Japanischer Ahorn vertrocknet: Das kann man tun

Vertrocknete Blätter am Japanischen Ahorn sehen nicht nur unschön aus, sondern sind meist ein Zeichen für einen Krankheitsbefall der Pflanze. Wir erklären, was genau der Grund für vertrocknete Blätter und Triebe ist und was dagegen helfen kann.

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Wenn der Japanische Ahorn vor dem Herbst trockene Blätter bekommt, besteht Handlungsbedarf

Warum vertrocknet der Japanische Ahorn?

In den meisten Fällen ist die Verticillium-Welke daran schuld, wenn ein Japanischer Ahorn als ausgepflanztes Exemplar im Garten oder als Kübelpflanze vertrocknete Blätter zeigt. Gemeinsam mit diesem Schaubild an der Pflanze treten häufig auch verdorrte Triebe auf.
Ist die richtige Wasserversorgung des Acer palmatum gewährleistet und steht er nicht an einem zu heißen Standort, ist er ziemlich sicher von dieser Krankheit betroffen, die möglichst schnell bekämpft werden sollte.

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Wie ist das Krankheitsbild der Verticillium-Welke?

Zunächst lassen sich abgestorbene Blattränder feststellen, schnell vertrocknen dann alle Blätter am Fächerahorn und auch die Triebe verdorren. Dieser Vorgang setzt sich im Regelfall von unten nach oben fort und befällt die gesamte Pflanze. Je mehr sich der verursachende Pilz ausbreitet, desto schneller trocknet der Japanische Ahorn aus und stirbt schließlich ab. Grund dafür ist, dass wegen des Pilzbefalls bei dieser Virusinfektion die Wurzeln die Pflanze nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen können.

Was kann man tun gegen vertrocknete Blätter und Triebe?

Die rasche Bekämpfung der Verticillium-Welke ist die einzige Möglichkeit, ein vertrocknetes Bäumchen retten zu können. Folgende Arbeitsschritte sind dazu notwendig:

  1. den befallenen Baum ausgraben
  2. Wurzeln und Baumkrone zurückschneiden
  3. den Japanischen Ahorn umpflanzen, dabei unbedingt frische Erde verwenden

Wichtig ist es, die abgeschnittenen Wurzeln und das Schnittgut aus dem Gehölz keinesfalls auf den Kompost zu werfen, sondern sie über den Hausmüll zu entsorgen. Sonst können sich die Pilzsporen ungehindert weiter im Garten verbreiten. Auch ein Desinfizieren der Schere ist dringend anzuraten.

Ist ein vertrockneter Japanischer Ahorn auf jeden Fall zu retten?

Ein vertrockneter Japanischer Ahorn ist leider nicht immer zu retten. Ist die Welkekrankheit schon weit fortgeschritten, bedeutet das oft den Tod des winterharten Bäumchens.

Gibt es chemische Mittel gegen vertrocknete Blätter?

Bis jetzt gibt es kein wirksames Fungizid, wenn Japanischer Ahorn vertrocknet. Das liegt daran, dass der Pilz im Holz des Bäumchens so gut geschützt ist, dass kein chemisches Mittel ihn dort bekämpfen kann und er der Pflanze immer weiter schadet.

Tipp

Auch andere Ursachen möglich

In einigen Fällen ist das Vertrocknen eines Japanischen Ahorns auch das Resultat von zu trockener Erde oder zu großer Hitze („Sonnenbrand“). Weiterhin kann auch zu viel Wasser beziehungsweise Staunässe zu dem Schadbild führen. Bevor Sie also eine mögliche Welkekrankheit bekämpfen, sollten die falsche Wasserversorgung und der falsche Standort als Ursache des Vertrocknens ausgeschlossen werden.

Text: Nina Koch
Artikelbild: kazuhiro/Shutterstock