Japanischer Ahorn – Umpflanzen manchmal notwendig

Im Gegensatz zu Kübelpflanzen, die regelmäßig umgetopft werden sollten, sind ausgepflanzte Bäume nach Möglichkeit nicht umzupflanzen. Manchmal jedoch ist eine solche Maßnahme unumgänglich, etwa, wenn Japanischer Fächerahorn an der Welkekrankheit einzugehen droht oder am falschen Standort steht.

Japanischer Ahorn umsetzen
Japanischer Ahorn sollte nur im Notfall umgepflanzt werden

Das Umsetzen des Japanischen Ahorns will gut überlegt sein

Grundsätzlich gilt die Regel: je kleiner der Baum (und so geringer der Umfang seines Stammes), desto wahrscheinlicher ist das Gelingen des Vorhabens. Jüngere Bäume bis zu einem Alter von etwa vier Jahren sind meist noch nicht allzu stark an ihrem bisherigen Standort etabliert, zudem sind sie auch handlicher als ältere Exemplare. Dennoch will das Umsetzen gut überlegt sein, denn der empfindliche Japanische Ahorn kann Ihnen diese Maßnahme sehr übel nehmen. Gute Gründe für einen Umzug sind jedoch

  • falscher Standort (zu wenig / zu viel Sonne)
  • ungeeigneter Boden (zu fest, falscher pH-Wert)
  • nasser Boden / Staunässe
  • Ausbruch der Welkekrankheit

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In allen beschriebenen Szenarien droht der Japanische Ahorn auch ohne einen Standortwechsel zu verkümmern oder gar einzugehen, weshalb ein Umpflanzen in diesen Fällen die klügere Wahl wäre.

Umpflanzen nur in der laublosen Zeit

Allerdings sollte der Japanische Ahorn möglichst nur in der laublosen Zeit umgepflanzt werden. Durch das Ausgraben und Umsetzen werden viele feine und auch gröbere Wurzeln beschädigt, so dass der Baum anschließend nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgt wird. Da zwischen November und April sich kein Laub am Bäumchen befindet, dass es zu versorgen gilt, ist ein Umzug in diesen Monaten gefahrloser zu gestalten. Allerdings sollte – analog zum Entfernen der Wurzeln – auch ein Rückschnitt der oberirdischen Pflanzenteile erfolgen.

Was tun bei der Welkekrankheit?

Eine Ausnahme bildet jedoch die durch einen Pilz hervorgerufene Welkekrankheit, bei der sich der dafür anfällige Japanische Ahorn oft nur durch ein schnelles und beherztes Eingreifen retten lässt. Hier sollten der Rückschnitt sowie das Umpflanzen völlig unabhängig vom richtigen Zeitpunkt erfolgen, immerhin handelt es sich um einen Notfall.

Vorgehen beim Umpflanzen

Beim eigentlichen Umpflanzen gilt: Gehen Sie möglichst schnell und schmerzlos vor. Stechen Sie den Wurzelbereich weiträumig und kreisförmig rund um den Baum ab und lockern Sie mit Hilfe eines Spatens oder einer Grabegabel den Wurzelbereich auch unterhalb des Ahornbäumchens. Heben Sie es vorsichtig heraus, kontrollieren Sie die Wurzeln und schneiden Sie das Bäumchen gegebenenfalls zurück. Anschließend setzen Sie es an seinem neuen Standort wieder ein.

Tipps

Stützen Sie den verpflanzten Japanischen Ahorn am neuen Standort mit einem oder zwei Pflanzstäben und gießen Sie ihn ebenso reichlich wie regelmäßig.

Text: Ines Jachomowski

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