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Um die Teerfleckenkrankheit zu bekämpfen, reicht es, alles befallene Laub zu entfernen

Krankheiten am Kugelahorn erkennen und bekämpfen – So geht’s

Als dekoratives Gestaltungselement für Vorgärten, Auffahrten und Alleen erfreut sich der Kugelahorn großer Beliebtheit, weil er schön und pflegeleicht zugleich ist. Vollkommen immun gegen Krankheiten ist die edle Variante des Spitzahorns dennoch nicht. Lesen Sie hier, welche Krankheiten auftreten können und wie die ökologische Bekämpfung gelingt.

Teerfleckenkrankheit verschandelt die Blätter – Tipp für die Bekämpfung

Anfang des Sommers nimmt das Unheil seinen Anfang in Form gelber Flecken, die sich auf den wunderschönen Blättern ausbreiten. Im weiteren Verlauf der Teerfleckenkrankheit (Rhytisma acerinum) färben sich die Flecken schwarz, worauf der Name dieser Pilzinfektion beruht. Typischerweise bleibt der gelbe Rand der Teerflecken bis zum bitteren Ende erhalten, denn viel zu früh fällt das betroffene Laub zu Boden.

Die chemische Keule müssen Sie für eine erfolgreiche Bekämpfung nicht hervorholen. Indem Sie im Herbst penibel alles Laub entfernen und verbrennen, wird der fatale Entwicklungszyklus unterbrochen.

Rotpustelkrankheit – Schwächeparasit mit auffälligem Erscheinungsbild

Die Rotpustelkrankheit (Nectria cinnabarina) zählt zu den häufigsten Infektionen an Kugelahorn. Unübersehbar breiten sich die zinnoberroten Pusteln über Triebe und Rinde aus. Werden keine Gegenmaßnahmen getroffen, können sich krebsartige Verformungen bilden, weil die Erreger toxische Stoffe in die Leitungsbahnen abgeben. So handeln Sie richtig:

  • Im September bei trockener Witterung alle Triebe zurückschneiden bis ins gesunde Holz
  • Mindestens 15-20 cm unterhalb des Befalls schneiden und keine Stummel stehen lassen

Stellen Sie anschließend die Pflege und Standortbedingungen auf den Prüfstand. Ein durch Pflegefehler geschwächter Kugelahorn ist für den Pustelpilz ein willkommenes Opfer.

Mehltau gibt sich Milch geschlagen – So gelingt es

Sind die Blätter am Kugelahorn bedeckt mit einer mehlig-weißen Patina, haben Sie es mit der weit verbreiteten Krankheit Mehltau zu tun. Ein wirksames Bekämpfungsmittel finden Sie in Ihrem Kühlschrank. Frische Milch enthält wertvolles Lecithin und Mikroorganismen, die den Pilzsporen den Garaus bereiten.

Bewährt hat sich eine Mischung aus 1 Liter Wasser und 125 Millilitern Frischmilch (keine H-Milch). Schneiden Sie vorab alle infizierten Pflanzenteile ab. Anschließend besprühen Sie die gesamte Krone wiederholt tropfnass mit Milch-Wasser.

Tipps

Schnittgut und Herbstlaub vom kranken Kugelahorn darf nicht auf dem Komposthaufen entsorgt werden. Pilzsporen nutzen Wind und Regen, um sich erneut den Weg in den Garten zu bahnen. Verdächtige Pflanzenreste werden verbrannt oder in der Mülltonne entsorgt.

Text: Paula Jansen Artikelbild: Ostranitsa Stanislav/Shutterstock

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