Sterndolde: Pflanzen und pflegen

Im naturnahen Garten ist sie angesagter denn je. Die Sterndolde hat es dank ihrer mannigfaltigen floralen Talente unter die beliebtesten Sommerstauden geschafft. Was alles dazugehört, um die genügsame Astrantia gekonnt zu pflanzen und zu pflegen, vermitteln die folgenden Antworten auf häufige Fragen.

Astrantia
Die bezaubernde Sterndolde zeigt ihre zarten Blüten zwei Mal pro Jahr

Sterndolde richtig pflanzen

Im Frühling und Spätsommer ist Pflanzzeit für die Sterndolde. Wählen Sie den Standort mit Bedacht, denn in halbschattigen Lagen mit frisch-feuchter, humoser Erde verweilt eine Astrantia ohne weiteres 10 Jahre und länger. Während Sie den Boden feinkrümelig vorbereiten, wird der eingetopfte Wurzelballen in Wasser getränkt. So verläuft die fachgerechte Pflanzung weiter:

  • Im Abstand von 50-60 cm geräumige Pflanzgruben anlegen mit dem 1,5-fachen Volumen des Wurzelballens
  • Den Aushub anreichern mit gesiebtem Kompost, Hornspänen und ein wenig Vitalkalk
  • In jedes Pflanzloch einen ausgetopften Wurzelballen einsetzen, wobei die bisherige Pflanztiefe beibehalten wird

Es ist von Vorteil für die Vitalität und Blütenfülle, wenn Sie den Boden nach dem Angießen mulchen mit Laub, Grasschnitt oder Rindenmulch.

Pflegetipps

Die sachgemäße Pflege einer Astrantia basiert auf wenigen, unkomplizierten Maßnahmen. Der folgende Überblick zeigt kurz und knapp, wie Sie einer Sterndolde ihr Optimum entlocken:

  • Den Wurzelballen niemals austrocknen lassen
  • Nach dem ersten Blütenflor eine Astrantia 5 bis 10 cm über dem Boden zurückschneiden
  • Im Frühling und nach dem ersten Rückschnitt organisch düngen
  • Im Herbst die verwelkte Nachblüte abschneiden, um die Aussamung zu unterbinden
  • Alternativ die Sterndolde im Februar bodennah kappen, um Platz zu schaffen für den Austrieb

Winterschutz ist einzig für Stauden im Pflanzgefäß erforderlich, damit der Wurzelballen in der exponierten Position nicht durchfriert. Stellen Sie Kübel oder Balkonkasten auf Holz vor die Südwand des Hauses und hüllen das Gefäß ein mit Jute, Folie oder Gartenvlies.
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Welcher Standort ist geeignet?

Mit Gehölzen und Ziersträuchern geht die Sterndolde eine kongeniale Partnerschaft ein. Da sie einen halbschattigen Standort bevorzugt, entfaltet eine Astrantia am Gehölzrand, im Stauden- und Rosenbeet ihre natürliche Schönheit in Vollendung. Je sonniger die Lage, desto mehr Feuchtigkeit sollte der Boden enthalten. Darüber hinaus streckt die Sommerstaude ihre Wurzeln am liebsten in lockerer, humoser und kalkhaltiger Erde aus.
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Der richtige Pflanzabstand

Der breitbuschige Habitus einer Astrantia verlangt nach einem großzügig bemessenen Pflanzabstand. Damit ein blütenreicher Horst bestens zur Geltung kommt, empfehlen wir für die populäre Große Sterndolde eine Distanz von 50 bis 60 cm zum Beetnachbarn. Kleinere Arten und Sorten, wie die Rote Sterndolde, setzen sich in einer Entfernung von 40 bis 45 cm dekorativ in Szene.

Welche Erde braucht die Pflanze?

Ihr Anspruch an die Bodenbeschaffenheit birgt keine Überraschungen. Die Astrantia gedeiht problemlos in jeder normalen Gartenerde, die humos, frisch-feucht und schön locker strukturiert ist. Gerne darf das Substrat ein wenig kalkhaltig sein, sodass im Kübel handelsüblicher Blumenerde eine Handvoll Vitalkalk oder Gesteinsmehl hinzugefügt wird.

Wann ist Blütezeit?

Die sommerliche Doldenblütlerin verwöhnt uns gleich zwei Mal pro Saison mit einer farbenprächtigen Blütezeit. Nachdem eine Astrantia im Juni und Juli ihre hübschen Sternenblüten präsentierte, folgt nach einem Rückschnitt ein weiterer Blütenflor im September. Freuen Sie sich über ein malerisches Erscheinungsbild mit halbkugeligen Blüten, die an ein filigranes Nadelkissen erinnern, sternenförmig umrahmt von zarten Hüllblättern. Nicht weniger attraktiv präsentiert sich das gefiederte und gezähnte Laub.

