Krankheiten und Schädlinge am Alpenveilchen

Kurz nach dem Kauf - erst vor wenigen Wochen - sah das Alpenveilchen noch pikobello aus. Nun steht es im gemütlich-warmen Wohnzimmer und wird von Tag zu Tag bemitleidenswerter. Welche Krankheiten und Schädlinge dahinter stecken können, lesen Sie nachfolgend!

Alpenveilchen Schädlinge
Alpenveilchen werden häufiger von Krankheiten befallen, wenn sie zu viel gegossen werden

Krankheiten erkennen und bekämpfen

Grundsätzlich gibt es keine bestimmten Krankheiten, von denen Alpenveilchen regelmäßig heimgesucht werden. Lediglich bei einer fehlerhaften Pflege kann es zu Erkrankungen kommen. Am häufigsten treten Grauschimmel und Knollenfäule auf. Seltener ist die Cyclamenwelke (Pilzerreger) zu Werke.

Grauschimmel

Der Grauschimmel ist, wie es der Name verrät, an einem grauen und schimmelartigen Belag auf den Blättern zu erkennen. Er tritt vor allem dann auf, wenn das Alpenveilchen zu warm steht und die Erde zu feucht ist. Dieser Pilzerreger kann die Pflanze eingehen lassen…

Beachten Sie bei Grauschimmel das Folgende:

  • nicht immer behandelbar
  • Vorbeugung ist besser als Nachsorge
  • bei Befall sofort umtopfen
  • Standortwechsel (nicht wärmer als 20 °C) vornehmen
  • mäßig gießen
  • Raum regelmäßig lüften

Knollenfäule

Die Knollenfäule tritt auf, wenn das Alpenveilchen zu großzügig gegossen wird, so dass die Erde nass ist. Außerdem begünstigen verwelkte und nicht entfernte Blätter diese Krankheit.

In der Regel ist bei Knollenfäule keine Rettung in Sicht, selbst wenn das Alpenveilchen umgetopft wird. Daher lautet die Devise: Vorbeugung. Gießen Sie das Alpenveilchen von unten, regelmäßig, aber nicht zu üppig. Außerdem sollten Sie verwelkte Pflanzenteile sofort entfernen.

Schädlinge erkennen und bekämpfen

Der Dickmaulrüssler und seine Larven fressen sich an den Blättern des Alpenveilchens satt. Diesen Schädling werden Sie los, indem Sie nachts mit einer Stirnlampe losziehen und die Käfer (nachtaktiv) auf frischer Tat ertappen und absammeln.

Auch die Cyclamenmilbe kann gefährlich werden. Sie frisst insbesondere die Triebspitzen und missgestaltet Blätter und Blüten. Ihre Larven leben in der Erde und fressen die Knolle und Wurzeln auf. Topfen Sie das Alpenveilchen rasch in ein neues Substrat um und spülen Sie vorher die Wurzeln

Tipps & Tricks

Vergilbte Blätter sind nicht zwangsweise ein Hinweis auf eine Krankheit. Meistens handelt es sich hierbei um Pflegefehler, die dem zugrunde liegen.

Text: Anika Gütt
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