Fächerahorn Rückschnitt
Fächerahorn sollte möglichst selten geschnitten werden

Fächerahorn fachgerecht schneiden

Der Fächer-Ahorn (Acer palmatum) gehört zu den beliebtesten Ziergehölzen in deutschen Gärten. Insbesondere Roter Fächerahorn begeistert mit seiner aparten Blattfarbe sowie dem filigranen Aufbau des Laubes. Der baumartig wachsende Strauch wird zudem traditionell oft als Bonsai erzogen.

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Fächerahorn schneiden oder lieber nicht?

Üblicherweise sollten Ahorne möglichst nicht zurückgeschnitten werden, da sie aufgrund einer hohen Blutungsneigung einen Rückschnitt nur schlecht vertragen. Auch der Fächerahorn sollte nicht mehr als unbedingt geschnitten werden, ist aber grundsätzlich schnittverträglicher als andere Ahornarten. Ein regelmäßiger Rückschnitt kann bei Acer palmatum sogar Vorteile haben, so fördert ein Schnitt die feine Verzweigung des filigranen Strauches sowie eine dichtere Belaubung.

Der optimale Schnittzeitpunkt

Wie bei allen anderen Ahornarten sollte jedoch auch beim Fächerahorn der richtige Schnittzeitpunkt. Vermieden werden sollte unbedingt ein Rückschnitt im Herbst oder Winter, da der Baum zu diesem Zeitpunkt besonders zum Bluten neigt und Pilze sowie andere Erreger leicht ins Holz eindringen können. Außerdem sollten Schnittwunden rechtzeitig vor dem Winter ausheilen können, damit der Baum die kalte Jahreszeit gesund übersteht. Aus diesem Grund sollte der Fächerahorn möglichst in den Monaten Mai oder Juni beschnitten werden.

Nicht ins alte Holz schneiden

Weiterhin wird möglichst nur ins frische, weniger ins zwei- oder mehrjährige Holz geschnitten. Der Grund hierfür liegt in der Neigung des diesjährigen Holzes, zuverlässig neue Triebe auszubilden – eine Neigung, die ältere Triebe nicht mehr haben. Achten Sie darauf, Triebe stets ein bis zwei Zentimeter oberhalb einer Knospe oder einer Verzweigung wegzunehmen, denn von dort aus bildet das Bäumchen leichter neue Seitentriebe aus. Der verbliebene Rest wird mit einem Wundverschlussmittel behandelt und erst nach dem Abtrocknen entfernt.

Schneidewerkzeug stets desinfizieren

Bei jedem Rückschnitt besonders wichtig – insbesondere im Hinblick auf die Gefahr einer Infektion mit der Welke- oder einer anderen Pilzkrankheit – ist Hygiene. Das Schnittwerkzeug sollte scharf sein, zudem frisch desinfiziert. Die Desinfektion ist außerdem nach der Behandlung ebenfalls durchzuführen, um so einer möglichen Übertragung von Krankheitserregern entgegenzuwirken.

Schnittwunden mit Wundverschlussmittel versorgen

Aufgrund der hohen Blutungsneigung ist es außerdem sinnvoll, Schnittwunden beim Fächerahorn immer mit einem desinfizierenden Wundverschlussmittel zu versorgen. Dies dämmt nicht nur das Nachbluten ein, sondern verhindert auch ein Eindringen von Krankheitserregern.

Tipps

Bei der Erziehung eines Fächerahorns zum Bonsai werden zudem im Frühjahr zunächst sämtliche Triebspitzen entfernt. Diese Maßnahme führt zu einer feineren Verzweigung, außerdem bildet der Baum anschließend kleinere Blätter aus.

Text: Ines Jachomowski

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  1. JoseeRizal64
    Bienenbaum
    JoseeRizal64
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