Sterndolde

Sterndolden Sorten: Farbenpracht für Ihren Schattengarten

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Sterndolden (Astrantia) bezaubern mit filigranen Blüten und fügen sich harmonisch in naturnahe Gärten ein. Dieser Artikel stellt beliebte Sorten vor und bietet umfassende Informationen zu Standort, Pflege und Gestaltungsmöglichkeiten mit dieser attraktiven Staude.

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Sterndolden blühen meist hellrosa

Sorten der Sterndolde

Sterndolden (Astrantia) sind wegen ihrer filigranen Blüten und ihrer Eignung für naturnahe Gärten besonders beliebt. Diese Stauden, die zu den Doldenblütlern (Apiaceae) zählen, bieten eine Vielfalt an Farben und Wuchshöhen. Die folgende Übersicht stellt einige beliebte und bewährte Sorten vor.

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Astrantia major ‚Abbey Road‘: Diese Sorte überzeugt durch dunkel purpurrote Blüten und erreicht eine Höhe von 60 bis 70 cm. Sie ist besonders robust und blühfreudig.

Astrantia major ‚Sunningdale Variegated‘: Diese Sorte zeichnet sich durch cremefarbene Zeichnungen auf den Blättern aus, die im Jahresverlauf variieren. Die Blüten schimmern in einem zarten Weiß-Rosa. ‚Sunningdale Variegated‘ wird ebenfalls 60 bis 70 cm hoch.

Astrantia major ‚Moulin Rouge‘: Mit karmesinroten Hüllblättern, die purpurviolette Spitzen aufweisen, ist ‚Moulin Rouge‘ eine auffällige Beetstaude. Sie erreicht eine Höhe von 40 bis 50 cm und eignet sich hervorragend als Schnittblume.

Astrantia major ‚Shaggy‘: Diese Sorte, auch als ‚Margery Fish‘ bekannt, besticht durch silbrig-weiße Blütenköpfchen mit grünlichen Spitzen. ‚Shaggy‘ erreicht eine Wuchshöhe von etwa 50 bis 60 cm.

Astrantia major ‚Roma‘: Die Blüten dieser Sorte variieren in ihrer Färbung von Altrosa über silbrig Rosa bis zu kräftigem Rosa. ‚Roma‘ wächst etwa 40 bis 60 cm hoch und bietet eine facettenreiche Blütenpracht.

Astrantia major ‚Florence‘: ‚Florence‘ trägt silbrig-rosa bis lavendelfarbene Blüten und wird 40 bis 60 cm hoch. Diese Sorte ist für ihre reichblühende Natur und ihre außergewöhnliche Optik bekannt.

Astrantia major ‚Elmblut‘: Mit einer kompakten Höhe von etwa 40 cm und kräftig weinroten Blüten ist ‚Elmblut‘ ideal für kleinere Gärten und Beete.

Astrantia major ‚Rosensinfonie‘: Diese anspruchslose, hochwachsende Sorte besitzt rosarote Blüten und gedeiht besonders gut an feuchten Standorten in Sonne bis Halbschatten. ‚Rosensinfonie‘ kann 10 bis 20 Jahre ohne Umpflanzung an ihrem Standort bleiben.

Die Blütezeit der Sterndolden erstreckt sich von Juni bis September. Diese Sorten sind nicht nur wegen ihrer Schönheit beliebt, sondern auch aufgrund ihrer Eignung als Schnittblumen und für naturnahe Gartenlandschaften. Achten Sie stets auf die spezifischen Standortbedingungen der jeweiligen Sorte, um optimales Wachstum und prachtvolle Blüten zu gewährleisten.

Standort und Pflanztipps

Sterndolden bevorzugen einen halbschattigen bis lichten Schattenplatz im Garten. Der Standort sollte luftfeucht sein, da die Pflanzen empfindlich auf trockene Luft reagieren. Blühen können sie auch an etwas sonnigeren Standorten, sofern der Boden ausreichend feucht gehalten wird. Ideal sind nährstoffreiche, humose Böden, die gut durchlässig sind, um Staunässe zu vermeiden.

Bereiten Sie den Boden vor der Pflanzung gut vor. Wenn der Boden zu mager ist, reichern Sie ihn mit etwas Kompost an, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen. Lehmböden sind besonders geeignet, da sie eine gute Wasserspeicherung bieten. Die beste Pflanzzeit ist zwischen April und Mai. In Gruppen von 3 bis 10 Pflanzen kommen Sterndolden besonders gut zur Geltung. Halten Sie einen Pflanzabstand von etwa 30 bis 50 Zentimetern ein, um den Pflanzen genügend Platz zur Entfaltung zu geben.

