ahorn-umpflanzen
Der Herbst ist der beste Monat zum Umpflanzen von Ahorn

Ahorn umpflanzen – so machen Sie es richtig

Ein Standortwechsel bedeutet für jeden Ahorn eine besondere Tortur. Obschon die Prozedur stets mit einem Ausfall-Risiko behaftet ist, können Sie bereits im Vorfeld potenziellen Gefahren vorbeugen. Dieser Leitfaden erklärt, wie Sie einen Ahornbaum erfolgreich umpflanzen.

Terminwahl und Vorbereitung – Tipps & Tricks für ein gutes Gelingen

Eine bewährte Faustregel besagt, dass ein Ahorn innerhalb der ersten 5 Standjahre den Wechsel an einen neuen Standort verkraftet. Die beste Zeit für die Maßnahme ist während der laublosen Zeit zwischen Oktober und Februar. Die Vorbereitungsarbeiten nehmen indes bereits im Sommer ihren Anfang. So wappnen Sie Ihren Ahorn für den Stress:

  • 4 bis 6 Monate vor dem Umpflanzen die Wurzelscheibe rundherum abstechen im Radius der Krone
  • Den abgestochenen Bereich zu einem 10 bis 20 cm breiten Graben ausweiten
  • Die Furche füllen mit Komposterde und regelmäßig wässern
  • Im Sommer den Graben mit Rindenmulch abdecken

Dank dieser Vorgehensweise motivieren Sie den Ahornbaum zu einem verstärkten Wachstum von Feinwurzeln, die später die zügige Verwurzelung am neuen Standort forcieren.

Anleitung zum Umpflanzen – so geht es richtig

Am gewählten Termin schneiden Sie zunächst die Krone um ein Drittel zurück. Auf diese Weise gleichen Sie das verlorene Wurzelvolumen aus. Daraufhin graben Sie den Wurzelballen – ausgehend vom Kompostgraben – aus. So verfahren Sie weiter:

  • Den Wurzelballen mit möglichst viel Erde in einen Jutesack schlagen
  • Am neuen Standort die Grube so tief ausheben, dass die bisherige Pflanztiefe beibehalten wird
  • Ahornbaum mittig einsetzen und die Hohlräume mit Komposterde auffüllen
  • Die Erde fest treten und reichlich angießen
  • In den folgenden Wochen regelmäßig wässern

Für eine verbesserte Standfestigkeit bis zur Verwurzelung schlagen wir folgende Maßnahme vor: Im Abstand von 30 cm schlagen Sie rund um den Ahorn 3 Holzpfähle etwa 50 cm tief in die Erde. Stützen und Stamm verbinden Sie mit Kokosseilen.

Tipps

Für frostempfindlichen Schlitzahorn ist der Herbst nicht die beste Zeit, um das Gehölz umzupflanzen. Die asiatischen Sträucher und kleinen Bäume können vor dem Winter nicht mehr rechtzeitig im Erdreich verwurzeln und sind durch Frostschaden bedroht. Das zeitige Frühjahr ist in diesem Ausnahmefall die bessere Terminwahl.

Text: Paula Jansen Artikelbild: Iakov Filimonov/Shutterstock

Beiträge aus dem Forum