Scabiosa
Werden verwelkte Blüten entfernt, blüht die Skabiose von Juni bis Oktober

Skabiose

Mit filigraner Leichtigkeit tanzen ihre zarten Blüten über einem buschigen Blätterschopf. Die Skabiose bezaubert als elfenhafte Staude in Bauerngärten und Sommerrabatten. Wie Sie der anmutigen Blumenschönheit eine nicht enden wollende Blütezeit entlocken, verraten die folgenden Antworten auf oft gestellte Fragen.

Skabiose richtig pflanzen

Im Mai ist Pflanzzeit für eine eigenhändig vorgezogene oder fertig gekaufte Skabiose. Heißen Sie die Staude im Garten willkommen mit einem vollsonnigen Standort, der geprägt ist von lockerer, humoser und frischer Erde. Während der noch eingetopfte Wurzelballen mit Wasser getränkt wird, legen Sie die Pflanzgruben im Abstand von 35-40 cm an. Dem Aushub mischen Sie Kompost, Hornspäne und etwas Gartenkalk oder Gesteinsmehl unter. Einen ausgetopften Wurzelballen pflanzen Sie mittig ins Pflanzloch und verfüllen es bis zum unteren Blattpaar mit dem Substrat. Nachdem die Erde angedrückt und gegossen wurde, breiten Sie zum guten Schluss eine Mulchschicht aus mit Laub oder Rindenmulch.
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Pflegetipps

Die Skabiose verwandelt den Garten mit ihrem natürlichen Charme in ein sommerliches Blütenmeer, wenn ihr die folgende Pflege zuteil wird:

  • Im Beet und Topf regelmäßig aber mäßig gießen
  • Jegliche Staunässe ist tödlich für die Staude
  • Verwelkte Blüten alle 2-3 Tage ausputzen
  • Im April/Mai eine Anschubdüngung mit Kompost und Hornspänen verabreichen
  • Skabiosen im Topf einen Flüssigdünger ins Gießwasser geben

Im Herbst schneiden Sie das lanzettliche, grasähnliche Laub bis knapp über dem Boden ab. Beetpflanzen erhalten eine schützende Schicht aus Laub, Stroh oder Reisig, während die Staude im Topf umsiedelt in ein frostfreies Winterquartier.
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Welcher Standort ist geeignet?

Mit ihren farbenfrohen Blüten huldigen Skabiosen der Sonne, um jeden einzelnen Strahl von ihr zu ergattern. Gönnen Sie der sommerlichen Staude daher einen vollsonnigen Standort, warm und idealerweise windgeschützt. Ist das Erdreich dann noch frisch-feucht, nährstoffreich und gut durchlässig, reduziert sich der Pflegeaufwand für die Witwenblume auf ein Minimum.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Die sommerblühende Staude fühlt sich wohl in humoser, gut durchlässiger Erde, die gerne kalkhaltig ist. Eine sandig-lehmige, frische Beschaffenheit des Bodens kommt den Ansprüchen einer Skabiose ausgezeichnet entgegen. Im Kübel und Balkonkasten zeigt sich die Witwenblume von ihrer schönsten Seite, wenn sie ihre Wurzeln in handelsüblicher Blumenerde ausstrecken kann, die mit Sand, Perlite oder Lavagranulat angereichert ist.
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Wann ist Blütezeit?

Die Dauer der Blütezeit liegt in der Hand des Gärtners. Lassen Sie Skabiosen freie Hand, breitet sich ab Juni im Beet ein zartes Blütenmeer aus in wunderschönen Blautönen, Rosa oder Weiß. Dabei ist die Köpfchenblüte umringt mit bis zu 3 Reihen Blütenblättern, die zumeist dekorativ gewellt gedeihen. Ohne Ihr Eingreifen bleibt es indes bei diesem einmaligen Blütenschauspiel. Indem die verwelkten Blüten sogleich ausgeputzt werden, setzt sich die Blütezeit nahtlos fort bis in den Oktober hinein.
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Skabiose richtig schneiden

Mithilfe der Gartenschere motivieren Sie die Staude zu einer langen Blütezeit, die sich über eine gefühlte Ewigkeit erstreckt. Schneiden Sie konsequent alle paar Tage die verwelkten Blütenköpfchen ab, entfalten sich innerhalb kurzer Zeit frische Knospen. Eine dergestalt umsorgte Skabiose zeigt von Juni bis weit in den Herbst hinein keine Müdigkeitserscheinungen. Das eingezogene Laub schneiden Sie idealerweise erst im Spätwinter ab, um den darunter befindlichen Wurzelballen zusätzlich zu schützen.
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Skabiose gießen

Gießen Sie eine Skabiose bei sommerlicher Trockenheit regelmäßig, denn in frisch-feuchter Erde fühlt sie sich bestens aufgehoben. Auf keinen Fall sollte die Staude unter Staunässe zu leiden haben, denn dieses Dilemma überlebt der Wurzelballen nicht. Gedeiht die Blume im Pflanzgefäß, besteht in der Regel häufiger Gießbedarf als im Beet. Prüfen Sie hier an heißen Sommertagen täglich den Feuchtigkeitsgehalt des Substrats, um bei trockener Oberfläche sogleich zu wässern.
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Skabiose richtig düngen

