Schäden an Spitzahorn – Häufige Krankheiten erkennen und behandeln

Mit verkrusteten Trieben und kranken Blättern hält ein Spitzahorn nicht, was sein Steckbrief verspricht. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie Schäden durch Krankheiten am Acer platanoides mit einfachen Mitteln beheben.

spitzahorn-krankheiten
Runzelschorf befällt den Spitzahorn am häufigsten

Ahornrunzelschorf – Tipps zu Diagnose und Bekämpfung

Zwei Arten von Schlauchpilzen haben sich spezialisiert auf Spitzahorn und seinen großen Bruder, den mächtigen Bergahorn. Die Symptome sind unübersehbar und die Bekämpfung denkbar einfach. So diagnostizieren Sie Ahornrunzelschorf und verweisen die Krankheit ins Abseits:

  • Schwarze, glänzende, 1-2 cm große Flecken mit gelblichem Rand
  • Im weiteren Verlauf vorzeitiger Blattverlust im Sommer
  • Behandlung: Herbstlaub restlos einsammeln und entsorgen

Der Pilzbefall ist auch als Teerfleckenkrankheit bekannt und weit verbreitet. In die chemische Trickkiste müssen Sie für die Bekämpfung nicht greifen. Die infektionsfähigen Sporen für einen erneuten Befall entstehen erst, wenn das Laub zu Boden gefallen ist. Indem Sie alle Blätter aus dem Garten entfernen, durchbrechen Sie den unheilvollen Kreislauf.

Rotpustelkrankheit – Indizien erkennen und richtig handeln

Gegen einen häufigen Pilzbefall an Spitzahorn und seinem Cultivar Kugelahorn sind chemische Fungizide machtlos. Ihren prächtigen Acer platanoides müssen Sie trotz alledem nicht aufgeben, denn mit einer einfachen Methode können Sie den Baum heilen. Typische Indizien und die beste Bekämpfung erfahren Sie hier:

  • Frühstadium: Welkeerscheinungen an Blättern und Trieben im Frühling und Sommer
  • Im weiteren Verlauf häufig krebsartige Verformungen der Rinde
  • Spätstadium: Zahlreiche, 2 mm kleine, zinnoberrote Fruchtkörper auf den Zweigen im Winter

Die Rotpustelkrankheit zählt den wenigen Anlässen, die am Spitzahorn einen Rückschnitt unumgänglich machen. Jahrelange Beobachtungen und Feldversuche bestätigen die Schere als effektives Instrument der Bekämpfung. Schneiden Sie im September alle infizierten Äste zurück bis ins gesunde Holz, ziehen die heimtückischen Pilzsporen den Kürzeren.

Ergänzen Sie den heilenden Rückschnitt mit einer organischen Nährstoffversorgung, um die Abwehrkräfte zu stärken. Arbeiten Sie reifen Kompost und Hornspäne mit der Harke oberflächlich ein und überbrausen alles mit Kalium-reicher Beinwelljauche.

Tipps

Der dritte Schaden im Reigen häufiger Krankheiten nimmt an Ahorn-Wurzeln seinen fatalen Anfang. Durch einen ungeeigneten Standort oder Pflegefehler geschwächter Spitzahorn ist anfällig für die Verticillium-Welke. Sukzessive sterben einzelne Kronen-Partien ab, bis der gesamte Baum nur noch ein Haufen Totholz ist. Nach wirksamen Heilmethoden forschen die Wissenschaftler bislang vergebens.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Ostranitsa Stanislav/Shutterstock
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Rating: 0/5. 0 Stimmen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.