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Ahorn-Pilzbefall: Erkennen, bekämpfen und vorbeugen

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Ahornbäume sind anfällig für verschiedene Pilzkrankheiten, die von harmlos bis tödlich reichen. Dieser Artikel beleuchtet die häufigsten Pilzinfektionen bei Ahornbäumen, ihre Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen.

ahorn-pilzbefall
Die Teerfleckenkrankheit ist beim Ahorn weit verbreitet

Rußrindenkrankheit

Die Rußrindenkrankheit, ausgelöst durch den Pilz Cryptostroma corticale, ist eine ernsthafte Gefahr für Ahornbäume, insbesondere für Berg-, Spitz-, Feld- und Silberahorn. Anfangssymptome sind dunkle Sporenlager unter der Rinde, die schuppen- oder streifenförmig abplatzen. Zudem treten Schleimflussflecken am Stamm auf. Die Krankheit führt zu Blattverfärbungen und Welke, gefolgt von Kronenabsterben und der Bildung von Wasserreisern. Unter der Rinde im Holzkörper zeigen sich grün-bräunliche Verfärbungen. In toten Bäumen blättert die Rinde ab und schwarze Sporenlager werden sichtbar, die sich durch Wind und Regen verbreiten. Innerhalb von sechs bis acht Wochen kann der Baum verkehrsunsicher werden und muss entfernt werden.

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Die Sporen können beim Einatmen gesundheitliche Probleme wie Reizhusten, Fieber und Schüttelfrost verursachen. Schutzmaßnahmen wie Schutzausrüstung und Atemmasken sind unerlässlich beim Umgang mit betroffenen Bäumen.

Verticillium-Welke

Der Pilz Verticillium dahliae verursacht die Verticillium-Welke, die sich über das Wurzelsystem in den Baum ausbreitet. Symptome umfassen das Verwelken und Verfärben der Blätter sowie das Absterben einzelner Zweige. Im Holz werden grünliche Verfärbungen sichtbar, manchmal verbunden mit Stammrissen. Diese Pilzsporen können im Boden viele Jahre überdauern und bleiben eine langfristige Gefahr.

Ahorn-Stammkrebs

Der Pilz Eutypella parasitica verursacht den Ahorn-Stammkrebs, eine zunehmende Krankheit. Befallene Bäume zeigen längliche, abgeflachte Wucherungen vor allem im unteren bis mittleren Stammbereich. Nach mehreren Jahren bilden sich Fruchtkörper, die Sporen freisetzen. Infizierte Bäume sind strukturell geschwächt und bruchanfälliger, besonders in feuchten und regenreichen Gebieten.

Faktoren, die Pilzbefall begünstigen

Mehrere Faktoren erhöhen die Anfälligkeit von Ahornbäumen für Pilzinfektionen:

  • Trockenstress und Hitze: Beeinträchtigen die Abwehrmechanismen der Bäume und begünstigen Pilzwachstum.
  • Verletzungen: Schnittwunden und Wurzelverletzungen bieten Pilzen einen Eintrittspunkt.
  • Ungünstige Standortbedingungen: Schlechte Bodenverhältnisse oder unzureichende Sonneneinstrahlung machen Bäume anfälliger.
  • Wassermangel: Schwächt die Vitalität und die Abwehrkräfte der Bäume.

Diagnose von Pilzbefall

Die Diagnose eines Pilzbefalls erfordert sorgfältige Untersuchung und Labortests:

  • Blattverfärbungen: Welke oder vorzeitig abfallende Blätter.
  • Stammsymptome: Verfärbungen, Risse, Wucherungen sowie das Ablösen der Rinde.
  • Welke: Einzelne Äste oder die gesamte Krone können welken.
  • Fruchtkörper: Das Auftreten von Pilzfruchtkörpern hilft bei der Bestimmung der Pilzart.

Behandlung und Management

Die Behandlungsmöglichkeiten variieren je nach Infektionsart und -schwere:

  • Verbesserung der Standortbedingungen: Optimale Bewässerung und Bodenverhältnisse stärken die Bäume.
  • Beschneiden: Entfernen befallener Äste, um die Ausbreitung zu verhindern.
  • Fungizide: Können in bestimmten Fällen hilfreich sein. Zugelassene Mittel und deren Anwendungsvorschriften beachten.
  • Entfernung stark befallener Bäume: Muss unter geeigneten Schutzmaßnahmen erfolgen, um die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen.

Diese Maßnahmen helfen, die Ausbreitung der Pilzinfektionen zu minimieren und die Gesundheit der Ahornbäume zu erhalten.

Bilder: Lapis2380 / Shutterstock