Sterndolde richtig schneiden

Um die floralen Talente einer Astrantia allesamt auszukosten, spielt der fachgerechte Schnitt zum richtigen Zeitpunkt eine wichtige Rolle. Der folgende Überblick zeigt, wann und wie an einer Sterndolde die Gartenschere zum Einsatz kommt:

  • Schnittblume für die Vase, Sträuße und als Trockenblume: Soeben geöffnete Doldenblüten schneiden in den Morgenstunden
  • Rückschnitt für eine Nachblüte: Im August Astrantia 5-10 cm über dem Boden zurückschneiden
  • Aussamung unterbinden: Nach der zweiten Blütezeit die verwelkten Blütenstängel bis knapp über dem Laub abschneiden
  • Hauptschnitt: Bodennaher Rückschnitt im Spätwinter, rechtzeitig vor dem frischen Austrieb

Ist im naturnahen Garten die Verwilderung einer Astrantia erwünscht, belassen Sie einfach die verwelkten Doldenblüten an der Pflanze. Den Rest übernimmt die Staude in Eigenregie.

Sterndolde gießen

In freier Natur ist die Astrantia überwiegend in Wiesen und Feuchtgebieten anzutreffen, denn von Trockenheit hält sie nicht viel. Gießen Sie die Sommerschönheit daher reichlich und regelmäßig, ohne dass sich Staunässe bildet. Wo sich im Beet der Regen an der Wasserversorgung beteiligt, kommt die Gießkanne seltener zum Einsatz, als im luftigen Kübelsubstrat.

Sterndolde richtig düngen

Eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen legt den Grundstein für eine üppige Blüte und ein prächtiges Blätterkleid. Idealerweise düngen Sie eine Astrantia im März/April mit reifer Komposterde, Hornspänen und ein wenig Gesteinsmehl. Nach dem sommerlichen Rückschnitt leistet eine weitere Gabe von organischem Dünger wertvolle Starthilfe für die Nachblüte. Kultivieren Sie die Sterndolde im Topf, verabreichen Sie von Mai bis August alle 3 Wochen einen Flüssigdünger für Blühpflanzen.

Überwintern

Die Sterndolde ist in unseren Breiten vollkommen winterhart, sodass keine expliziten Vorkehrungen im Beet zu treffen sind. Im Gegenteil fungiert die Astrantia ihrerseits für zahlreiche Nützlinge als Überwinterungsschutz. Da der Wurzelballen im Topf anfälliger ist für frostige Temperaturen, stellen Sie das Gefäß auf Holz und hüllen es in Luftpolsterfolie ein.

Sterndolde vermehren

Im Frühling lässt sich die Sterndolde wunderbar unkompliziert vermehren mittels Teilung. Im Anschluss an den Rückschnitt graben Sie die Astrantia aus und schütteln alle Erde ab. Den Wurzelballen legen Sie auf eine stabile Unterlage, um ihn mit dem Messer oder Spaten zu halbieren. Eine weitergehende Teilung ist möglich. Solange ein Segment über mindestens 2 Knospen verfügt, verwandelt es sich innerhalb kurzer Zeit in eine adulte Staude. Am halbschattigen Standort in lockerer, feuchter und humoser Erde pflanzen Sie die Teilstücke im Abstand von 50-60 cm ein, wobei die bisherige Pflanztiefe möglichst beibehalten wird.

Ist Sterndolde giftig?

Von einer Sterndolde geht keinerlei gesundheitliche Gefahr für Mensch und Tier aus. Die Doldenblütlerin empfiehlt sich daher nicht nur für die idyllische Gestaltung naturnaher Beete. Überdies ist sie ein wertvoller Bestandteil des facettenreichen Familiengartens, in dem Kinder und Haustiere unbekümmert toben können.

Schöne Sorten

  • Abbey Road: Prachtvolle Astrantia mit dunkelpurpurroten Blüten im Sommer und Herbst; Wuchshöhe 60-80 cm
  • Florence: Reich blühende Sterndolde in changierenden Farben von silbrig über rosa bis lavendel; Wuchshöhe 40-60 cm
  • Princesse Strudza: Die Astrantia besticht mit silbrig-weißen Blüten, die bis zu 5 cm groß gedeihen; Wuchshöhe 50-60 cm
  • Rosensinfonie: Die üppig blühende Große Sterndolde entfaltet Blütenträume in Hellrosa bis Rot; Wuchshöhe 70 cm
  • Sunningdale Variegated: Unter rosafarbenen Blüten wandelt sich das Laub von Creme über Grün bis Gelbbraun im Herbst
Text: Paula Jansen

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