Japanischer Fächerahorn Rückschnitt
Der Japanische Ahorn neigt zum starken Bluten und sollte daher möglichst wenig geschnitten werden

Japanischer Ahorn – Schneiden ist immer Risiko

Der Japanische Ahorn ist ein beliebter, vergleichsweise klein bleibender Zierbaum für den heimischen Garten bzw. sogar für die Kübelhaltung auf Balkon und Terrasse. Beschneiden Sie den aparten Laubbaum nur dann, wenn es wirklich unumgänglich ist - der auch als Japanischer Fächerahorn (Acer palmatum) bekannte, eher strauchartig wachsende Baum verträgt das Zurückschneiden in der Regel nur schlecht.

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Rückschnitt kann Schaden anrichten

Vorausgesetzt, der Japanische Ahorn steht am passenden Standort und fühlt sich dort wohl, ist der fernöstliche Laubbaum vergleichsweise pflegeleicht: Er muss nur in heißen und trockenen Sommerperioden gegossen, nur selten gedüngt und außerdem nicht beschnitten werden. Dabei ist ein Rückschnitt nicht nur überflüssig, sondern kann im schlimmsten Fall sogar den ganzen Baum zum Absterben bringen. Insbesondere die klein bleibenden Arten neigen nach einer solchen Maßnahme dazu, sich mit Mehltau oder anderen Pilzerkrankungen zu infizieren. Glücklicherweise wächst der Japanische Ahorn jedoch von Natur aus recht gleichmäßig und auch nur langsam.

Notwendige Schnittmaßnahmen im Frühjahr durchführen

Manchmal ist ein Rückschnitt allerdings unumgänglich, beispielsweise um vertrocknete, im Winter erfrorene oder mit Infektionen befallene Triebe, Zweige und Äste zu entfernen. Tote und kranke Baumteile sollten am besten im Frühjahr oder im zeitigen Herbst zurückgeschnitten werden, Schnittmaßnahmen im Spätherbst oder gar Winter sollten dagegen besser unterbleiben. Im Winter beschnittene Bäume sind oft sehr anfällig für Pilzinfektionen. Achten Sie beim Schneiden darauf, nicht ins lebende Holz hineinzuschneiden, außerdem trennen Sie die Zweige und Äste nicht direkt und glatt am Stamm ab.

Schutzmaßnahmen für den Rückschnitt

Die Einhaltung bestimmter Schutzmaßnahmen hilft Ihnen und Ihrem Japanischen Ahorn dabei, eventuelle Schnittmaßnahmen gesund und ohne Schäden zu überstehen. Die oberste Regel ist dabei Hygiene, d. h. sämtliche verwendeten Werkzeuge ´sind scharf und sauber zu halten. Bestenfalls desinfizieren Sie Scheren und Messer vor und nach der Behandlung, um eventuelle Infektionswege so zu unterbrechen und das Einbringen von Krankheitserregern in den Baum zu verhindern. Außerdem sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • Schnittwerkzeuge sollten immer scharf sein, um Quetschungen zu vermeiden.
  • Größere Schnittflächen sollten mit Baumwachs behandelt werden,
  • dies verhindert ein Ausbluten des Baumes.
  • Vermeiden Sie eine Beschädigung des Astkragens.
  • Kein Rückschnitt im Herbst oder Winter.

Tipps

Ein drastischer Rückschnitt kann den Japanischen Ahorn im Falle einer Infektion mit der gefürchteten Verticillium-Welke manchmal retten. Diese Krankheit wird durch in der Erde befindliche Pilze hervorgerufen und bringt rasch ganze Zweige und Triebe zum Absterben, oft auch den ganzen Baum.

Text: Ines Jachomowski

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