Hinsichtlich ihrer Nährstoffversorgung gibt sich die Staude bescheiden. Mit einer Startdüngung im Frühjahr haben Sie diesen Aspekt der Pflege bereits abgehandelt. Eine wohl bemessene Portion Kompost mit Hornspänen verleiht Skabiosen die nötige Pflanzenenergie für eine üppige Blütenfülle. Im Topf und Balkonkasten sind nach der Pflanzung die Nährstoffreserven innerhalb von 4-6 Wochen verbraucht. Daher düngen Sie die Staude in der Folge bis August alle 4 Wochen mit einem flüssigen Präparat für Blühpflanzen.
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Überwintern

Abgesehen von einigen wenigen einjährigen Sorten, gedeihen Garten-Skabiosen als mehrjährige Staude. Wenngleich die oberirdischen Pflanzenteile im Laufe des Winters einziehen, erträgt der Wurzelballen klirrenden Forst bis – 34 Grad Celsius. Aus Gründen der Vorsicht raten wir dennoch zu einem leichten Winterschutz für die Blumengrazie, indem die Wurzelscheibe nach dem Rückschnitt mit Laub und Reisig abgedeckt wird. Kultiviert im Blumenkasten und Kübel, räumen Sie die Staude vor dem Winter ein ins frostfreie Quartier. Damit der Wurzelballen nicht vertrocknet, gießen Sie bis zum Frühjahr ab und zu. Gedüngt wird während der Überwinterung nicht.
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Skabiose vermehren

Es bedarf nur weniger Handgriffe, um die hübsche Staude zu vermehren. Erfahrene Hobbygärtner schwören auf die Teilung des Wurzelballens, da bei dieser vegetativen Methode alle Attribute der Mutterpflanze erhalten bleiben. Im zeitigen Frühjahr graben Sie den Wurzelballen aus, um ihn mit dem Spaten oder Messer in die gewünschte Anzahl von Segmenten zu zerschneiden. Solange ein Teilstück über mindestens 2-3 Knospen oder Triebe verfügt, entwickelt sich daraus eine prächtige neue Skabiose. Wichtig zu beachten ist, dass die Wurzelstücke exakt so tief eingepflanzt werden wie zuvor und in der Folgezeit reichlich und regelmäßig gewässert werden.
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Skabiose im Topf

Es sind in erster Linie die kleinen Tauben-Skabiosen, die im Topf wunderbar gedeihen. Als Substrat empfehlen wir eine Blumenerde mit geringem Torfanteil, die optimiert wird mit Sand, Perlite oder Lavagranulat. Einige Tonscherben über dem Wasserablauf beugen als Drainage gefährlicher Staunässe vor. Um die Staude im Topf zu pflegen, kommt es auf diese Maßnahmen an:

  • Regelmäßig gießen, wenn die Blumenerde antrocknet
  • Im vorgedüngten Substrat frühestens nach 4-6 Wochen zum ersten Mal düngen
  • Verwelkte Blüten alle paar Tage ausputzen
  • Bodennaher Rückschnitt des grasartigen Laubs mit Herbst
  • Im zeitigen Frühjahr umtopfen in frische Erde

Den Winter hindurch verweilt die Staude im frostfreien Raum, um hin und wieder ein wenig gegossen zu werden. Ab Mai nimmt die Skabiose wieder ihren angestammten Platz auf dem sonnigen Balkon ein.
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Ist Skabiose giftig?

Der Volksmund nennt die Skabiose unter anderem Krätzkraut. Diese Titulierung resultiert aus der Tatsache, dass einige Arten, wie die Tauben-Skabiose in der Heilkunde Anwendung fanden, um einen unangenehmen Hautausschlag – die Krätze – zu lindern. Dank der wertvollen Inhaltsstoffe, wie ätherische Öle, Mineralstoffe und Vitamine, wirken die Blätter als Tee oder im Salat stärkend auf den Stoffwechsel. Somit kann die Staude mit Fug und Recht den Heil- und Kräuterpflanzen zugerechnet werden, ohne jegliche toxische Gefahr für Mensch und Tier.
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Schöne Sorten

  • Clive Greaves: Eine zarte Blumenschönheit mit hellvioletten Blüten, die sich strahlenförmig ausbreiten; Wuchshöhe 90 cm
  • Perfecta Alba: Die Staude hält, was der Sortenname verspricht mit reinweißer Blütenpracht; Wuchshöhe 70 cm
  • Stäfa: Eine Premiumsorte mit zweifarbigen Blütenköpfchen in hellen und dunkel violetten Nuancen; Wuchshöhe 80 cm
  • Taubenskabiose: Hübsche Mini-Sorte mit gefüllten Blüten in Hellblau und Weiß; ideal für den Balkon mit 25 cm Wuchshöhe
  • Pink Mist: Aparte Taubenskabiose, deren pinke Blüten üppig gefüllt erblühen von Juni bis Oktober; Wuchshöhe 25 cm
Text: Paula Jansen

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  1. JoseeRizal64
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