Waldheidelbeeren pflanzen

Waldheidelbeeren im Garten pflanzen

Im Hochsommer können Waldheidelbeeren als aromatischer Fruchtgenuss zwischendurch auf schattigen Waldspaziergängen gesammelt werden. Allerdings kann das Sammeln im Wald Gefahren bergen.

Die besonderen Standortansprüche von Waldheidelbeeren

Waldheidelbeeren wachsen vor allem in Moorgebieten, in denen Sie beim Gehen auf sumpfige Stellen und hervorstehende Wurzeln achten sollten. Im Wald gepflückte Beeren sollten allerdings auch vor Ort nie ungewaschen genascht werden, da sie mit Erregern des auch für den Menschen gefährlichen Fuchsbandwurms belastet sein können. Wenn Sie Waldheidelbeeren zur Umgehung dieser Gefahr im eingezäunten Garten abbauen wollen, so müssen Sie in den meisten Fällen zunächst viel Bodenmaterial austauschen. Waldheidelbeeren benötigen für eine gesunde Entwicklung wie auch Kulturheidelbeeren einen sauren Boden mit einem pH-Wert zwischen 4,0 und 5,0. Diese können Sie erhalten, indem Sie am geplanten Standort einen mehr breiten als tiefen Aushub vornehmen und diesen mit Torf und ähnlich sauren Bodensubstraten auffüllen.

Waldheidelbeeren im Vergleich zu Kulturheidelbeeren

Auch bei bester Pflege werden Sie von den Pflanzen der Waldheidelbeere nie die großen Erntemengen wie bei den speziell gezüchteten Kulturheidelbeeren erhalten können. Da Waldheidelbeeren in der Regel nicht viel höher als 40 Zentimeter werden, ist auch der Fruchtbesatz der an den Zweigen reifenden Früchte relativ begrenzt. Dafür weisen die Früchte aber einen aromatischeren Geschmack als die größeren Kulturheidelbeeren auf und verfügen über den für Blaubeeren charakteristischen, Zunge und Finger blau färbenden Saft. Im Gegensatz zu den sonnenliebenden Kulturheidelbeeren sollten Sie Waldheidelbeeren eher im Halbschatten anpflanzen. Einmal richtig angepflanzt benötigen Waldheidelbeeren im Gegensatz zu Kulturheidelbeeren aber keinerlei zusätzliche Bewässerung oder Schnitt.

Waldheidelbeeren als pflegeleichter Bodendecker

Durch ihr auch langfristig äußerst mäßiges Wachstum und die natürliche Vermehrungsfreudigkeit eignen sich Heidelbeeren für den Einsatz als kostengünstiger Bodendecker auf schattigen Gartenflächen und an Böschungen. Wenn Sie gute Bedingungen vorfinden, vermehren sich Waldheidelbeeren auf folgende Arten:

  • Selbstaussaat
  • Absenker
  • Wurzelausläufer

Sie schirmen das Licht vom Boden ab und verhindern damit das Aufkommen von hochwachsenden Unkräutern. Als angenehmer Nebeneffekt können die Früchte im Hochsommer direkt rund um das Haus geerntet werden.

Tipps & Tricks

Waldheidelbeeren sind als Pflanzen nur selten im Gartenfachhandel zu bekommen. Bevor Sie aber wilde Pflanzen aus einem Waldstück verwenden, sollten Sie unbedingt den Waldbesitzer oder das zuständige Forstamt um Erlaubnis fragen.

Text: Alexander Hallsteiner

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