Häufige Krankheiten am Ahornbaum – Symptome und Bekämpfung

Von Baumkrankheiten bleibt ein Ahorn nicht verschont. Tückische Erreger haben die schönen Blätter, die markante Rinde oder die Triebe im Visier. Betroffene Gärtner stehen dem Schaden nicht machtlos gegenüber. Dieser Ratgeber nennt typische Symptome und natürliche Bekämpfungsmethoden. So nehmen Sie häufigen Baumkrankheiten am Ahorn den Schrecken.

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Runzelschorf gehört zu den häufigsten Krankheiten bei Ahorn

Ahornrunzelschorf – Anzeichen erkennen und behandeln

Eine der häufigsten Baumkrankheiten am Ahorn wird treffend nach dem Baum benannt. Die Erreger von Ahornrunzelschorf haben sich auf die Gattung spezialisiert. Aufgrund des unverkennbaren Schadbildes wird die Infektion auch als Teerfleckenkrankheit bezeichnet. So diagnostizieren und bekämpfen Sie den Pilzbefall:

  • Glänzend-schwarze, gelb umrandete, leicht erhabene Flecken auf lebenden Blättern
  • Vorzeitiger Laubfall im Sommer
  • Bekämpfung: im Herbst sämtliche Blätter einsammeln, verbrennen oder im Hausmüll entsorgen

Indem Sie durch die sorgfältige Beseitigung der Blätter den Entwicklungszyklus der Pilzsporen unterbrechen, bleibt Ihr Ahornbaum im Folgejahr von der Krankheit verschont.

Rotpustelpilze identifizieren und bekämpfen – So gelingt es

Die unübersehbaren Fruchtkörper enttarnen eine der häufigsten Baumkrankheiten erst im Herbst und Winter. Lange zuvor haben sich die Erreger der Rotpustelkrankheit in einem durch Fehler in der Pflege geschwächten Ahornbaum eingenistet. So kommen Sie den Pilzsporen auf die Spur:

  • Verwelkende Blätter und schlaff herabhängende Triebe im Frühjahr und Sommer
  • Ungewöhnliche Rindenverfärbungen mit nachfolgenden krebsartigen Wucherungen
  • In der kalten Jahreszeit Hervorbrechen von Stecknadelkopf-kleinen, zinnoberroten Fruchtkörpern

Gegenüber bekannten Fungiziden haben sich die Krankheitserreger bislang als resistent erwiesen. In Feldversuchen fanden Experten für Baumkrankheiten heraus, dass ein Rückschnitt ins gesunde Holz den Pilzsporen die Lebensgrundlage entzieht. Bester Zeitpunkt für die Maßnahme ist an einem milden, trockenen Tag zwischen Anfang September und Mitte Oktober.

Verticillium-Welke – Symptome erkennen und richtig handeln

Für die Pilze der Gattung Verticillium ist ein Ahorn die wichtigste Wirtspflanze. Fatalerweise dringen die Erreger über den Boden in die Leitungsbahnen ein, blockieren die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen, sodass der betroffene Ahornbaum zum Untergang verdammt ist. Da die Krankheit massiv ansteckend ist, empfehlen wir die sofortige Rodung sowie einen anschließenden Bodenaustausch. An diesen Symptomen erkennen Sie die Verticillium-Welke:

  • Zweige treiben im Frühjahr normal aus und zeigen aus heiterem Himmel welke Blätter
  • Zuvor noch feste, grüne Blätter werden fahlgrün und schlaff
  • In aufgeschnittenen, dickeren Ästen sind ringförmige, braune Verfärbungen zu erkennen

Typisch für die Verticillium-Welke ist das partielle Auftreten der genannten Symptome. Während sich in einer Region der Krone keinerlei Anzeichen erkennen lassen, sterben andere Bereiche sukzessive ab. Anhand dieser stellenweisen Ausbreitung lässt sich die Krankheit gut unterscheiden von Frostschäden, Trockenstress oder Staunässe.

Tipps

Bereiten Ihnen braune Blätter am Ahornbaum Sorgen, handelt es sich in der Regel nicht um eine Krankheit. Beginnen die braunen Verfärbungen an den Blatträndern, leidet der Baum oder Strauch unter einem Standortproblem oder Pflegefehler. Ein windumtoster Standort löst das Schadbild ebenso häufig aus, wie zu nasses oder zu trockenes Substrat.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Matagonca/Shutterstock

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