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Im Frühsommer kann der Bergahorn einen leichten Formschnitt bekommen

Bergahorn schneiden – So machen Sie es richtig

Seine erhabene Statur und malerische Krone entwickelt der Bergahorn ohne Zutun des Gärtners. Sprengt der Rübezahl unter den Ahorn-Arten dennoch die räumlichen Dimensionen, setzen Sie mit der Schere dem Wachstum Grenzen. Die geringe Schnittverträglichkeit erfordert freilich ein umsichtiges Vorgehen. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie einen Acer pseudoplatanus fachmännisch schneiden.

Saftfluss und Gesetzgeber bestimmen den besten Zeitpunkt

Schon früh im Jahr setzt im Bergahorn ein starker Saftfluss ein, der einen drastischen Rückschnitt verbietet. Der klassische Schnitt-Termin für Gehölze im zeitigen Frühjahr hat für einen Acer pseudoplatanus keine Gültigkeit. Im Sommer lässt der Saftfluss zwar merklich nach. Allerdings verbietet das Bundesnaturschutzgesetz tiefgreifende Schnittmaßnahmen vom 1. März bis 30. September. So machen Sie es richtig:

  • Hauptschnitt mit Entfernung von Totholz: von Oktober bis Dezember
  • Leichter Formschnitt: zwischen Ende Juni und Mitte Juli

Bergahorn schneiden nach dem Minimum-Prinzip – So geht es

Im Spätherbst und Frühwinter ist die richtige Zeit, um eine zu dichte Krone auszulichten. Entfernen Sie abgestorbene Äste an der Basis. Achten Sie bei der Schnittführung darauf, dass der Astring nicht verletzt wird. Bei dieser Gelegenheit schneiden Sie ins Kroneninnere gerichtete Zweige bitte ebenfalls ab. Bilden sich zwei konkurrierende Spitzen, sollte der schwächere Trieb möglichst nah am Stamm und auf Astring abgesägt werden.

Möchten Sie die Krone insgesamt verkleinern, handeln Sie idealerweise nach dem Minimum-Prinzip. Schneiden Sie so viel, wie nötig und so wenig, wie möglich zurück. Handelt es sich lediglich um den Schnitt des diesjährigen Zuwachses, greifen Sie im Juni/Juli zur Schere. Setzen Sie die Klinge stets an in kurzer Entfernung zu einem Blatt, einer Knospe oder einem schlafenden Auge, um einen vitalen Austrieb zu fördern.

Gravierende Schnitt-Maßnahmen wollen am Bergahorn gut überlegt sein, da er aus dem alten Holz nur selten wieder austreibt.

Tipps

Den wichtigsten Rückschnitt seines langen Baumlebens erhält ein Bergahorn unmittelbar nach der Pflanzung. Haben Sie sich für eine Jungpflanze als substratfreie Wurzelware oder Ballenware entschieden, geht bei der Ausgrabung in der Baumschule reichlich Wurzelmasse verloren. Diesen Verlust gleichen Sie aus, indem sämtliche Triebe um etwa ein Drittel eingekürzt werden.

Text: Paula Jansen Artikelbild: Pietersma/Shutterstock

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