Die Knolle vom Alpenveilchen – die giftige Kraftzentrale

Mit ihrer gräulich-braunen Farbe sieht die Knolle vom Alpenveilchen etwa so unspektakulär wie eine platte Kartoffel aus. Doch das unscheinbare Antlitz täuscht. In ihr birgt sich ein großes Potential und die gesamte oberirdische Pflanze ist von ihr abhängig.

Alpenveilchen Zwiebel
Die Knolle ist das giftigste Pflanzenteil des Alpenveilchens

Nährstoffe aufnehmen, speichern und abgeben

Diese scheibenförmig abgeplattete und an der Unterseite mit feinen Wurzeln versehene Knolle hat die Hauptaufgabe Nährstoffe von den Wurzeln aufzunehmen und zu speichern. Mit ihnen erhält das Alpenveilchen die Möglichkeit über mehrere Wochen zu blühen. Doch im Sommer braucht die Knolle eine Ruhezeit. Zu dieser Zeit sollte das Alpenveilchen nicht gedüngt werden.

Die Knolle richtig pflanzen

Um viele Jahre Freude am Alpenveilchen haben zu können, ist es wichtig, seine Knolle richtig zu pflanzen. Dies sollte entweder im Frühsommer oder im Herbst in einem Abstand von 10 cm zu anderen Alpenveilchen erfolgen.

Das ist zu beachten:

  • Pflanzloch großzügig ausheben und Erde auflockern
  • mit Kompost anreichern
  • Knolle wässern
  • Knolle mit der Wölbung nach oben einsetzen
  • Wurzeln sollten nach unten zeigen
  • 5 bis 7 cm tief pflanzen
  • Ausnahme: Bei Topf-Alpenveilchen sollte die Knolle zu 1/3 aus der Erde schauen
  • einschlämmen

Das giftigste Pflanzenteil des Alpenveilchens

Vorsicht im Umgang mit der Knolle! Bereits geringe Mengen von ihr können zu schweren Vergiftungen im Körper führen. Sie ist giftig für Mensch und Tier. 0,2 g sorgen für schwache Vergiftungssymptome wie Übelkeit. Eine Dosis von 8 g ist tödlich.

Die Knolle teilen, um das Alpenveilchen zu vermehren

So teilen Sie das Alpenveilchen mithilfe seiner Knolle:

  • nur große Knollen teilen
  • mit Grabegabel aus der Erde heben
  • säubern und mit Messer teilen
  • jedes Teilstück benötigt mindestens 1 Triebknospe
  • an halbschattigen Platz mit humoser Erde einpflanzen

Lieber nicht auf die Knolle gießen!

Obwohl manche Stimmen behaupten, es würde nicht schaden, ist es besser vorsichtig zu sein und das Glück nicht auf die Probe zu stellen. Die zum Teil herausragende Knolle eines Topf-Alpenveilchens sollte nicht begossen werden. Besser ist es, das Alpenveilchen von unten zu gießen. Damit beugen Sie Fäulnis vor.

Tipps & Tricks

Achtung: Beim Herbst-Alpenveilchen wachsen die Wurzeln aus der oberen Seite.

Text: Anika Gütt
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