Bei Ihrem Alpenveilchen rollen sich die Blätter ein? Das können Sie tun!

Alpenveilchen gibt es in vielen Arten und Farben. Besonders beliebt sind Zimmer-Alpenveilchen, die ihre Blütenpracht in den Wintermonaten zeigen und deshalb gern als Zimmerpflanzen gehalten werden. Doch was tun, wenn Alpenveilchen die Blätter einrollen?

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Wenn das Alpenveilchen seine Blätter einrollt, kann das unterschiedliche Ursachen haben

Warum rollen sich die Blätter des Alpenveilchens ein?

Bei einem gesunden Alpenveilchen (Cyclamen) stehen Blätter und, während der Blütezeit im Winter, die Blüten straff aufrecht. Rollen sich die Blätter jedoch plötzlich ein, stecken in der Regel Pflegefehler dahinter. Dafür kommen verschiedene Gründe infrage:

  • zu viel Feuchtigkeit / Staunässe
  • zu warmer Standort
  • Schädlingsbefall, vor allem mit Spinnmilben

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Überprüfen Sie gründlich, welche der genannten Ursachen für die eingerollten Blätter verantwortlich ist. Da man, wie ein altes Sprichwort sagt, „Flöhe und Läuse“ haben kann, kann das Symptom auch auf mehrere Auslöser zurückgehen. So ist ein Spinnmilbenbefall etwa an einem zu warmen und trockenen Standort häufig, da die Schädlinge beides mögen und auf eine durch den falschen Platz geschwächte Pflanze treffen.

Was kann man gegen Staunässe beim Alpenveilchen tun?

In den meisten Fällen sind eingerollte Blätter beim Alpenveilchen auf zu viel Feuchtigkeit zurückzuführen, d. h. Sie haben die Pflanze zu viel bzw. zu kräftig gegossen. Dies ist der Fall, wenn die Erde ständig feucht ist und / oder überschüssiges Wasser nicht aus dem Übertopf entfernt wird. Ist das der Fall, können Sie das Alpenveilchen mit etwas Glück noch retten:

  • Entfernen Sie alle eingerollten oder sonst schadhaften Blätter.
  • Reißen Sie sie einfach mit einem Ruck heraus.
  • Topfen Sie das Alpenveilchen aus und entfernen Sie sämtliche anhaftende Erde.
  • Kontrollieren Sie die Wurzeln auf Fäulnis.
  • Entfernen Sie verfaulte Wurzeln.
  • Setzen Sie das Alpenveilchen in frisches, trockenes Substrat ein.
  • Verzichten Sie aufs Gießen bis sich die Pflanze erholt hat.

Doch Vorsicht: Alpenveilchen haben bei Staunässe nur dann eine Chance auf Rettung, wenn die Wurzeln noch nicht oder nicht allzu sehr in Mitleidenschaft gezogen sind. Sind sie hingegen schon stark verfault, wird die Pflanze eingehen.

Welcher Standort ist für das Alpenveilchen ideal?

Zimmer-Alpenveilchen sind zwar nicht frosthart, vertragen aber andererseits auch keine dauerhaften Temperaturen über 20 Grad Celsius – auch nicht während der Blütezeit im Winter! Der optimale Standort ist eher kühl, beispielsweise in einem nicht oder kaum beheizten Raum wie das Schlafzimmer oder das Treppenhaus. Ganz falsch steht die Pflanze daher auf einem Fensterbrett über einer warmen Heizung! Im Sommer ist ein schattiger, kühler Platz im Garten ideal.

Welche Maßnahmen helfen gegen Spinnmilben?

Gegen einen Spinnmilbenbefall hilft ein kühler Standort, verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Benutzen Sie dazu einen Luftbefeuchter oder stellen Sie eine Schale mit Wasser auf. Um die Plagegeister zu bekämpfen, sollten Sie die Pflanze wiederholt mit einer Mischung aus Wasser und Rapsöl (250 Milliliter Rapsöl auf einem Liter gut abgestandenem Wasser) besprühen und die befallenen Blätter entfernen. Schneiden Sie sie jedoch auf keinen Fall ab, sondern ziehen Sie sie drehend heraus.

Tipp

Vertrocknete Blätter und Blüten im Frühjahr normal

Da das Zimmer-Alpenveilchen im Winter blüht, legt es in den Sommermonaten eine Pause ein. Daher ist es vollkommen normal, das im April oder Mai Blätter und Blüten vertrocknen – die Pflanze bereitet sich auf die Ruhezeit vor.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: OlgaBegak/Shutterstock

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