zweiten Jahr

Ist Grünkohl mehrjährig?

Grünkohl ist zwar mehrjährig, wird aber meist nur einjährig angebaut. Warum dem so ist und wie Sie Ihren Grünkohl mehrjährig anbauen, erfahren Sie im Folgenden.

Grünkohl ist zweijährig

Grünkohl ist im Normalfall zweijährig. Das können Sie auf Ihrer Saatgut-Packung nachlesen. Oft wird er aber nur einjährig angebaut. Der Grund dafür ist einfach: Grünkohl ist zur warmen Jahreszeit sehr stärkehaltig und schmeckt daher bitter. Erst zur kalten Jahreszeit (nicht nur bei Frost!) bildet er weniger Bitterstoffe, aber weiterhin Glukose, sodass er süßer und milder schmeckt. Die Erntezeit beginnt im Oktober und endet meist spätestens im Februar .Daher ist Grünkohl von Mai bis Oktober praktisch nicht zu gebrauchen und nimmt außerdem Platz weg, der für andere Pflanzen gebraucht werden kann.
Ein weiteres Problem ist, dass Grünkohl zu den Kreuzblütengewächsen gehören, bei denen wie bei anderen Starkzehrern eine besondere Fruchtfolge zu beachten ist. So muss das Beet sich nach dem Anbau von jeglichen Kohlsorten drei Jahre lang erholen, bevor Sie erneut Kohl anbauen können. Lassen Sie den Kohl zwei Jahre lang stehen, „verlieren“ Sie praktisch ein Jahr, in dem Sie den Kohl sowieso fast nicht nutzen können.

Grünkohl im zweiten Winter ernten

Grünkohl gilt zwar als zweijährig, kann aber nur im ersten Winter geerntet werden. Im darauffolgenden Sommer wird er nämlich blühen und stirbt anschließend, denn wie bei allen Pflanzen geht es auch dem Grünkohl einzig darum, sich zu vermehren.

Die Blüte des Grünkohls

Lassen Sie Ihren Grünkohl aber über den Sommer im Beet stehen, wird er eine schöne, kräftig gelbe Blüte ausblühen mit den für Kreuzblütler typischen vier Blütenblättern. Nach der Blüte bildet der Grünkohl dann Samen, die Sie absammeln und für die Aussaat im nächsten Jahr nutzen können. Aber Vorsicht: Säen sich nicht an der gleichen Stelle aus!

Text: Sara Müller

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