Pflege

Sterndolden bevorzugen leicht feuchte, nährstoffreiche Böden. Gießen Sie regelmäßig, besonders an heißen Tagen und an sonnigen Standorten, aber vermeiden Sie Staunässe, um Wurzelschäden zu verhindern. Eine Gabe gut abgelagerten Komposts oder organischen Düngers im Frühjahr reicht in der Regel aus. Vermeiden Sie mineralische Dünger, da Sterndolden nicht gut darauf reagieren.

Ein Rückschnitt im späten Herbst auf Bodenniveau hilft dabei, die Pflanzen gesund zu halten. Um die Blütezeit zu verlängern und eine zweite Blüte im Herbst zu fördern, schneiden Sie die abgeblühten Blütenstände im Sommer zurück. Entfernen Sie verblühte und welke Pflanzenteile regelmäßig. Eine Mulchschicht aus organischem Material kann den Boden länger feucht halten und Unkrautwachstum hemmen.

Sterndolden sind winterhart und benötigen keinen speziellen Frostschutz, jedoch kann eine leichte Abdeckung mit Laub oder Reisig in besonders kalten Wintern hilfreich sein.

Schneiden

Das Schneiden der Sterndolden hat mehrere Vorteile, darunter die Förderung einer erneuten Blüte und die Verhinderung der Selbstaussaat. Schneiden Sie die verblühten Blütenstände im Sommer zurück, um eine Nachblüte zu fördern. Entfernen Sie auch abgeblühte und verwelkte Pflanzenteile regelmäßig. Ein Rückschnitt der verblühten Stängel unmittelbar nach der ersten Blütezeit sichert zudem ein gepflegtes Erscheinungsbild.

Im späten Herbst empfiehlt es sich, abgestorbene Pflanzenteile bodennah zu entfernen. Dies schützt die Pflanze und bietet überwinternden Insekten Unterschlupf. Abgestorbene Pflanzenteile können als Mulchmaterial für andere Gartenbereiche genutzt werden.

Kombination mit anderen Pflanzen

Sterndolden (Astrantia) sind vielseitige Stauden, die sich hervorragend mit anderen Pflanzen kombinieren lassen. Dank ihrer filigranen Blüten und ihrer Vorliebe für halbschattige Standorte bieten sie viele Gestaltungsmöglichkeiten in Beeten und Rabatten.

Pflanzvorschläge für den halbschattigen Bereich

1. Harmonische Farbpalette:

  • Ergänzen Sie Sterndolden mit Astilben und Anemonen, deren Farben eine harmonische Vielfalt schaffen.
  • Auch Frauenmantel ergänzt mit seinen zarten Blättern und gelbgrünen Blüten die Sterndolden hervorragend.

2. Struktur und Höhe:

  • Rittersporn und Wiesenraute sorgen für vertikale Akzente und lebendige Farben.
  • Funkien und Bergenien bieten mit ihren großen Blättern einen schönen Kontrast zu den filigranen Sterndolden.

3. Natürliche Struktur:

  • Seggen oder Schmielen eignen sich hervorragend als Bodendecker und bringen eine natürliche Struktur ins Beet.
  • Zarte Gräser wie Federgras oder Lampenputzergras schaffen zusätzlichen Bodenschutz und ästhetische Fülle.

4. Besondere Kombinationen:

  • Kombinieren Sie dunkelrote Sterndolden-Sorten wie ‘Claret’ oder ‘Haspen Blood’ mit Purpurglöckchen oder rotlaubiger Engelwurz.
  • Zu weißblühenden Sterndolden passen Katzenminze und Lungenkraut besonders gut.

Tipps für die Gestaltung

  • Platzieren Sie die Sterndolden zentral, um ihre attraktiven Blüten optimal zur Geltung zu bringen.
  • Nutzen Sie die Pflanzen in naturhaften Pflanzungen, besonders unter laubabwerfenden Gehölzen.
  • Sterndolden eignen sich hervorragend zur Unterpflanzung von Gehölzen und gedeihen auch im lichten Halbschatten prächtig.

Experimentieren Sie mit verschiedenen Kombinationen, um ein bezauberndes und langlebiges Pflanzenensemble zu schaffen, das von Mai bis September blüht und Ihren Garten bereichert.

Bilder: Debu55y / Shutterstock