Kulturheidelbeeren

Mit Kulturheidelbeeren im eigenen Garten Heidelbeeren ernten

Das Sammeln von Heidelbeeren im Wald gehört bei vielen Menschen zu den Abkühlungen an heißen Hochsommertagen. Allerdings bieten auch für den Garten gezüchtete Kulturheidelbeeren eine fruchtige Erfrischung bei Hitze.

Unterschiede zwischen Waldheidelbeeren und Kulturheidelbeeren

Die vom Fachhandel angebotenen Kulturheidelbeeren sind eigentlich mit den hierzulande im Wald anzutreffenden Heidelbeeren botanisch nur sehr weit entfernt verwandt. So gibt es zwischen den Sorten auch deutliche Unterschiede in Bezug auf die Wuchsform der Sträucher und die Größe und Farbe der Früchte. Während Waldheidelbeeren nur selten höher als etwa 40 Zentimeter werden, können Kulturheidelbeeren Sträucher von bis zu 2,5 und 3 Metern Höhe ausbilden. So können Sie von Kulturheidelbeeren nicht nur deutlich mehr Früchte pflücken, sie finden diese auch größtenteils auf Augenhöhe an den locker abstehenden Zweigen. Im Gegensatz zu Waldheidelbeeren ist das Fruchtfleisch von Kulturheidelbeeren annähernd weiß, sodass der Saft Finger und Zunge nicht blau färbt. Waldheidelbeeren schmecken zwar etwas aromatischer als Kulturheidelbeeren, sie können aber mit den prallen und saftigen Früchten der Kultursorten kaum mithalten. Besonders bewährte Sorten unter den Kulturheidelbeeren sind:

  • Northland
  • Pilot
  • Bluecrop

Die Ansprüche von Kulturheidelbeeren an den Standort

Trotz aller Unterschiede sind sich Waldheidelbeeren und Kulturheidelbeeren in manchen Dingen auch sehr ähnlich. So vertragen auch Kulturheidelbeeren an ihrem Standort keinen allzu kalkhaltigen Boden und benötigen ein eher saures Bodenmilieu mit einem pH-Wert zwischen 4,0 und 5,0. Im Gegensatz zu wilden Waldheidelbeeren bevorzugen Kulturheidelbeeren einen vollsonnigen Standort, müssen dafür aber während der Erntezeit auch regelmäßig gut gewässert werden. Staunässe vertragen sie allerdings schlecht, weshalb auf einen lockeren Untergrund besonders zu achten ist. Wenn Sie im Garten über keinen sauren Boden verfügen, so können Sie das Pflanzloch für die Kulturheidelbeeren mit spezieller Rhododendron- und Azaleenerde auskleiden.

Kulturheidelbeeren richtig pflegen und düngen

Im Allgemeinen benötigen auch ausgewachsene Sträucher der Kulturheidelbeeren keinen regelmäßigen Rückschnitt, um ihre Form zu behalten. Allerdings kann das Entfernen besonders alter Triebe zu einer Stimulierung neuen Wachstums und damit auch zu einem höheren Fruchtbesatz im Folgejahr führen. Wenn Sie einen Schnitt durchführen wollen, so sollten Sie dies eher im Herbst nach der Ernte tun. So vermeiden Sie ein zu starkes Austrocknen der Sträucher während heißer Wetterphasen im Sommer. Ansonsten gehört zur Pflege von Kulturheidelbeeren nur das Wässern bei Bedarf und eine Düngung in zwei Phasen. Sie können den Ernteerfolg steigern, wenn Sie Ihren Pflanzen im zeitigen Frühjahr und gegen Ende Mai jeweils eine Portion kalkfreien Düngers verabreichen.

Kulturheidelbeeren ernten und verarbeiten

Die Erntezeit von Heidelbeeren beginnt im Garten etwa Anfang Juli und reicht durch das kontinuierliche Nachreifen von Früchten manchmal bis in den September hinein. Da Heidelbeeren für den Frischverzehr nur sehr begrenzt haltbar sind, empfiehlt sich ein Einfrieren oder Einkochen zur späteren Verwendung.

Tipps & Tricks

Sie können Staunässe an den Heidelbeerwurzeln einfach vermeiden, indem Sie bei der Pflanzung von Heidelbeeren einen etwas erhöhten Erdwall in der Pflanzreihe anlegen.

Text: Alexander Hallsteiner

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