Alpenveilchen

Alpenveilchen düngen: Wann und wie für optimale Blüte?

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Alpenveilchen verzaubern mit ihrer Blütenpracht während der Herbst- und Wintermonate. Um die Pflanzen optimal mit Nährstoffen zu versorgen, ist eine angepasste Düngung während der Blütezeit entscheidend. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die richtige Düngung von Alpenveilchen.

Alpenveilchen Dünger
Alpenveilchen sollten vor allem im Herbst und im Frühjahr mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden

Zeitpunkt und Häufigkeit der Düngung

Alpenveilchen benötigen während ihrer Blütezeit, die von September bis April andauert, regelmäßige Düngergaben. In dieser Phase verbrauchen die Pflanzen viele Nährstoffe, um ihre Blütenpracht zu entfalten. Eine Düngung alle zwei bis vier Wochen ist ausreichend, um sie optimal zu versorgen. In der anschließenden Ruhephase im Sommer sollte hingegen nicht gedüngt werden.

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Auswahl des Düngers

Für die Düngung von Alpenveilchen sind spezielle Blühpflanzendünger besonders geeignet, da sie ein ausgewogenes Verhältnis aller wichtigen Nährstoffe enthalten. Universaldünger kann ebenfalls verwendet werden, sollte aber in der Dosierung angepasst sein. Wichtig ist, dass der Dünger sowohl Makronährstoffe als auch Mikronährstoffe enthält:

  • Makronährstoffe: Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K)
  • Mikronährstoffe: Eisen (Fe), Mangan (Mn), Zink (Zn)

Flüssigdünger vs. Langzeitdünger

Flüssigdünger bietet eine schnelle Nährstoffzufuhr, da er direkt über das Gießwasser an die Wurzeln gelangt und sofort wirkt.

Vorteile von Flüssigdünger

  • Sofortige Wirksamkeit für schnelles Wachstum und Blütenbildung
  • Vergleichsweise einfache Dosierung über das Gießwasser
  • Geeignet für akute Nährstoffmängel

Nachteile von Flüssigdünger

  • Regelmäßige Anwendung erforderlich, in der Wachstumsphase alle zwei Wochen
  • Schnellere Verfügbarkeit der Nährstoffe kann zu Salzansammlungen im Substrat führen

Langzeitdünger wird in Form von Granulat, Stäbchen oder Pellets in die Erde eingearbeitet und gibt die Nährstoffe über Monate hinweg kontinuierlich ab.

Vorteile von Langzeitdünger

  • Weniger häufige Anwendung, meist nur einmal alle zwei bis sechs Monate nötig
  • Langsame und kontinuierliche Nährstoffabgabe sorgt für eine anhaltende Versorgung
  • Reduziert den Arbeitsaufwand und minimiert das Risiko der Überdüngung

Nachteile von Langzeitdünger

  • Langsamere Anfangswirkung im Vergleich zu Flüssigdünger
  • Schwieriger, schnell auf akute Nährstoffmängel zu reagieren

Durch die Kombination beider Düngerarten kann eine ausgewogene Nährstoffversorgung erreicht werden.

Düngung während der Ruhephase

In den Sommermonaten, wenn die Alpenveilchen ihre Blätter einziehen und in die Ruhephase gehen, sollte die Düngung eingestellt werden. Die Pflanzen benötigen in dieser Zeit keine zusätzlichen Nährstoffe. Auch die Wassergaben sollten reduziert werden, um die Knollen nicht zu überlasten und so eine optimale Ruhezeit zu gewährleisten.

Fehler beim Düngen vermeiden

  • Überdüngung: Zu viel Dünger kann den Wurzeln der Alpenveilchen schaden und zu Verbrennungen führen. Die empfohlene Düngermenge auf dem Produktetikett genau befolgen.
  • Düngung auf trockene Erde: Dünger immer auf feuchte Erde aufbringen, um Wurzelschäden zu vermeiden. Die Pflanze vorher ausreichend gießen.
  • Düngung während der Ruhephase: Während der Ruhephase im Sommer keine zusätzlichen Nährstoffe zuführen.

Anzeichen für Nährstoffmangel

  • Blasse Blätter: Können auf Stickstoffmangel hinweisen.
  • Gelbe Blätter: Oft ein Zeichen für Eisenmangel, besonders an den jungen Blättern sichtbar.
  • Kümmerwuchs und hellgrüne Verfärbungen: Diese Symptome können auf Schwefelmangel hinweisen.
  • Schwache Blütenbildung: Kann auf Mangel an Phosphor oder Kalium hinweisen.
  • Violett gefärbte Stiele: Stark violett gefärbte Stiele können ebenfalls ein Zeichen für Schwefelmangel sein.