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Bereits im Herbst beginnt die Vorbereitung fürs nächste Jahr

Gemüsegarten für die neue Saison richtig vorbereiten

Bevor der Gärtner ernten kann, muss er zunächst einmal arbeiten. Damit die Gemüsepflänzchen wachsen und gedeihen, sollte der Boden gut vorbereitet werden - nur so entstehen optimale Bedingungen für das Wachsen und Reifen. Dabei beginnt die Vorbereitung für die neue Vegetationssaison bereits im Herbst.

Bodenpflege erfolgt bereits im Herbst

Bereits am Ende der Vegetationszeit beginnt die Bodenpflege mit dem Abräumen der letzten Gemüsekulturen sowie dem Umgraben und / oder Pflügen des Bodens. Vor allem lehmige und schwere Böden sollten im Herbst umgegraben werden, um für eine gute Belüftung und ausreichend Lockerheit zu sorgen. Während der kalten Wintermonate hat der Boden dabei Zeit, sich zu setzen und wird außerdem durch den Frost „gebrochen“. Dies wiederum erleichtert die feinere Bodenbearbeitung im Frühjahr. Ein weiterer Vorteil des herbstlichen Umgrabens besteht darin, dass Bodenschädlinge und Schnecken (die in der Erde überwintern) durch das Umgraben beseitigt werden.

Im Frühjahr Boden für die neue Pflanzung vorbereiten

Doch Vorsicht: Gerade sehr humose und leichte Böden sollten nicht umgegraben werden. Dadurch gerät bei diesen Böden die Struktur durcheinander, so dass der Humus schneller abgebaut wird. Derartige Gartenböden sind mit einer Grabegabel und einem Sauzahn lediglich zu lockern. Viel wichtiger ist ohnehin die Feinbearbeitung, die im zeitigen Frühjahr erfolgt und für die für die Pflanzung und Aussaat so wichtige feine Krume sorgt. Hierfür benötigen Sie Werkzeuge wie Rechen, Harke und Sauzahn, mit denen sich eine feinkrümelige Struktur sowie ein ebenes Pflanzbett erzielen lassen. Nehmen Sie diese Arbeiten jedoch nicht auf sehr feuchten Böden vor, sondern warten Sie lieber auf trockenere Tage – sonst fehlt am Ende die feine Krume.

Weitere Bodenpflege im Frühjahr

Vor der Frühjahrsbestellung ist außerdem über eine Grunddüngung mit Kompost sowie organischem oder mineralischem Dünger zu entscheiden. Diese sind mittels Spaten oder Grabegabel unterzugraben. Eventuell im Herbst ausgesäte und über den Winter erfrorene Gründüngung ist bereits ab Februar durch Umgraben unterzuheben. Danach muss der Boden nämlich erst einmal ruhen.

Bodenpflege nach dem Abräumen der Vorkulturen

Ab etwa Mitte März können die ersten Vorkulturen wie Spinat, Frühmöhren oder Radieschen ins Beet. Sind diese schließlich im Mai abgeräumt, erfolgt eine weitere Bodenbearbeitung. Dazu führen Sie die Ernterückstände dem Kompost zu und beharken den Boden gründlich. Bei schweren Böden bzw. wenn die Ernterückstände als Dünger eingearbeitet werden sollen bzw. Sie mit einem starken Unkrautbewuchs rechnen, empfiehlt sich ein neuerliches Umgraben und die anschließende Feinbearbeitung.

Tipps

Lassen Sie den Boden nach dem Umgraben immer ein bis zwei Wochen ruhen bevor sie ihn neu bepflanzen: Dann zeigen sich nämlich auch schon Unkräuter, die sofort beseitigt werden können.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: OzCameraman/Shutterstock

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