Japanischer Ahorn durch Krankheiten wie Verticillium-Welke bedroht

Ob Japanischer Fächerahorn, Goldahorn oder Japanahorn - die zahlreichen Arten und Sorten des Japanischen Ahorns sind in vielen Gärten zu finden. Grundsätzlich ist das exotische Gehölz recht robust gegenüber Krankheiten und Schädlingsbefall, lediglich gegen die gefürchtete und gefährliche Verticillium-Welke ist es nicht gefeit. Stattdessen gilt der Japanische Ahorn, wie alle Ahorne, als besonders anfällig für diese durch Pilze verursachte Pflanzenkrankheit.

japanischer Ahorn Verticillium
Steht der Japanische Ahorn an einem ungünstigen Standort, wird er eher von der Verticillium-Welke befallen

Symptome

Die Verticillium-Welke wird durch Pilze der Gattung Verticillium hervorgerufen, die zumeist im Boden leben und auch von dort aus in die Pflanze eindringen. Ein möglicher Befall ist an folgenden Symptomen zu erkennen:

  • bis vor kurzem noch kräftige, grüne Blätter werden welk
  • Laub hat eine fahle Farbe und erschlafft
  • bei bereits starkem Befall ist die Rinde nicht mehr glatt, sondern rissig
  • Zweige und Triebe sterben aus nicht erkennbarem Grund ab

Lesen Sie auch

Bei der Diagnose ist allerdings zu beachten, dass manche Symptome auch eine andere Ursache haben können. Schlaffe, trockene Blätter etwa können auch ein Hinweis auf Wassermangel oder, ganz im Gegenteil, auf Staunässe. Bevor Sie also drastische Maßnahmen ergreifen, gilt das Augenmerk zunächst einmal der genauen Ursachenfindung.

Bekämpfung

Leider ist es nicht möglich, den Pilz mit einem Fungizid erfolgreich zu behandeln, auch diverse Hausmittelchen sind nicht hilfreich. Die einzige Möglichkeit einer Bekämpfung sollte möglichst frühzeitig und schon bei den ersten Anzeichen erfolgen – allerdings lässt sich der befallene Japanische Ahorn auch dann nur selten retten.

  • Schneiden Sie die befallenen Stellen großzügig weg
  • und behandeln Sie die Schnittstellen ebenso großzügig mit Baumwachs.(17,95€ bei Amazon*)
  • Graben Sie das Bäumchen möglichst aus
  • und setzen Sie es in einen Kübel mit frischer Erde.
  • Desinfizieren Sie das Schneidewerkzeug anschließend gründlich
  • und werfen Sie das hochinfektiöse Schnittgut keinesfalls auf den Kompost.

Achten Sie vor allem darauf, anschließend an den betroffenen Standort keine für die Verticillium-Welke anfällige Pflanze mehr einzusetzen, da der Erreger im Boden verbleibt. Vor einer Neupflanzung sollte der Boden unbedingt ausgetauscht werden.

Vorbeugung

Sie können einer Infektion mit dem Verticillium-Pilz nur durch eine sorgfältige Auswahl des Standorts vorbeugen, indem Sie beispielsweise anfällige Pflanzenarten (wie beispielsweise den Japanischen Ahorn) eben nicht dort einpflanzen, wo der Erreger schon einmal aufgetreten ist. Dies gilt übrigens auch für eine Neuanpflanzung nach einem Bodenaustausch, auch dann sollten möglichst resistente Gehölze ausgewählt werden.

Tipps

Als resistent gegen die Verticillium-Welke gelten Birnen, Walnüsse, Eichen und Weiden. Auch Koniferen gelten als vergleichsweise unempfindlich.

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.