Witwenblume und Skabiose: Zum Verwechseln ähnlich

Skabiosen und Witwenblumen sind unkompliziert zu kultivieren und blühen, fühlen sie sich an einem Standort wohl, ausdauernd vom Frühsommer bis weit in den Herbst hinein. Die Stauden werden häufig verwechselt, trotzdem sie sich anhand eindeutiger Merkmale zweifelsfrei unterscheiden lassen.

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Die Skabiose (hier abgebildet) und die Witwenblume sehen sich zum Verwechseln ähnlich

In welchen Punkten ähneln sich Witwenblume und Skabiose?

Wuchsform und Blüten von Witwenblume und Skabiose sind nahezu identisch:

  • Beide Gewächse haben einen runden Stängel, der keine Stacheln aufweist.
  • Die Blätter sind gegenständig und ungeteilt bis gefiedert.
  • Die Blütenköpfe wirken wie kleine Schirmchen.

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Wie kann man die Stauden anhand der Blüten unterscheiden?

Die verlängerten, zipfeligen Randblüten der Skabiosen haben immer fünf Kronblätter, jene der Knautien nur vier. Aus menschlicher Sicht fehlt ihnen also etwas. Das brachte den Witwenblumen ihren eingängigen Namen ein.

Am Boden des Blütenköpfchens der Skabiosen (Scabiosa) sitzen Spreublätter. Die äußeren Blüten sind unregelmäßig geformt und strahlig vergrößert. Zudem finden sich in der Blütenmitte charakteristischerweise dunkle Borsten.

Die vierzähligen Blüten der Witwenblume (Knautien) weisen meist viele Reihen von Hüllenblättern auf. Am Boden der Blüte zeigen sich helle Härchen.

Unterscheiden sich die Früchte von Witwenblume und Skabiose?

Eine Unterscheidung anhand der Früchte ist schwierig:

  • Aus den Blüten der Witwenblume bilden sich kleine Schließfrüchte. Schneiden Sie die Pflanzen nicht zurück, samen sie sich mittels dieser eigenständig aus.
  • Skabiosen schmücken sich mit kugeligen Fruchtständen, die äußerst attraktiv aussehen und die bei Vögeln sehr beliebt sind. Fühlt sich die Pflanze an ihrem Standort wohl, samt sie sich ebenfalls willig selbst aus.

Kann ich Knautien und Skabiosen am Wuchs unterscheiden?

Das ist kaum möglich, denn beide Pflanzen werden zwischen 60 und 100 Zentimeter groß. Sie wachsen locker aufrecht, bilden steife Stängel und ähneln in ihrer Wuchsform einem kleinen Strauch.

Tipp

Auf die Witwenblume spezialisiert: Die Knautien-Sandbiene

Diese ausgesprochen attraktive, große Wildbiene erkennen Sie am teilweise rot gefärbten Hinterleib. Da sie sich auf eine einzige Pflanzenfamilie spezialisiert hat, ist ihr Bestand bedroht und sie wird mittlerweile in der Roten Liste geführt. Da sie Knautien auch im Siedlungsraum gerne annimmt, können Sie durch Aussaat der hübschen Stauden im eigenen Garten dafür sorgen, dass das Vorkommen gesichert bleibt.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Gurcharan Singh/Shutterstock

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