Ahorn

Kräuselnde Ahornblätter: Symptome, Diagnose und Behandlung

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Gekräuselte Ahornblätter können ein Zeichen für Trockenheit, Krankheiten oder Schädlingsbefall sein. Dieser Artikel beleuchtet die häufigsten Ursachen und bietet Ihnen praktische Lösungen zur Behebung des Problems.

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Befällt die Welkekrankheit den Ahorn, kräuseln sich seine Blätter

Trockenheit als Hauptursache für das Kräuseln der Ahornblätter

Ahornbäume benötigen eine gleichmäßige Wasserversorgung, um gesund zu bleiben. In heißen Sommermonaten kann es zu Trockenstress kommen, der sich in Form von gekräuselten und vertrockneten Blättern äußert. Wassermangel führt dazu, dass die Blätter ihre Spannkraft verlieren, sich einrollen und möglicherweise von den Spitzen her austrocknen.

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Maßnahmen zur Behebung von Trockenheit

  • Regelmäßiges Gießen: Den Ahornbaum regelmäßig und durchdringend gießen, besonders bei anhaltender Trockenheit und Hitze. Staunässe jedoch vermeiden.
  • Mulchen: Eine Mulchschicht um den Baumstamm hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und die Verdunstung zu reduzieren.
  • Standortwahl: Ein halbschattiger Standort ist ideal. Direkte Sonneneinstrahlung, insbesondere während der heißen Mittagszeit, vermeiden.

Welkekrankheit: Eine ernste Bedrohung für Ahornbäume

Die Verticillium-Welke ist eine gefährliche Pilzerkrankung, die Ahornbäume befällt und deren Leitungsbahnen verstopft, wodurch die Wasserversorgung beeinträchtigt wird. Der Pilz dringt über die Wurzeln in das Gefäßsystem des Baumes ein, was letztendlich zum Absterben der Blätter und Triebe führt.

Symptome der Welkekrankheit

  • Verfärbte Blätter: Die Blätter welken, verfärben sich braun und vertrocknen.
  • Eingerollte Blätter: Die Blätter rollen sich ein und kräuseln sich.
  • Absterbende Triebe: Ganze Triebe trocknen aus und sterben ab.
  • Verfärbungen im Holz: Im Querschnitt befallener Äste werden bräunlich-schwarze Verfärbungen im Holz sichtbar.

Behandlung der Welkekrankheit

Eine wirksame Behandlung gibt es derzeit nicht. Betroffene Äste müssen bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten und entsorgt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Präventive Maßnahmen sind besonders wichtig.

Vorbeugende Maßnahmen gegen die Welkekrankheit

  • Standortwahl: Ein Standort mit guter Drainage hilft, Staunässe zu vermeiden.
  • Gesunde Pflanzen: Beim Kauf auf gesunde Exemplare ohne Verletzungen achten.
  • Hygiene: Gartengeräte nach jedem Gebrauch desinfizieren, um die Verbreitung des Pilzes zu verhindern.

Blattranddürre: Eine weitere Ursache für gekräuselte Ahornblätter

Blattranddürre ist eine physiologische Störung, die durch ungünstige Umweltbedingungen ausgelöst wird. Diese äußert sich durch braune und vertrocknete Ränder an den Blättern, die sich daraufhin einrollen und kräuseln.

Ursachen der Blattranddürre

  • Trockenheit: Mangelnde Wasserversorgung führt zur Austrocknung der Blattränder.
  • Wind: Starker Wind trocknet die Blätter schneller aus und begünstigt die Blattranddürre.
  • Nährstoffmangel: Insbesondere ein Mangel an Kalium kann die Anfälligkeit erhöhen.
  • Sonnenbrand: Intensive Sonneneinstrahlung kann zu Verbrennungen an den Blatträndern führen.

Maßnahmen gegen Blattranddürre

  • Optimale Wasserversorgung: Für ausreichende und gleichmäßige Wasserversorgung sorgen.
  • Windschutz: Den Baum vor starkem Wind schützen.
  • Ausgewogene Nährstoffversorgung: Den Ahorn regelmäßig düngen.
  • Halbschattiger Standort: Einen halbschattigen Standort wählen, um das Risiko von Sonnenbränden zu reduzieren.

Sonstige Ursachen für das Kräuseln der Ahornblätter

Neben den genannten Hauptursachen gibt es noch weitere Faktoren, die zum Kräuseln der Ahornblätter führen können:

  • Schädlingsbefall: Blattläuse, Spinnmilben und andere Schädlinge können die Blätter schädigen.
  • Pilzkrankheiten: Neben der Verticillium-Welke gibt es andere Pilzkrankheiten wie den Echten Mehltau.
  • Frost: Spätfröste können junge Blätter schädigen.
  • Sonnenbrand: Intensive Sonneneinstrahlung, besonders während heißer Sommerphasen, kann die Blätter austrocknen lassen. Japanische Ahornarten sind hierfür besonders anfällig.
Bilder: Tanita_St / Shutterstock