So behandeln Sie einen Ahorn mit erfrorenen Blättern

Wenn am Ahorn Blätter erfroren sind, kann das den neuen Austrieb gefährden. Hier erfahren Sie, wie Sie auf einen Frostschaden am Ahorn reagieren und wie Sie den betroffenen Baum am besten behandeln.

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Grüne Ahornblätter können bei Frost durchaus erfrieren

Wann kommen Frostschäden an Blättern des Ahorns vor?

Zum Frühjahrsbeginn kann Frost dazu führen, dass Blätter am Ahorn erfrieren. Oft tritt der Frost über Nacht auf. Wenn Sie dann am nächsten Tag vor Ihren Ahorn treten, sind die Blätter erfroren. Wenn Blätter des Ahorns einmal erfroren sind, führt das zum Absterben dieser frischen Blätter und Triebe. Bevor Sie jetzt beherzt zur Säge greifen, prüfen Sie am besten zunächst einmal die Auswirkungen des Frosts. Sind nur einige Blätter erfroren oder wurden ganze Triebe in Mitleidenschaft gezogen?

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Wie reagiere ich, wenn Blätter am Ahorn erfroren sind?

Erfrorene und welke Blätter des Ahorns sollten Sie konsequent zurückschneiden. Durch den Rückschnitt ermöglichen Sie ein neues Austreiben aus den gesunden Teilen der Pflanze. Den Rückschnitt der erfrorenen Teile nehmen Sie wie folgt vor:

  1. Schneiden Sie die abgefrorenen Blätter und Triebe zurück bis auf das lebendige Holz.
  2. Geben Sie dem Ahorn etwas Zeit, wenn er zunächst seine neuen Blätter abwirft.
  3. Schützen Sie den Ahorn bei anhaltendem Frost mit einer Haube aus Vlies und legen Sie etwas Reisig über den Wurzeln aus.

Wie schädlich sind erfrorene Blätter für den Ahornbaum?

Ein starker Frostschaden kann zum Abwurf des kompletten Laubs führen, Austrieb die Entwicklung des Ahorns schädigen. Damit der Baum während der warmen Zeit wieder ein vollständiges Blattwerk bildet und ein gesundes Wachstum entwickelt, sollten Sie auf abgefrorene Blätter also durchaus reagieren. Glücklicherweise ist jedoch nicht jeder Ahorn gleichermaßen empfindlich gegenüber Frost. In manchen Fällen wird es also eher selten zu Frostschäden kommen.

Mit welchen Ahornsorten kann ich einen Frostschaden vermeiden?

Japanischer Fächerahorn, Bergahorn, Spitzahorn gelten als sehr robust und winterhart. Wenn Sie Sorten wie diese Pflanzen, müssen Sie sich auch bei Spätfrost meist nur wenig Gedanken um erfrorene Blätter am Ahorn machen. Bei einer Haltung im Topf sollten Sie dennoch Schutzmaßnahmen gegen die winterliche Kälte treffen. Ansonsten friert die Kälte das Substrat im Kübel durch. Zudem sollten Sie auch junge Bäumchen während des Winters und des beginnenden Frühjahrs besonders im Blick behalten.

Tipp

Ein richtiger Schnitt schadet dem Baum nicht!

Generell ist der Ahorn durchaus schnittverträglich. Wenn Sie ein scharfes Werkzeug mit einer sauberen Klinge nutzen und einen schrägen Schnitt vornehmen, wird sich der Ahorn danach gut regenerieren. Wenn Blätter und Triebe erfroren sind, können Sie also ohne Probleme einen solchen Rückschnitt vornehmen.

Text: Ben Matthiesen
Artikelbild: Dark_Side/Shutterstock